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Erneuter Rückschlag für den VfL Potsdam

3. Liga Handball, VfL Potsdam Erneuter Rückschlag für den VfL Potsdam

Duplizität der negativen Ereignisse: 22:23 verlor der Handball-Drittligist VfL Potsdam vor einer Woche das Prestigeduell gegen den Oranienburger HC, am Sonntag führte wiederum ein Gegentreffer zu viel zur erneuten Heimniederlage. 31:32 (19:16) hieß es vor 718 Zuschauern in der MBS-Arena gegen die routinierte Truppe vom VfL Fredenbeck.

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Christian Schwarz unterlag mit dem VfL erneut knapp .

Quelle: Julius Frick

Potsdam. Duplizität der negativen Ereignisse: 22:23 verlor der VfL Potsdam vor einer Woche das Prestigeduell gegen Oranienburg, am Sonntag führte wiederum ein Gegentreffer zu viel zur erneuten Heimniederlage. 31:32 (19:16) hieß es vor 718 Zuschauern in der MBS-Arena gegen die routinierte Truppe vom VfL Fredenbeck.

Co-Trainer Alexander Schmidt diesmal ohne Einsatz

VfL-Co-Trainer Alexander Schmidt fehlte im Gegensatz zum Spiel gegen Oranienburg als Akteur auf der Mannschaftsliste.

Mit Nils Gugisch stand wieder ein Rechtsaußen zur Verfügung. Der 19-Jährige fehlte in dieser Saison schon mehrfach (Knieprobleme, Grippe). Zuletzt hatte er eine Einblutung und Wasser in der Netzhaut. „Ich habe das Auge mit Cortison-Tropfen wieder hingekriegt“, sagte er.

Nach seiner Platzwunde am Kopf war Ridha Trabelsi wieder einsatzfähig.

Von immer noch mehreren verletzten Akteuren dürfte bis Freitag keiner fit werden. Dann empfängt der VfL um 19.30 Uhr in der Heinrich-Mann-Allee die Mecklenburger Stiere Schwerin.

Der Gastgeber fing sich nach schwachem Start (1:5/6.). Vor allem Regisseur Daniel Deutsch, der rackernde Matti Spengler sowie Rechtsaußen Nils Gugisch zeigten sich quicklebendig. Gugisch machte es ganz frech. Fünf Versuche, fünf Tore gelangen dem 19-jährigen Linkshänder bis zur Pause. Deutsch machte es ihm mit ebenfalls fünf Treffern aus der Distanz gleich.

Bis zum Halbzeitpfiff schien alles in Butter. Überrascht hatte bis dahin nur, wie leicht die Gäste zu einigen Toren gekommen waren. Ausgerechnet VfL-Abwehrchef Robert Weiß hatte einen gebrauchten Tag erwischt und verließ noch vor dem Pausenkommando die Spielfläche. „Ich hatte keinen Zugriff auf das Geschehen“, sagte der Potsdamer Kapitän, „ich war ungeduldig und übermotiviert“.

Nils Gugisch vergibt möglichen Ausgleich

Keine guten Aussichten für den zweiten Durchgang. Das Geschehen drehte sich. Die VfL-Abwehr agierte zu brav, und im Angriff ging allmählich die Puste aus. 21:23 hieß es nach 42 Minuten. Die Potsdamer gingen viel zu vorsichtig in der Deckung zu Werke. Die erste Zeitstrafe handelten sie sich erst nach 43 Minuten ein (Christian Schwarz). Der Fredenbecker Spiellenker Maciek Tluczynski wunderte sich: „Der Gegner hat viel zugelassen.“ Kaum ein Havelstädter kam dem Ballvirtuosen, der sechs Tore erzielte, ins Gehege.

Der VfL drückte noch einmal auf den Alarmknopf, beim 26:26 nach 50 Minuten schien alles möglich. Dem Gastgeber fehlte die zweite Luft, mit den verletzten Yannik Münchberger und Jan Piske fehlten treibende Kräfte. Der sonstige Torgarant Julius Dierberg wurde kaum ins Spiel eingebunden.

Ex-Potsdamer Maciek Tluczynski mit erfolgreicher Rückkehr

Bei mehreren Youngstern im Team reichte die Konzentration nicht, auch nicht beim talentierten Gugisch. In der letzten Sekunde konnte er ausgleichen, doch sein Wurf verfehlte das Ziel. „Den muss man reinmachen“, stöhnte der Rechtsaußen, der dreimal mit den Füchsen deutscher Meister im Nachwuchs war, bei der Telekom ein Praktikum absolviert und im Januar eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann aufnimmt. „Uns fehlte die Kraft“, resümierte der Jungspund, der nach Fehlwurf und Abpfiff noch lange auf dem Hosenboden sitzen blieb.

Lautstark ging es in der Kabine von Fredenbeck zu. „Nach Potsdam komme ich immer wieder gern“, sagte der 33-jährige Tluczynski. 2007 war er mit den Havelstädtern aus der 2. Bundesliga abgestiegen. In Fredenbeck hat er in sechs Jahren das Glück gefunden, verdient die Kohle als Bürokaufmann und hat mit der Familie ein Haus erworben.

Von Detlef Braune

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