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Schugardt zurück zu den Werder-Wurzeln

Handball-Oberliga Schugardt zurück zu den Werder-Wurzeln

14 Jahre warf Florian Schugardt Tore für den VfL Potsdam, nun kehrt er zurück zu seinem Heimatverein Grün-Weiß Werder in die Oberliga. Der 27-Jährige soll seine Erfahrung aus mehr als 300 Zweit- und Drittligaspielen beim Team von Trainer Silvio Krause einbringen. Der Start in die Vorbereitung gestaltet sich allerdings nicht ganz so, wie sich der Rückkehrer das gewünscht hat.

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Kann derzeit nur auf einem Bein trainieren: Florian Schugardt.

Werder. In einer Ecke der Havel-auenhalle in Werder surrte am Montagabend unentwegt ein Springseil durch die Luft. Während seine neuen Teamkollegen vom Handball-Oberligisten Grün-Weiß Werder ihre Kondition testeten und einen 800-Gramm-Ball so weit wie möglich durch die Halle warfen, feilte Florian Schugardt mit dem Springseil an seiner Fitness – und das einbeinig. Denn im letzten Spiel für seinen Ex-Verein VfL Potsdam, einem Einladungsspiel vor gut drei Wochen in Trebbin, riss er sich zwei von drei Außenbändern im rechten Knöchel, das dritte war angerissen.

Beim Trainingsauftakt war der 27-Jährige trotzdem dabei. „Ich möchte die Mannschaft kennenlernen. Ich kenne zwar viele Spieler, aber das ist trotzdem ein geschlossenes Gefüge, in das ich reinkommen möchte“, sagt Schugardt. Dabei bringen ihm seine neuen Teamkollegen schon einiges an Vertrauen entgegen. „Ich fand es toll, dass sie mich gleich gefragt haben, ob ich in den Mannschaftsrat möchte“, erzählt der Linksaußen, der im Angriff fast jede Position spielen kann.

Die sechs Werder-Neuzugänge mit Co-Trainer Max Ziegler (l) und Coach Silvio Krause (r)

Die sechs Werder-Neuzugänge mit Co-Trainer Max Ziegler (l.) und Coach Silvio Krause (r.): Benjamin Hoppe, Nico Cornelius, Lukas Appelt, Martin Kelm, Florian Lemaitre und Florian Schugardt (v.l.).

Quelle: Heiko Roth

So wie zuletzt beim VfL Potsdam, als er fast ausschließlich am Kreis gespielt hat. 2001 wechselte er von Werder nach Potsdam, er war Teil des ersten Handball-Jahrgangs an der Sportschule. Mit 17 gab er sein Debüt in der ersten Männermannschaft und hat für die Potsdamer über 300 Spiele in der 2. und 3. Liga absolviert. „Ich habe für mich persönlich im Handball ausreichend erlebt, so dass ich jetzt sagen kann, dass ich gerne eine andere Mannschaft unterstützen möchte“, sagt der Industriemechaniker über seine Beweggründe für den Wechsel.

Silvio Krause: „Flo ist eine echte Allzweckwaffe“

In Werder freut sich das Trainergespann über den hochkarätigen Neuzugang. „Flo ist eine echte Allzweckwaffe, die viele vermutlich unterschätzen, weil man ihm das einfach nicht ansieht“, sagt Trainer Silvio Krause, mit dem Schugardt früher in der VfL-Jugend gespielt hat. Und Co-Trainer Max Ziegler ergänzt: „Er ist ein extrem ekliger Gegenspieler und wird uns besonders in der Abwehr helfen. Und er ist total zuverlässig, loyal und hat eine unheimliche Erfahrung.“

Diese Erfahrung will Schugardt nun bei seinem Heimatverein einbringen. Sein Vater und seine Schwester wohnen in Werder, in der letzten Saison war er regelmäßig in der Halle und hat sich die Heimspiele angeschaut. Am Ende belegte das Team Rang drei – es war die beste Platzierung der Vereinsgeschichte. „Ich würde mich natürlich freuen, wenn wir wieder da oben mitmischen können. Aber es ist schwer einzuschätzen“, erklärt Schugardt.

Co-Trainer Ziegler bremst die Erwartungen

Co-Trainer Max Ziegler bremst deshalb etwas die Erwartungen. „Die Top Fünf haben sich alle gut verstärkt. Realistisch ist Platz vier bis acht – vier ist super, acht ist auch noch ok“, sagt der 29-Jährige. Außerdem sei man im vergangenen Jahr weitgehend von Verletzungen verschont geblieben. Dieses Jahr traf es eben schon Schugardt, außerdem sind einige Spieler in der Vorbereitung gleichzeitig im Urlaub, so dass die beiden Trainer teilweise nur mit einem kleinen Kader trainieren können.

Auch Schugardt fährt noch in einen Kurzurlaub, pünktlich zum ersten Trainingslager ist er aber wieder zurück. „In drei Wochen will ich wieder voll ins Training einsteigen. Ich bin ganz zuversichtlich, dass ich zum Saisonstart wieder fit bin“, prognostiziert Schugardt. Dann kann der Rechtshänder auch wieder mit beiden Beinen Seilspringen.

Von Stephan Henke

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