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VfL-Keeper Paul Twarz gewinnt EM-Silber

Handball, U20-EM VfL-Keeper Paul Twarz gewinnt EM-Silber

Happyend knapp verpasst: Handball-Keeper vom VfL Potsdam gewann mit der deutschen U20-Nationalmannschaft Silber bei der U20-Europameisterschaft in Dänemark. Der 18-Jährige stand im Finale gegen Spanien rund eine halbe Stunde im Tor und spricht von einer einmaligen Erfahrung. Dazu gehörte auch die Schlussfeier, bei der das Schweizer Team stimmlich überzeugte.

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Paul Twarz hütet das Tor des Handball-Drittligisten VfL Potsdam.

Quelle: Julius Frick

Potsdam/Kolding. Der Schweizer Handball-Nachwuchs tat sich bei der EM-Abschlussfeier als besonders stimmgewaltig hervor. „Sie haben die Malle-Lieder angestimmt“, erzählt Paul Twarz. „Nur wir haben das verstanden, alle anderen Teams nicht“, sagt der Handball-Keeper über die Party am Sonntag. „Jede Nation hat ein Lied gesungen. Das war ziemlich schön, sehr gemeinschaftlich. Als die Spanier als Europameister als letzter reinkamen, haben alle applaudiert“, erzählt der 18-Jährige.

Finalniederlage in der Verlängerung

Dabei wäre es fast so gekommen, dass die übrigen Mannschaften ihm und seinen Kollegen aus der deutschen Handball-U20-Nationalmannschaft applaudiert hätten. Nur wenige Stunden zuvor hatte das deutsche Team das Finale der U20-Europameisterschaft gegen Spanien unglücklich mit 29:30 (9:12, 25:25) nach Verlängerung verloren. „Wenn man ein Finale verliert, ist das schon sehr bitter. Wir sind alle in uns gegangen, es war sehr schade, sehr frustrierend. Aber wir sind mit dem Ziel in das Turnier gegangen, in die Hauptrunde zu kommen“, erzählt der Torhüter des Drittligisten VfL Potsdam.

Twarz steht im Finale eine halbe Stunde im Tor

Dieses Ziel hat das Team von Trainer und Weltmeister Markus Baur deutlich übertroffen. „Wir haben drei super starke Vorrundenspiele gemacht“, resümiert Twarz. Damit hatte sich das Team souverän für die Hauptrunde qualifiziert, wo das Team zunächst knapp gegen Gastgeber Dänemark (26:27) verlor. Doch durch einen Erfolg gegen Norwegen (30:23) und dem 35:33 nach Verlängerung gegen Weltmeister Frankreich im Halbfinale stand das Team um Keeper Twarz im Finale.

Als zweiter Torhüter angereist, stand er dort zwischen der 20. und 50. Minute im Kasten des DHB-Teams. „Ich glaube, ich habe nicht schlecht gespielt. Ich war zweiter Torhüter, ich bin froh, dass ich dabei war. Bis auf die Rechtsaußenposition sind wir immer mit der gleichen Sieben ins Spiel gegangen“, erzählt der 1,90 Meter große Sportschüler aus Potsdam. Auch im Finale war der Sieg zum Greifen nahe, 25 Sekunden vor Schluss hatte das Team beim Stand von 25:25 sogar Ballbesitz, vertändelte aber den Ball. „Wenn man in der Verlängerung mit einem Tor Unterschied verliert, war da natürlich mehr drin“, bilanziert der in Cottbus geborene Twarz.

Im Gespräch mit den Söhnen von Ex-Welthandballern

Auf der Finalparty kam Twarz auch mit Melvyn Richardson (Frankreich), Sohn von Ex-Welthandballer Jackson Richardson, und Alex Dujshebaev (Spanien), Sohn von Ex-Welthandballer Talant Dujshebaev, ins Gespräch. „Es ist schon cool, gegen solche Leute, die künftigen Welthandballer, zu spielen“, sagt Twarz.

Paul Twarz begrüßt die neuen Handball-Regeln

Wie beim olympischen Handballturnier in Rio spielten auch die Teams bei der U20-Europameisterschaft nach den neuen Regeln. „Ich bin in meinem Leben noch nie so viel gerannt“, erzählt Keeper Paul Twarz, den vor allem die Regel des siebten Feldspielers betrifft.

Der muss künftig kein Leibchen mehr als Torwart tragen, darf aber auch nicht mehr den Sechs-Meter-Raum betreten. „Das ändert das Spiel ungemein. Früher stand man nur im Tor, jetzt muss man rennen. Das ganze Spiel wird viel schneller und attraktiver“, findet der Keeper des Drittligisten VfL Potsdam.

Zudem müssen Spieler nach Behandlungspausen auf dem Feld drei Spielzüge aussetzen, beim passiven Spiel dürfen nur noch sechs Pässe gespielt werden, eine grobe Regelwidrigkeit in den letzten 30 Sekunden wird mit einem Siebenmeter bestraft und eine blaue Karte für den Sonderbericht wurde ebenfalls eingeführt.

Von Stephan Henke

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