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Turbine verteidigt Tabellenführung
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Potsdam gewinnt 2-1 gegen Duisburg Turbine verteidigt Tabellenführung

Vier Tage nach dem Pokal-Aus gegen die SGS Essen hat Turbine Potsdam die Tabellenführung in der Frauenfußball-Bundesliga verteidigt. Die Elf von Trainer Bernd Schröder bezwang am Donnerstag den FCR Duisburg mit 2:1 (1:0). Die Tore erzielten Ada Hegerberg (39.) und Genoveva Anonma (51.). Den Anschlusstreffer für Duisburg schoss Jennifer Oster (72.).

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Ada Hegerberg (l.) und Genoveva Anonma.

Quelle: Jan Kuppert

Potsdam. So dicht liegen im Fußball Freud und Leid beisammen. Nach der 2:3-Niederlage und zwei folgenschweren Patzern im DFB-Pokal bei der SGS Essen stand Ann-Katrin Berger in den letzten Tagen mächtig in der Kritik. Einige zweifelten sogar an der Bundesligatauglichkeit der Torhüterin des 1. FFC Turbine Potsdam. Der Druck beim Heimspiel gegen den FCR 2001 Duisburg war extrem. „Ich hatte etwas gutzumachen“, sagte Berger nach dem 2:1 (1:0)-Triumph gegen die Löwinnen aus dem Ruhrgebiet. „Ich habe der Mannschaft versprochen, wieder die Alte zu werden.“ Der Schlussfrau war es vor 2920Zuschauern zu verdanken, dass der deutsche Vize-Meister die drei Punkte im Karl-Liebknecht-Stadion behielt.

Turbine Potsdam besiegt Duisburg und verteidigt Tabellenführung - Sie haben keine Berechtigung dieses Objekt zu betrachten.

Schon in der ersten Halbzeit wusste die groß gewachsene Torhüterin zwei, drei Mal zu glänzen. Brenzlig wurde es, als Duisburgs Lucie Vonkova in zentraler Position mutterseelenallein zum Abschluss kam. Doch Berger parierte den Ball (32.). Oder als Lieke Martens fünf Minuten vor der Pause ein Laufduell mit Turbines Tabea Kemme gewann, aber Berger mit einer Fußabwehr zur Stelle war. „Positiv waren heute die drei Punkte“, fasste Turbine-Trainer Bernd Schröder das Bundesliga-Spiel zusammen. „Und die Leistung von Ann-Katrin Berger.“

Zwischen den beiden Gäste-Chancen gingen die optisch überlegenen Potsdamerinnen sogar in Führung. Nach einer Flanke von Genoveva Anonma war die Schottin Lisa Evans zur Stelle. Ihr Schuss landete nach 39 Minuten am rechten Pfosten. Von dort gelangte der Ball vor die Füße von Ada Hegerberg, die „mit links einschob“, so die Torschützin. „Mein rechter Fuß ist noch nicht ganz gesund. Da muss ich aufpassen“, so die Norwegerin. „Duisburg war ein starker Gegner, wir mussten viele Zweikämpfe bestreiten.“

Auch nach dem Seitenwechsel schenkten die Gäste keinen Zentimeter des „sensationellen Rasens“ (Schröder) her. Anonma sorgte nach 51 Minuten für das 2:0. Die Angreiferin nahm sich aus gut 20 Metern ein Herz, zog ab und traf ins rechte obere Eck. „Wir hatten schon zuvor gute Möglichkeiten, haben diese aber nicht genutzt. Wir wollen mehr Tore schießen“, sagte die Nationalspielerin aus Äquatorialguinea, die nur verhalten jubelte. „Wir können noch besser zusammenspielen.“

In der Tat lief der Motor noch lange nicht im höchsten Gang. Fehlpässe inklusive. „Wir haben noch Luft nach oben“, analysierte Schröder. „Wenn wir uns stabilisieren können, dann führt der Weg zur Meisterschaft über uns.“ Ann-Katrin Berger sollte am Feiertag noch einmal in den Mittelpunkt rücken. Beim Gegentor – einem satten Schuss von Jennifer Oster (72.) – war die 22 Jahre alte Potsdamerin noch machtlos. Fünf Minuten vor dem Ende zeigte Berger aber, dass sie doch in die Bundesliga gehört. Bei einem Schuss von Oster machte sie sich ganz lang und hielt mit einer prächtigen Tat den Heimsieg fest.

Von Sebastian Morgner

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