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Turbine respektvoll vor dem CL-Hit

Potsdam empfängt am Sonntag Olympique Lyon Turbine respektvoll vor dem CL-Hit

Die Fußballerinnen von Olympique Lyon gehören zu den stärksten Mannschaften des Kontinents. Bernd Schröder erwartet deshalb ein Spiel auf hohem Niveau. Doch klar ist: Die Turbinen wollen ihre Vorherrschaft über den deutschen Fußball zurückzugewinnen.

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Daumen hoch: Ada Hegerberg meldete sich für das morgige Topduell gegen Lyon fit.

Quelle: Nadine Bieneck

Potsdam. Bernd Schröder sitzt in seinem Büro im Potsdamer Luftschiffhafen und schaut konzentriert auf einen Zettel. Der Trainer des 1.FFC Turbine Potsdam liest ein Interview mit Patrice Lair, dem Coach von Olympique Lyon. „Ich glaube, dass es ein Spiel auf hohem Niveau wird. Wir kennen diese Hölle dort. Ich erinnere mich, vor zwei Jahren haben wir in Potsdam 0:0 gespielt. Es war sehr, sehr schwer“, sagt Lair im Text. Schröder nickt. „Ich würde auch sagen, dass es ein Spiel auf hohem Niveau wird. Ich hoffe auch auf Augenhöhe“, meint der 71Jahre alte Potsdamer vor dem morgigen Champions-League-Hinspiel zwischen den beiden Topvereinen Europas. Sein Team müsse die eigenen Tugenden durchbringen. „Wir wollen Druck machen. Wie in der ersten Halbzeit gegen Wolfsburg“, sagt Schröder. „Ich denke, dass vieles über das Tempo entschieden wird.“
Dass die Französinnen zu den stärksten Mannschaften des Kontinents gehören, sei nicht die Frage. Schon viermal glückte dem Team der Einzug ins Endspiel. 2011 und 2012 gewann Lyon die Königsklasse. Einmal gegen Turbine Potsdam (2:0) und einmal gegen den 1.FFC Frankfurt (2:0). Zweimal hingegen hatte das Team um Starstürmerin Lotta Schelin das Nachsehen. Vor drei Jahren verlor Olympique Lyon das denkwürdige Finale gegen Potsdam in Getafe mit 6:7 nach Elfmeterschießen. Im vergangenen Jahr mussten sich die Französinnen an der Stamford Bridge in London gegen den VfL Wolfsburg mit 0:1 geschlagen geben. Trotz drückender Überlegenheit. Wolfsburgs Martina Müller hatte einen Handelfmeter verwandelt.

Eine Niederlage, die noch heute schmerzt. „Wir wurden von einem deutschen Team im Finale geschlagen. Wir haben Lust, unsere Vorherrschaft über den deutschen Fußball zurückzugewinnen“, meint Lair vor dem Gigantenduell mit Turbine. „Wir wollen unbedingt den französischen Frauenfußball wieder erstrahlen lassen.“

Worte, die Schröder kaum beeindrucken. Der Trainerfuchs weiß trotzdem, welches Kaliber morgen im Karl-Liebknecht-Stadion aufläuft. „Das sind alles Weltklasse-Spielerinnen“, sagt der Coach, der nur auf Jennifer Cramer (verletzt) verzichten muss. Ada Hegerberg hingegen meldete sich zurück. „Die Partie gegen Lyon ist ein absolutes Spitzenspiel. Ich freue mich sehr auf die Begegnung“, so die Norwegerin gestern nach dem Training. „Lyon ist ein großer Gegner, doch wir haben auch eine gute Mannschaft. Wir glauben an uns und wir wollen unbedingt weiterkommen.“

Von Sebastian Morgner

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