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VfL Potsdam zahlt Lehrgeld im Spitzenspiel

Handball, 3. Liga Nord VfL Potsdam zahlt Lehrgeld im Spitzenspiel

Im Duell Dritter gegen Zweiter zog der Handball-Drittligist VfL Potsdam am Dienstagabend deutlich den Kürzeren. Gegen den SC Magdeburg II verloren die Adler mit 28:37 (12:19) und haben damit im Kampf um Relegationsplatz zwei einen Rückschlag erlitten. Ein Torhüter des VfL Potsdam kam bei der Niederlage zu einem unverhofften Einsatz.

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VfL-Rechtsaußen Alexander Schmidt (r.) im Duell mit SCM-Keeper Philip Ambrosius.

Quelle: Julius frick

Potsdam. Zur Pause zog Jens Deffke noch sein letztes Ass aus dem Ärmel. Der Trainer des VfL Potsdam schickte Keeper Matthias Frank zum Aufwärmen, der eigentlich nur als Offizieller auf der Bank des Handball-Drittligisten saß und dann doch unverhofft zum Einsatz kam. „Es war eine Idee, dass Matze vielleicht einen Impuls geben kann, ein Versuch“, erklärte der Coach nach der 28:37 (12:19)-Pleite gegen den SC Magdeburg II am Dienstagabend.

Schon zur Halbzeit hatten die Gäste, bis dato Tabellenzweiter mit einem Punkt Vorsprung vor den Adlern, eine Sieben-Tore-Führung herausgespielt. „In den ersten 20 Minuten haben wir das Spiel offen gestaltet, obwohl wir keinen Zugriff in der Abwehr hatten“, bilanzierte Deffke. In der 14. Minute stand es noch 9:10, die Adler waren noch in Schlagweite, um sich den Relegationsplatz zwei durch einen Sieg zu ergattern.

Drei verschiedene Torhüter hüten den VfL-Kasten

Zu diesem Zeitpunkt hatte der VfL-Trainer schon einen Torwartwechsel angeordnet, Paul-Janis Twarz löste nach gut neun Minuten Sebastian Schulz ab. Weitere neun Minuten später revidierte er seine Entscheidung und schickte wieder Schulz auf die Platte. Das Torwart-Wechsel-Dich-Spiel fand mit der Einwechslung von Frank nach der Pause beim Stand von 12:19 schließlich seinen Höhepunkt.

Auf der anderen Seite entnervte SCM-Keeper Philip Ambrosius seine Gegenspieler mit einer Reihe von Paraden. „Der andere Torhüter hat alles gehalten und wir haben nichts gehalten“, ärgerte sich Frank über die eigene Torhüterleistung.

Körperliche Vorteile auf Seiten der Magdeburger

Doch auch im Rückraum hatte der Tabellenzweite Vorteile gegenüber Potsdam. Der gebürtige Premnitzer (Havelland) Alexander Saul warf elf Tore, der 2,12-Meter-Hühne Tomasz Gebala weitere vier. Dessen Bruder Maciej (4 Tore) – immerhin auch noch 2,02 Meter groß – war am Kreis ein ständiger Unruhestifter. Körperlich übertraf allerdings der nicht ganz austrainiert wirkende 2,17-Meter-Keeper Sven Mevissen die eigenen Kollegen. Er kam allerdings nur kurz zum Einsatz. „Magdeburg war von der körperlichen Präsenz, allein von den Körpermaßen, schon sehr präsent“, sagte Deffke.

So kam es auch in der zweiten Halbzeit nicht zu einer Aufholjagd, auch wenn der sportliche Leiter Alexander Haase den Zuschauern in einer kurzen Halbzeitansprache „es ist immer alles möglich“ zurief. Die beste Chance bot sich beim Stand von 20:27 (43. Minute). Doch in Überzahl kassierten die Potsdamer zwei Tore und erzielten kein eigenes. „Wir haben Lehrgeld gezahlt“, sagte Deffke nach dem Spiel vor 789 Zuschauern in der MBS-Arena.

Am Sonntag folgt das nächste Spitzenspiel

Die mögliche Relegation wollte der Trainer bei drei Punkten Rückstand auf Magdeburg noch nicht ganz abhaken. Allerdings müssen die Potsdamer am Sonntag (17 Uhr) zum schwerstmöglichen Gegner reisen: Tabellenführer Dessau-Roßlauer HV.

Von Stephan Henke

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