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Abschluss für den VfL Potsdam

Handball, 3. Liga Abschluss für den VfL Potsdam

Für die Drittliga-Handballer aus der Landeshauptstadt steht am Samstag gegen den Tabellenneunten SV Anhalt Bernburg (Start: 19 Uhr, MBS-Arena) das letzte Spiel der laufenden Saison auf dem Programm. Die Gefühlswelt von Trainer Jens Deffke und Kapitän Robert Weiß, die beide Abschied von den Adlern nehmen, ist dabei unterschiedlich.

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VfL-Rückraumspieler Robert Weiß (r.) bestreitet am Samstag die letzte Partie seiner Laufbahn.

Quelle: Julius Frick

Potsdam. Für sentimentale Gedanken ist kein Platz, das Augenmerk gilt pragmatischeren Dingen. „Wir haben noch eine Trainingswoche vor uns“, sagt Jens Deffke, der Trainer des Handball-Drittligisten 1. VfL Potsdam, „der die ganze Konzentration gilt.“ Doch auch wenn die sportliche Abschiedsvorstellung in Gedanken derzeit noch keine Rolle spielt: Für den Coach endet mit der Partie der Staffel Nord zu Hause gegen den SV Anhalt Bernburg (Start: 19 Uhr, MBS-Arena) auch seine vierjährige Amtszeit als Trainer des 1. Vereins für Leibesübungen. Auch Keeper Janis Twarz und Julius Dierberg, der Top-Torjäger der Staffel Nord, bestreiten beim Saisonfinale ihr letztes Spiel im Trikot der Adler.

Für ein Trio wird die Heimpartie gegen den Tabellenneunten aus dem Norden Sachsen-Anhalts sogar zum Schlussakkord ihrer Karriere: Sebastian Schulz, Robert Weiß und Daniel Deutsch beenden ihre aktive Laufbahn. „Nach dem Spiel werden die Akteure feierlich verabschiedet“, sagt VfL-Geschäftsstellenleiter Christian Barth. Ohnehin hat man sich etwas einfallen lassen für den letzten Spieltag: Ab 18 Uhr wird es ein buntes Rahmenprogramm geben mit Hüpfburg, Kinderschminken und der Handball-Disco, außerdem sollen Jugend-Mannschaften geehrt werden.

Pause für Jens Deffke denkbar

Mit Robert Weiß geht auch der VfL-Kapitän von Bord. „Ich denke, es wird eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Auf der einen Seite ist sicher auch Erleichterung dabei, weil ich mich mit vielen Verletzungen gequält habe, aber auch Wehmut, weil ich sehr lange Handball gespielt habe.“ Der 29-jährige Rückraumspieler hatte seine sportliche Karriere beim ThSV Eisenach begonnen und war im Sommer 2013 vom ESV Lok Pirna an die Havel gewechselt. Vor der laufenden Saison wurde er zum Kapitän des VfL-Teams gewählt. „Der Verein hat mir eine große Chance gegeben: Ich bin verletzt verpflichtet worden. Ich habe in den Jahren viele tolle Mitspieler kennengelernt“, sagt Weiß.

Parallel zur allerletzten Saisonphase wird beim VfL am Kader für die kommende Spielzeit gefeilt: „Es wird sich noch etwas tun“, sagt Barth zum Thema Personal für die kommende Spielzeit, in der Daniel Deutsch für Deffke an der Seitenlinie stehen wird. Und der bisherige Coach? „So wie es jetzt aussieht, werde ich eine Pause machen“, kündigt er an. Dann soll auch die emotionale Einordnung folgen: „Irgendwann, wenn die Saison vorbei ist“, sagt Deffke, „kann man auf die Zeit in Potsdam zurückblicken und ein Fazit ziehen.“

Von Lars Sittig

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