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UJKC-Chef Hentschke will in die Finalrunde

Judo-Bundesliga UJKC-Chef Hentschke will in die Finalrunde

Der neue Vereinschef Helmar Hentschke peilt mit dem UJKC Potsdam in der am 7. Mai beginnenden Judo-Bundesliga mit dem Männer-Team die Finalrunde an. Der 42-Jährige wurde im November Nachfolger von Michael Goldschmidt als Chef des 700-Mitglieder-Vereins. Er kündigte an, dass es künftig auch wieder ein Damen-Team geben könnte.

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Helmar Hentschke ist seit einem halben Jahr UJKC-Präsident.

Quelle: Privat

Potsdam. Im sogenannten Fresswürfel ist Helmar Hentschke wieder auf den Geschmack gekommen. In der einstigen Trainingsstätte des Judo-Vereins UJKC Potsdam, einer früheren Mensa in der Pirschheide, fand der 42-Jährige vor einigen Jahren zurück zum Judo und zum UJKC Potsdam. Mittlerweile ist Hentschke Präsident des Clubs. Im November wurde er als Nachfolger des langjährigen Vereinschefs Michael Goldschmidt gewählt, der dem Verein als Schatzmeister treu geblieben ist. Am Donnerstag wird der Jurist erstmals die Saison für das Männer-Bundesliga-Team des UJKC offiziell eröffnen, die am 7. Mai mit einem Auswärtskampf beim Hamburger JT beginnt.

Hentschke selbst kämpfte in der 2. Bundesliga

Hentschke weiß, wovon er spricht. Der gebürtige Lausitzer hat in Berlin Judo betrieben, besitzt den 2. Dan. Mit dem SV Preußen Berlin kämpfte er einst sogar in der 2. Bundesliga. Seit 20 Jahren lebt Hentschke in Potsdam, legte zunächst eine Judo-Pause ein. Da die Judo-Familie in Potsdam nicht allzu groß ist, bekam er aber Kontakt zum UJKC und trainierte in der alten Heimat des Vereins mit. „Da habe ich die Liebe zum Judo wiederentdeckt.“ Den Umzug in die MBS-Arena 2012 erlebte Hentschke schon mit, seit 2013 arbeitet er im Vorstand mit.

Als Goldschmidt ihn fragte, ob er sein Nachfolger als Chef des 700-Mitglieder-Vereins werden wolle, sei er gleich Feuer und Flamme gewesen. „Ich musste aber erstmal die Zustimmung meiner Frau einholen“, sagt Hentschke mit einem Lächeln.

Hentschke: „Wir sind nicht schlechter als im Vorjahr“

Der Verwaltungsrechtler geht die neue Saison in der Bundesliga optimistisch an. „Wir wollen nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Das Ziel ist aber die Finalrunde“, sagt er. Dafür müsste der UJKC in der Staffel Nord unter die ersten vier kommen und im Viertelfinale einen Kontrahenten aus der Süd-Staffel bezwingen. „Wir sind nicht schlechter als im Vorjahr“, betont Hentschke. 2015 waren die Havelstädter im Viertelfinale hauchdünn am späteren deutschen Meister TSV Großhadern gescheitert.

Dass die Olympia-Starter Krisztian Toth (Ungarn) und Ivaylo Ivanov (Bulgarien) wegen des Turniers in Brasilien zunächst fehlen, sei zu kompensieren. Hentschke: „Unser Nachwuchs ist stark genug.“ Dort leiste der UJKC gute Arbeit. „In der U18 sind wir aktuell mit vier Meistertiteln der beste Verein in Deutschland.“ Außerdem hat der UJKC für die neue Saison zehn Kämpfer verpflichtet, ist nun in allen Gewichtsklassen breiter aufgestellt als früher.

Der einzige Heimkampf der Vorrunde steigt am 25. Juni

Der einzige Heimkampf der Vorrunde steigt am 25. Juni gegen Holle. Vorher wolle der Verein die Werbetrommel rühren. „Wir werden auf uns aufmerksam machen.“

Hentschke träumt sogar davon, mittelfristig wieder ein Damen-Team in der Bundesliga auf die Matte zu schicken. Die UJKC-Frauen waren 2005, 2007 und 2008 deutscher Mannschaftsmeister. Neben Marlene Galandi gibt es weitere vielversprechende Talente. „Das müssen wir aber behutsam aufbauen. Es gibt einen Fünf-Jahres-Plan. Wir dürfen die jungen Sportlerinnen nicht verheizen“, erklärt der UJKC-Chef.

Zehn Neuzugänge

Die Neuzugänge des UJKC Potsdam:

Benjamin Bouizgarne (+100 kg, JC Mönchengladbach), Domenik Schönefeldt (-100 kg, JC 90 Frankfurt), Christopher Schwarzer (-90 kg, Asahi Spremberg), Daniel Zorn (-100 kg, vereinslos), Nick Bobrowski (-66 kg, Frankfurt), Denislav Ivanov (-60 kg, Bulgarien), Thomas Gubert (-73 kg, Hannover), Bennet Pröhl (-60 kg), Erik Abramov (-100 kg), Kilian Ochs (-73 kg, alle eigener Nachwuchs).

Martin Setz und Paul Böhme (beide -73 kg) fallen wegen ihrer Kreuzbandrisse vorerst noch aus.

Schwergewichtler Paul Elm trainiert nach seiner Schulter-Operation wieder, ist aber noch nicht ganz fit.

Die Kämpfe in der Vorrunde: 7. Mai beim Hamburger JT, 28. Mai bei SUA Witten, 25. Juni (18 Uhr) daheim gegen „Judo in Holle“, 16. Juli beim JC 66 Bottrop.

Von Ronny Müller

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