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TC Kleinmachnow schafft Klassenerhalt

Tennis, Ü55-Ostliga TC Kleinmachnow schafft Klassenerhalt

Das Ü55-Team des TC Kleinmachnow schaffte am Wochenende den vorzeitigen Klassenerhalt in der Ostliga, der zweithöchsten deutschen Liga. Für das Senioren-Team steht vor allem der Spaß im Vordergrund. Doch für Niederlagen wandert ein gewisser Betrag auch in die „Schweinekasse“, die für die gemeinsamen Ausflüge und Trainingslager genutzt werden.

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Thomas Bliese, Joachim Morgenstern, Hubertus Graf von Strachwitz, Georg Lagerbauer, Wolfgang Güthoff, Andreas Franz, Christian Haser, Jochen Maschke und Wolfgang Sturm (v.l.) im Trainingslager in Kroatien.

Quelle: Privat

Kleinmachnow. „Tennis kann man auch im hohen Alter noch spielen. Mit einer guten Technik kann man auch mit weniger Bewegung viel Spaß und Erfolg haben“, sagt Wolfgang Güthoff. Mit 69 Jahren ist der Mediziner der älteste im Team der Über-55-Jährigen des TC Kleinmachnow. Jeden Freitag treffen sich die neun Männer im Alter von 57 bis 69 Jahren zum Training auf der Tennisanlage an den Kiebitzbergen in Kleinmachnow.

Witze über die bandagierten Knie

Die ersten, die da sind, bilden sogleich ein Doppel und schon fliegen die Bälle übers Netz. Nach und nach treffen auch die anderen Mannschaftskollegen auf der Anlage ein. „ Die Jugend spielt natürlich schneller, aber unsere Gegner sind ja auch nicht fitter als wir“, sagt Güthoff und bekommt sogleich durch breites Grinsen die Bestätigung seiner Mitspieler.

Jeden Sonntagmorgen treffen sie sich zudem im Fitnessstudio in Stahnsdorf zum Athletiktraining. „Ich bin froh, dass die Jungs verstanden haben, dass dies zur Verletzungsprävention wichtig ist“, sagt Thomas Bliese. Der 57-Jährige ist der Jüngste im Team, hat Sportwissenschaften studiert und betreibt das Fitnessstudio. „Ansonsten haben wir Jochen Maschke, der ist privatversichert und besorgt uns die Bandagen“, witzelt die gesellige Männerrunde und zeigt auf die vielen bandagierten Knie.

Klassenerhalt vorzeitig geschafft

Die Ü55-Männermannschaft spielt in dieser Saison in der Ostliga, der zweithöchsten Liga Deutschlands. „Damit sind wir die einzige Mannschaft im TC Kleinmachnow, die überregional spielt“, sagt Teamkapitän Christian Haser stolz. Er ist unter anderem für die Einteilung der Doppel bei den Wettkämpfen verantwortlich. Am vergangenen Wochenende hat er alles richtig gemacht. Die Kleinmachnower gewannen beim TC Tiergarten in sechs Einzelspielen und drei Doppel mit 7:2 und konnten damit den Klassenerhalt feiern. „Es sind zwar noch zwei Spieltage, aber auf einen Abstiegsplatz können wir nicht mehr abrutschen“, erklärt Haser.

Auswärtsfahrten werden zu Ausflügen genutzt

In dieser Saison stand lediglich eine echte Auswärtsfahrt für die Kleinmachnower Tennis-Oldies, die alle noch berufstätig sind, auf dem Spielplan. Sonst spielen sie ausschließlich gegen Berliner Teams. Das Spiel beim Erfurter TC Rot-Weiß wurde direkt als verlängertes Wochenende mit den Frauen genutzt. Dresden, ein Ausflug ins Elbsandsteingebirge und eine Dampferfahrt bildeten den kulturellen Rahmen nach den Tennisspielen. Für den finanziellen Aufwand kam die sogenannte „Schweinekasse“ auf. „In dieses Sparschwein muss jeder Spieler, der verliert, etwas einzahlen“, erzählt Thomas Bliese. In der aktuellen Spielzeit stehen den 22 Siegen 23 Niederlagen entgegen. Wie hoch der Verlierereinsatz ist, bleibt allerdings das Geheimnis der Männerrunde. Von dem Geld fahren sie in jedem Jahr einmal gemeinsam mit den Frauen weg, „weil sie uns während der Saison entbehren müssen. Der Rest wird im Trainingslager auf den Kopf gehauen“, verrät Bliese. In diesem Jahr ging es für eine Woche nach Kroatien.

Ans Aufhören denken die Ü55-Herren noch nicht: „20 Sommer wollen wir noch spielen“, sagen sie.

Von Luisa Müller

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