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Desolate Adler verlieren gegen Flensborg

Handball, 3. Liga Nord Desolate Adler verlieren gegen Flensborg

Enttäuschende Leistung von den Handballern des 1. VfL Potsdam: Bei der 24:28-Heimniederlage gegen den Drittligakonkurrenten DHK Flensborg gelingt den Adlern vor allem in der zweiten Halbzeit sehr wenig. Durch die Pleite rutschten die Potsdamer vom zweiten auf den dritten Tabellenplatz ab. Linksaußen Julius Dierberg fand anschließend deutliche Worte.

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Der siebenfache VfL-Torschütze Julius Dierberg.

Potsdam. Jens Deffke ließ sich Zeit für seine Analyse. „Nach so einer zweiten Halbzeit“, sagte der Trainer des VfL Potsdam nach reiflichem Überlegen, „fällt es schwer, etwas Positives zu finden.“ Der Coach des Handball-Drittligisten war sichtlich unzufrieden mit der Leistung seines Teams, das am Samstagabend vor 673 Zuschauern in der MBS-Arena mit 24:28 (12:11) gegen DHK Flensborg verloren hatte.

Im ersten Abschnitt konnten die Potsdamer das Geschehen noch ausgeglichen gestalten. Nach dem 3:2 (8. Minute) durch Julius Dierberg, der mit sieben Toren der beste VfL-Schütze war, gerieten die Adler bis zur Pause (12:11) nicht mehr in Rückstand. Doch schon in dieser Phase ließen die Gastgeber einige Chancen liegen. Jeweils einen Siebenmeter verwarfen Dierberg und Spielmacher Yannik Münchberger, der die übrigen drei Versuche verwandelte. Zudem offenbarte die Deckung um Abwehrchef Robert Weiß ungewohnte Lücken und bekam kaum Zugriff auf die Angreifer der Norddeutschen, die als Tabellensechster angereist waren. „Wir konnten den Ausfall von Christian Schwarz nicht kompensieren“, kommentierte Deffke die Defensivleistung seiner Mannschaft. Der Kreisläufer hatte sich beim 30:30 in der Vorwoche bei Eintracht Hildesheim verletzt. Ob er am kommenden Samstag (19 Uhr) beim Derby bei den Füchsen Berlin II auflaufen kann, steht noch nicht fest.

Erfahrene Rückraumspieler erwischen gebrauchten Tag

Im zweiten Abschnitt riss dann endgültig der Faden bei den Potsdamern, die durch die Niederlage auf Rang drei abrutschten. Deffke wechselte schon früh die erfahrenen Daniel Deutsch und Jan Piske aus, die beide einen gebrauchten Tag erwischt hatten. Dafür stellte der Coach mal den eigentlichen Linksaußen Dierberg, mal Youngster Phil-Lukas Winter oder Tobias Frank in den Rückraum. Auch Lukas Schönebeck, der zuvor mit der A-Jugend in der Bundesliga ein 30:24 gegen den TSV Anderten schaffte, kam zeitweise am Kreis zum Einsatz. Doch auch die Youngster konnten das Ruder nicht mehr rumreißen, die Flensburger setzten sich kontinuierlich ab und führten teilweise mit acht Toren. „Wenn man sieht, wie beschissen wir gespielt haben und trotzdem nur mit vier Toren verlieren, dann ist das umso ärgerlicher“, nahm Dierberg nach der Partie kein Blatt vor den Mund.

Von Stephan Henke

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