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VfL-Kunstschütze Schwarz entscheidet das Derby

Handball, 3. Liga Nord VfL-Kunstschütze Schwarz entscheidet das Derby

Dramatisches Brandenburg-Berlin-Derby in der 3. Handball-Liga: Der VfL Potsdam gewinnt das Auswärtsspiel bei den Füchsen Berlin II mit 32:30. Die entscheidenden beiden Tore wirft dabei Kreisläufer Christian Schwarz in den letzten sieben Sekunden der Partie. Dabei hätten die Potsdamer das Derby in Berlin schon deutlich früher entscheiden können.

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Kreisläufer Christian Schwarz warf in den letzten sieben Sekunden gegen die Füchse Berlin II zwei Tore.

Quelle: Julius Frick

Berlin. Mit diesem Kunstwurf hatte der Gegner ganz offensichtlich überhaupt nicht gerechnet. „Wir waren in Überzahl und die Schiedsrichter hatten auch schon Zeitspiel angezeigt. Die Abwehr hat sich gar nicht richtig für mich interessiert, als ich im Rückraum gelaufen bin und der Torhüter hat auch nicht hingeschaut“, beschreibt Christian Schwarz die spielentscheidende Szene der Drittliga-Handballpartie des VfL Potsdam bei den Füchsen Berlin II am Samstagabend. Also nahm sich das Kraftpaket der Adler ein Herz und hämmerte den Ball sieben Sekunden vor Spielende aus rund elf Metern zum 31:30 in die Maschen des Füchse-Kastens. Dabei ist der 27-Jährige eigentlich Kreisläufer. „Ich bin gelernter Rückraumspieler, aber das will im Team nur keiner hören“, erzählt Schwarz mit einem Lachen.

Schwarz wirft ein Tor über das komplette Spielfeld

Doch damit nicht genug. Im Gegenzug nahmen die Gastgeber aus Berlin den Torhüter für einen Feldspieler raus und kamen noch einmal zum Abschluss. Doch VfL-Keeper Sebastian Schulz, dessen Vertrag am Saisonende nicht verlängert wird, parierte den Versuch. Schwarz sicherte sich den Ball und warf ihn mit der Schlusssirene vom eigenen Sechsmeterraum ins leere Tor zum 32:30-Derbysieg. „Das war eine gute Entscheidung, da aufs Tor zu werfen. Wenn das Tor fällt, hat man alles richtig gemacht“, kommentierte VfL-Trainer Jens Deffke die Situation vor dem Rückraumtor seines dreifachen Torschützen Schwarz.

Zuvor hatte es sein Team noch einmal unnötig spannend gemacht. Die komplette Partie über geriet der Tabellendritte nie in Rückstand. „Wir haben in der ersten Halbzeit ein ordentliches Spiel gemacht“, resümierte Deffke, der seinen Vertrag in der vergangenen Woche um ein weiteres Jahr verlängert hatte. So gingen die Adler mit einer Vier-Tore-Führung (17:13) in die Kabine, „gefühlt waren es vielleicht noch zwei Tore zu wenig“, meinte Deffke.

VfL Potsdam verspielt Fünf-Tore-Vorsprung

In der zweiten Halbzeit hatten die Gastgeber dann den besseren Start und glichen in der 39. Minute zum 20:20 aus. „Sie haben ihre Chancen dann besser genutzt und unsere Defensive hatte Probleme. In der zweiten Halbzeit haben wir 17 Tore kassiert, das ist schon eine ganze Menge“, sagte Deffke. In der 35. Minute wurde Abwehrchef Robert Weiß nach einem groben Foul disqualifiziert. Doch der VfL fing sich, führte neun Minuten vor Schluss mit 30:25, doch die Berliner glichen gut eine Minute vor dem Ende zum 30:30 aus. „Das war so eine Phase, wo wir zu schnell zu viel wollten. Da haben wir zwei, drei Chancen liegenlassen“, erklärte Deffke. Doch dann kam Schwarz, der aus keiner Chance ein Tor machte.

Von Stephan Henke

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