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Adler landen Big Point

Handball Adler landen Big Point

Handball-Drittligist VfL Potsdam hat am Freitagabend gegen den TSV Burgdorf mit 23:21 gewonnen. Damit verkürzte die Mannschaft von Trainer Jens Deffke den Rückstand auf den zweiten Tabellenplatz. Der Coach hatte in der letzten Spielminute einen besonderen Einfluss auf das Spiel genommen.

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Phil-Lukas Winter (l.) feierte sein Saisondebüt für den VfL Potsdam.

Quelle: Julius Frick

Potsdam. Am Sieg des VfL Potsdam hatte Trainer Jens Deffke am Freitagabend noch ein bisschen mehr Anteil als sonst. Beim Stand von 22:21 unterlief Kapitän Jan Piske 15 Sekunden vor dem Ende ein technischer Fehler. Die ganze Halle fürchtete, dass die Gäste vom TSV Burgdorf II noch einmal die Chance zum Ausgleich bekamen. Doch Deffke hatte vor dem Fehler bereits die Timeout-Karte gezogen – Ballbesitz Potsdam. Am Ende hieß es 23:21 (7:9) für die Potsdamer, die durch die Derby-Niederlage des SC Magdeburg II gegen den SV Anhalt Bernburg (26:30) den Abstand auf Platz zwei der 3. Handball-Liga verkürzten.

Wenig Tore zu Beginn

Doch bis dahin war es ein hartes Stück Arbeit für Deffkes Team. Die Deckung der Gäste rückte in der Anfangsphase der Partie immer wieder raus, sobald Potsdam ihre Angriffe auslösten. Dadurch hielten sie die Potsdamer weit vom Tor weg. Entsprechend wenig Tore fielen zu Beginn der Partie. Nach zwölf Minuten stand es 4:2 für den VfL Potsdam, nachdem die Zweitvertretung des Bundesligisten zunächst mit 2:0 in Führung gegangen war. Auch die beiden Torhüter trugen ihren Teil zur Torarmut der Partie bei. VfL-Linksaußen Julius Dierberg scheiterte gleich mehrmals mit freien Würfen an TSV-Keeper Jendrik Meyer. Und auch auf der Gegenseite parierte Sebastian Schulz mehrere Versuche, darunter einen Siebenmeter. „Die Torhüter haben dem Spiel ihren Stempel aufgedrückt“, resümierte Deffke.

Zwei-Tore-Rückstand zur Pause

Eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Adler-Kreisläufer Yannick Schindel knapp zwei Minuten vor der Pause brachte die Potsdamer dann ins Hintertreffen. Burgdorf gelangen zwei Tore kurz vor der Halbzeit, so dass die Gäste mit einer Zwei-Tore-Führung in die Kabine gingen (7:9).

Immer noch in Unterzahl kassierten die Potsdamer gleich zu Beginn der zweiten Hälfte das 7:10, wenig später sogar das 7:11. Doch Schulz knüpfte nahtlos an seine Leistung der ersten Hälfte an und hielt sein Team mit mehreren Paraden im Spiel, während seine Vorderleute einen 3:0-Lauf zum 10:11 starteten (35. Minute). Zwei Minuten später gelang VfL-Spielmacher Yannik Münchberger in Unterzahl sogar der 12:12-Ausgleich. Und die Potsdamer blieben dran, verwandelten einen erneuten Rückstand mit einem 4:0-Lauf in eine 16:13-Führung (42.).

Tobias Frank fasst sich ein Herz

Doch nach einem Timeout von Gäste-Trainer Heidmar Felixson verkürzte dessen Team zunächst wieder den Abstand auf 16:17 (50.). Und gut eineinhalb Minuten vor Schluss schafften die Gäste sogar den 21:21-Ausgleich in Unterzahl. In der entscheidenden Phase nahm sich Tobias Frank ein Herz und setzte einen Wurf aus dem Rückraum ins Netz. Und auf der Gegenseite erahnte Sebastian Schulz die Ecke richtig und hielt den Ein-Tore-Vorsprung 40 Sekunden vor dem Ende fest, bevor sein Trainer die wichtige Auszeit nahm. „Das war sicher nicht unser schönstes Spiel. Aber es zeichnet uns aus, dass wir auch so ein Spiel gewinnen“, sagte Piske nach der Partie.

Von Stephan Henke

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