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Stark im Einer: Daniela Schultze

Rudern, RC Potsdam Stark im Einer: Daniela Schultze

Wenn das mal keine Ansage ist: Daniela Schultze vom Ruderclub Potsdam wurde bei den Deutschen Kleinboot-Meisterschaften in Krefeld Dritte. Nun kämpft die „neue“ Skullerin um einen Platz in einem Auswahlboot der Nationalmannschaft für die WM.

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Daniela Schultze vom Ruderclub Potsdam will über den Einer den Sprung in ein Auswahlboot schaffen.

Quelle: foto: Wolfgang Lux

Potsdam. Daniela Schultze fühlte sich im falschen Film, als sie am Sonntag bei den Deutschen Kleinboot-Meisterschaften in Krefeld am Siegersteg anlegen konnte. Denn Rang drei im Einer hatte der 26-Jährigen vom Ruderclub Potsdam vorher niemand zugetraut. Auch sie selbst nicht. „Ich bin auf der Außenbahn gestartet, hatte dadurch wenig Sichtkontakt auf die anderen Konkurrentinnen, denn ich wollte keinen Fehler riskieren. So bin ich einfach mein Rennen gefahren und war dann ganz perplex, als es im Ziel zu Bronze gereicht hatte. Platz fünf hatte ich mir maximal ausgerechnet“, schilderte sie noch einmal das kleine Wunder. Denn sie musste nur Lisa Schmidla (Krefeld) und Annekatrin Thiele (Leipzig) den Vortritt lassen, beide wurden in Rio Olympiasiegerinnen im Doppelvierer.

Neue Motivation gesucht

Bei den Sommerspielen im vorigen Jahr war Daniela Schultze nur Zuschauerin und enttäuscht. Denn der deutsche Frauen-Achter, in dem sie einen Platz ergattert hatte, konnte sich nicht für Olympia qualifizieren. Daher fasste die aus Cottbus stammende Ruderin den Entschluss, vom Riemenbereich wieder zu den Skullerinnen zurückzukehren. Dort feierte sie ihre ersten großen Erfolge, war 2011 U23-Weltmeisterin im Doppelzweier. Doch danach hatte sie sich zu einem Wechsel in die Riemenklasse entschieden und 2012 im Achter an den Olympischen Spielen in London teilgenommen und dort Platz sieben belegt.

„Im vergangenen Herbst habe ich mir gesagt, wenn du dir noch mal deinen Herzenswunsch Olympische Spiele erfüllen möchtest, dann muss sich was ändern“, erklärte Daniela Schultze. „Also bin ich zum Skull zurückgekehrt. Das hat auch über den Winter ganz gut geklappt.“ Ihr Trainer Axel Müller sagte: „Sie hat eine neue Motivation gesucht und gefunden. Das Hauptproblem liegt im Kopf. Sie muss an sich glauben, sie kann es doch. Zweifeln bringt nicht weiter.“ Gesagt, getan. Denn bei der Meisterschaft in Krefeld schaute Daniela Schultze nicht nach links und nicht nach rechts, konzentrierte sich ganz auf die eigene Stärke – mit überraschendem Erfolg.

Ab Donnerstag beim Skull-Lehrgang der Nationalkader

Die Bronzemedaillengewinnerin bekräftigte: „Ich wollte ein gutes Rennen fahren, zufrieden mit mir selbst sein und nicht noch ewig rumdiskutieren müssen. Das hat funktioniert und macht mich glücklich.“

Derart von Neptun geküsst geht die Havelstädterin mit neuem Selbstvertrauen in die weitere Saison, deren Höhepunkt Ende September die Weltmeisterschaften in den USA sind. Am Donnerstag trifft sich die deutsche Elite in Berlin. Dort wird der neue Bundestrainer für Frauen-Skull, der Pole Marcin Witkowski, nach den optimalen Besetzungen für den Einer, den Doppelzweier und den Doppelvierer suchen. An Daniela Schultze sollte da kein Weg vorbei führen.

Die Polizeimeisteranwärterin meinte: „Die Einzelleistung ist das eine, im Mannschaftsboot muss es mit den anderen auch passen.“ Auf jeden Fall findet sie es gut, dass mit den Olympiasiegerinnen Schmidla und Thiele erfahrene Sportlerinnen weiter dabei sind, wenn die neue National-Flotte formiert wird.

Von Peter Stein

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