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VfL Potsdam spielt unter Normalform

Handball, 3. Liga VfL Potsdam spielt unter Normalform

Nach der Derbyniederlage am vergangenen Wochenende kassierte Handball-Drittligist VfL Potsdam am Samstagabend den nächsten herben Dämpfer. Gegen den bis dato Tabellenvorletzten SG Flensburg-Handewitt II setzte es eine deftige 30:39 (9:18)-Schlappe. Besonders das „Wie“ der Niederlage schmerzte die Potsdamer Handballern.

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Sichtlich niedergeschlagen: Alexander Schmidt (r.) und Tobias Frank.

Quelle: Julius Frick

Potsdam. Einen rabenschwarzen Tag haben die Drittliga-Handballer des 1. VfL Potsdam am Samstag gegen die SG Flensburg-Handewitt II erwischt. Mit 30:39 (9:18) unterlagen die Adler dem bis dato Tabellenvorletzten in der eigenen Halle. „Das darf nicht passieren“, sagte Rechtsaußen Alexander Schmidt, der noch lange nach dem Abpfiff kopfschüttelnd auf der Bank saß.

Angesichts der Ereignisse von Paris in der Nacht von Freitag zu Samstag hat auch der VfL Potsdam am Samstagabend in der MBS-Arena auf seine sonst lautstarke und mit Licht inszenierte Auflaufshow der Mannschaften verzichtet und stattdessen mit einer Schweigeminute das Spiel begonnen. „Es ist schlimm, was da passiert ist“, sagte Schmidt nach dem Spiel. „Die Ereignisse holen uns immer wieder im Alltag ein. Überall wird davon berichtet und selbst hier in der Arena wurden die Geschehnisse mit der Schweigeminute wieder präsent.“

Dass etwas anders ist als sonst, war den Spielern auch in den ersten Minuten anzumerken: Ungenaue Zuspiele und erfolglose Abschlüsse prägten die erste Viertelstunde in der Partie zwischen dem VfL und der Ausbildungsmannschaft aus Flensburg. Nach 13 Spielminuten stand es lediglich 5:3. Nach der anfänglichen Unsicherheit erwischten die Gäste jedoch einen super Lauf und zogen bis zur Halbzeitpause bereits auf 18:9 davon. „Dann ging es in die Kabine und da war erst einmal Stille. Dann gab es eine klare Ansage“, berichtete Potsdams Spielmacher Yannik Münchberger. „Aber am heutigen Tag hat keiner seine Normalform gehabt.“

„Wir haben in der ersten Halbzeit schon viel probiert, in der zweiten dann noch mehr, aber Flensburg hat immer wieder die Lücken in unserer Abwehr gefunden“, gab VfL-Trainer Jens Deffke zu. „Vorne hat bei uns nicht viel funktioniert und in der Abwehr waren die Abstände zwischen den einzelnen Positionen einfach zu groß. Die Zuordnung hat nicht gepasst.“ Aus allen Situationen und von allen Positionen kamen die jungen Flensburger zum Torerfolg. „Wir haben was umgestellt, dann haben sie an der anderen Stelle wieder die Lücke gefunden“, verzweifelte auch Alexander Schmidt. In den letzten 15 Minuten, beim Stand von 16:27 wurden die Potsdamer dann in der Abwehrarbeit immer offensiver. Jan Piske und Julius Dierberg stellten die beiden Rückraumspieler komplett zu. Doch auch das brachte den Potsdamern nicht mehr viel ein. Mit 30:39 fiel die Niederlage deutlich zu hoch für die heimstarken Potsdamer aus. Auf den VfL warten an den kommenden beiden Spieltagen gegen die Spitzenteams SC Magdeburg II und Dessau-Rosslauer HV keine leichten Aufgaben.

Von Luisa Müller

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