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Doppelter Neuanfang für VfL-Neuzugang Matti Spengler

Handball, 3. Liga Doppelter Neuanfang für VfL-Neuzugang Matti Spengler

Der Spielmacher vom Potsdamer Handball-Drittligisten hat sich im Sommer nicht nur sportlich neu orientiert. Im Heimspiel gegen die Reserve der SG Flensburg-Handewitt strebt der 21-jährige ehemalige Spieler der Füchse Berlin den ersten Heimsieg für seinen neuen Verein an, von dem er schnell überzeugt war.

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Matti Spengler (l.) will im anstehenden Heimspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt II seinen ersten Heimsieg im Trikot des VfL Potsdam feiern.

Quelle: Foto: Julius Frick

Potsdam. Bevor am Donnerstagabend die nächste Trainingseinheit mit dem Handball-Drittligisten VfL Potsdam auf dem Programm stand, ging es für Matti Spengler zunächst einmal in die Universität – im Studienbüro in Berlin standen organisatorische Dinge auf dem Plan. „Mit meinem Business-Administration-Studium an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin war ich nicht so zufrieden“, erläutert der 21-Jährige. „Ich werde zukünftig Wirtschaftspädagogik und Sport auf Lehramt studieren.“

Im sportlichen Bereich entschied sich Spengler ebenfalls zu einem Neuanfang. Nach insgesamt drei Jahren bei den Füchsen Berlin schloss er sich im Sommer den Handballern des VfL Potsdam an und unterschrieb beim Team von Trainer Jens Deffke einen Vertrag über zwei Jahre. „Es war für mich klar, dass ich nach meinem zweiten Jahr bei der Füchse-Reserve in eine erste Männermannschaft gehen möchte. Von Potsdam war ich dann relativ schnell überzeugt“, sagt der Berliner, der in seiner Freizeit gerne Tischtennis spielt. „Ich habe zunächst mit Bob Hanning gesprochen und uns war beiden klar, dass es mit Potsdam passen könnte. Eine Woche später habe ich mich dann mit dem sportlichen Leiter Alexander Haase getroffen und die Sache war sehr schnell klar.“

In einem Team mit Bundesliga-Spieler Paul Drux

Das Handball-ABC erlernte Spengler beim BFC Preussen. 2013 wechselte er nach dem Ablegen des Abiturs dann im letzten A-Jugend-Jahr zu den Füchsen. „Es gab vorher schon oft Kontakt, aber das hatte mit der Schule nicht gepasst“, erinnert sich Spengler. Mit dem stark besetzten Kader, dem unter anderem der heutige Bundesliga-Spieler Paul Drux angehörte, sicherte man sich die Deutsche Meisterschaft. In diesem Jahr habe Spengler „sehr viel gelernt, gerade von Bob Hanning“.

Realistische Werderaner wollen sich gegen Aurich gut verkaufen

Zum fünften Spiel der Drittliga-Saison 2016/17 empfängt der HV Grün-Weiß Werder am Sonnabend (19 Uhr, Sporthalle Ernst Haeckel Gymnasium) den OHV Aurich.

„Wir bleiben realistisch und wollen uns gut verkaufen“, gibt Silvio Krause, Trainer der Blütenstädter, die Marschroute vor dem Spiel gegen den aktuellen Tabellenfünften aus Niedersachsen aus, der laut Krause von der Kaderzusammenstellung eigentlich ein Zweitligist sein könnte.

Die Auricher konnten bislang drei ihrer vier Saisonspiele für sich entscheiden und setzten sich in heimischer Halle unter anderem gegen den VfL Potsdam durch (26:25).

„Für uns ist es wichtig, dass wir uns weiterentwickeln und uns von Spiel zu Spiel verbessert zeigen“, sagt HV-Coach Krause, der das Team erstmals in der Vereinsgeschichte in die dritte Liga führte und dort nach bislang vier Niederlagen noch auf den ersten Punktgewinn wartet.

Nachdem Werder den Mecklenburger Stieren Schwerin im letzten Heimspiel deutlich unterlag (15:33), wollen Krause und sein Team jetzt „Wiedergutmachung“ betreiben.

Personell sind die Werderaner wieder etwas besser aufgestellt als in den Vorwochen.

Lucas Schönebeck (Innenbandriss im Knie) und Marius Hoffmann (nach Knieoperation) stehen allerdings weiter nicht zur Verfügung.

In den folgenden zwei Spielzeiten wurde er ein fester Bestandteil der Reservemannschaft des Hauptstadtclubs, die wie der VfL Potsdam in der dritten Liga spielt. „Ich hatte viel Spaß in der Mannschaft und konnte in Länderspielpausen auch bei den Profis mittrainieren. Da hat mich vor allem Bartlomiej Jaszka beeindruckt, der seine Karriere inzwischen verletzungsbedingt leider beenden musste.“

Matti Spengler erwartet „ebenbürtigen Gegner“

Mit seinen Erfahrungen und Erlebnissen will Spengler jetzt dem Potsdamer Team weiterhelfen. „Wir sind sehr froh, dass wir ihn verpflichten konnten. Er ist ein richtig guter Teamplayer und gibt uns sehr viel Qualität“, lobt VfL-Coach Deffke seinen Schützling. Auf diese Qualität wird es auch am Sonntag (16 Uhr, MBS-Arena) gegen die auf Tabellenplatz vier liegende Reserve der SG Flensburg-Handewitt ankommen. Dann wollen die VfL-Akteure (Rang neun) nach zuletzt zwei Niederlagen zurück in die Erfolgsspur und streben den ersten Heimsieg der Spielzeit 2016/17 an. „Flensburg ist ein starker, unbequemer Gegner. Trainer Till Wiechers leistet dort hervorragende Arbeit“, sagt Deffke. Er hofft, dass sich sein Team für „die Arbeit und den Fleiß“ mit einem Sieg belohnt und vor heimischer Kulisse die „ersten zwei Punkte einfährt“. Bis auf den weiter fehlenden Linksaußen Caspar Jacques (Bandscheibenvorfall) kann der 41-Jährige dabei aus dem Vollen schöpfen.

Matti Spengler erwartet einen „ebenbürtigen Gegner, der eine offensive Deckung“ spielt. Nichtsdestotrotz will er unbedingt seinen ersten Heimsieg im VfL-Trikot feiern und den dritten Saisonerfolg einfahren. Das Zusammenspiel mit seinen neuen Teamkollegen, die ihn „sehr gut aufgenommen“ haben, klappe immer besser – das macht Hoffnung auf eine erfolgreiche Zeit nach dem Neuanfang für Matti Spengler.

Von Mirko Jablonowski

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