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Schwarz und Weiß bilden die Adler-Abwehr

Handball, 3. Liga Schwarz und Weiß bilden die Adler-Abwehr

In der Kabine läuft „Black or White“ von Michael Jackson, wenn Christian Schwarz oder Robert Weiß vom Handball-Drittligisten VfL Potsdam ihren Musikwunsch äußern. Die beiden bilden bei den Adlern jedoch nicht nur musikalisch ein gutes Pärchen, im Innenblock setzen sie den gegnerischen Angreifern zu, so wie am Freitag (19.30 Uhr, MBS-Arena) gegen Eintracht Hildesheim.

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Christian Schwarz (l.) und Robert Weiß bilden den Innenblock beim VfL Potsdam.

Quelle: Julian Stähle

Potsdam. Wenn in der Potsdamer Kabine Michael Jacksons „Black or White“ erklingt, dann waren wieder Christian Schwarz und Robert Weiß an der Anlage. „Darauf haben wir bestanden, dass wir unser Lied bekommen“, sagt Weiß. „Wir sagen schon, macht das mal an, so steigt auf jeden Fall die Stimmung“, erzählt Schwarz. Auch Oliver Pochers Fußball-Hymne „Schwarz und Weiß“ wird beim Handball-Drittligisten aufgelegt. Die Scherze über ihre Namen seien „der Running Gag“ im Team, erzählt Weiß.

Schwarz: „Hinten kannst du auch mal richtig zupacken“

Doch nicht nur musikalisch ergänzen sich Schwarz und Weiß hervorragend, beide bilden auch den massiven Innenblock der VfL-Abwehr. So wie am Freitag (19.30 Uhr, MBS-Arena), wenn Zweitliga-Absteiger Eintracht Hildesheim nach Potsdam kommt. Die Aufgabenteilung ist dabei klar: Weiß ist der Abwehrchef, steht, im Gegensatz zur vergangenen Saison, nur in der Defensive auf der Platte. „Die Abwehrarbeit liegt mir schon mein ganzes Handballer-Leben am besten. In Eisenach hab ich mit 17 Jahren in der Bundesliga schon ausschließlich Abwehr gespielt. Im Angriff bin ich mit meiner mangelnden Körpergröße auch etwas begrenzt“, erzählt der 1,92-Meter-Mann. Schwarz spielt auch in der Offensive und sagt: „Ich mache eigentlich beides gerne. Vorne machst du die Tore, hinten kannst du auch mal richtig zupacken.“

Deffke: „Hildesheim ist die Topmannschaft der Liga“

Für VfL-Trainer Jens Deffke ist die Rollenverteilung vor dem Duell gegen Zweitliga-Absteiger Eintracht Hildesheim eindeutig.

„Hildesheim ist von der individuellen Klasse die Topmannschaft der Liga. Das ist ein Zweitligakader“, sagt der Coach des Handball-Drittligisten über den Gegner am Freitag (19.30 Uhr, MBS-Arena).

Allerdings sieht der Trainer sein Team, das beide Heimspiele der Saison gewonnen hat, nicht chancenlos gegen den Tabellenzehnten.

„Wir brauchen uns trotzdem nicht zu verstecken, wir spielen zu Hause und haben gezeigt, dass wir gegen die Topmannschaften der Liga Möglichkeiten haben“, erklärt der 40-Jährige, der personell noch Sorgen hat.

Nach der Partie lädt der Tabellenvierte zur ersten VfL-Handballdisco dieser Saison ins „Wandel“ direkt neben der Arena.

Das kann auch Weiß. „Man muss das Mitleid mit seinem Gegenspieler ein bisschen ablegen und das machen, wo andere zögern“, sagt der Physiotherapeut. Als Chef der Defensive gibt er die Anweisungen, im Videostudium über den Gegner konzentriert er sich ausschließlich auf die Angriffe des kommenden Kontrahenten. „Es gehört dann auch ganz viel Instinkt dazu und zu antizipieren, was der andere vorhat“, sagt er.

Den Mitspielern glühen die Ohren, wenn beide ihre Anweisungen brüllen

In Schwarz hat er dabei einen neuen Partner. „Das ist ein gutes Duo, sie harmonieren von ihren Bewegungen und wie sie miteinander arbeiten. Sie haben sich sehr schnell gefunden“, sagt Trainer Jens Deffke über seinen Innenblock. Schließlich wechselte Schwarz erst vor dieser Saison nach Potsdam. „Christian hat in Bad Schwartau schon ganz viel Abwehr gespielt, wir ergänzen uns sehr gut. Und wo der steht, steht auch kein anderer“, sagt Weiß über den Neuzugang. Kreisläufer Schwarz ist noch einmal drei Zentimeter größer als sein Nebenmann Weiß, wiegt 120 Kilogramm und ähnlich kommunikativ wie Weiß. „,Pisi’ hat nach dem Altenholz-Spiel gesagt, ihm glüht das linke Ohr“, erzählt Weiß über Kapitän Jan Piske, der rechts neben Schwarz in der Abwehr agiert.

Potsdam stellt die viertbeste Abwehr der Liga

Doch das zahlt sich offensichtlich aus. Der VfL hat nach Dessau-Rosslau (ein Spiel weniger) sowie TSV Burgdorf II und SV Anhalt Bernburg die viertbeste Abwehr der Liga. „Die alte Faustregel lautet ja: Spiele gewinnt die Abwehr“, sagt Weiß.

Bis vor kurzem gab es in der 3. Liga sogar noch ein zweites Schwarz-Weiß-Duo, allerdings an der Pfeife. Doch Stephan Schwarz und Frank-Joachim Weiß haben inzwischen ihre Karriere beendet, ein Treffen mit ihren Namensvettern wird es künftig also nicht geben. Am Freitag pfeifen Lars Baganz und Hilger Donat die Partie gegen Hildesheim. Christian Schwarz und Robert Weiß werden dann wieder zupacken.

Von Stephan Henke

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