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Fabian Wiede beißt im Ostderby auf die Zähne

Handball, Füchse Berlin Fabian Wiede beißt im Ostderby auf die Zähne

In der Handball-Bundesliga steht am Mittwochabend ein Ostderby an. Die Füchse Berlin empfangen den SC DHfK Leipzig. Die Hauptstädter wollen als Dritter gegen den Fünften unbedingt siegen – mit dem verletzten Fabian Wiede. Warum er trotzdem spielt, sagt er selbst.

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Im Moment zwar nicht im Vollbesitz seiner Kräfte, aber trotzdem wertvoll für die Bundesliga-Handballer der Füchse Berlin: Fabian Wiede.

Quelle: dpa

Berlin. Es ist eine merkwürdige Situation für Fabian Wiede. Obwohl der Bundesliga-Handballer der Füchse Berlin seit vergangener Woche weiß, dass er an seiner linken Schulter operiert werden muss, steht er weiter auf der Platte. „Das ist für mich aber kein Problem. Ich will der Mannschaft bis zum Eingriff helfen“, sagt der Bad Belziger. Nachdem eine MRT-Untersuchung eine Verletzung des Labrums, einer Knorpellippe im Schultergelenk, ergab, war klar, dass eine konservative Behandlung nicht ausreicht. „Ich hatte danach viele Gespräche mit verschiedenen Ärzten und Bob Hanning. Würde ein Risiko bestehen, dass mehr kaputt gehen kann, hätten wir sofort operieren lassen“, bekräftigt Wiede.

OP-Termin am 12. Dezember

Da mit Kent Robin Tönnesen (soll im Januar wieder einsteigen) im rechten Rückraum bereits ein weiterer wichtiger Spieler der Füchse langfristig ausfällt, hat man sich dafür entschieden, dass Wiede erst am 12. Dezember operiert wird und bis dahin weiter auf Torejagd geht. Somit soll die Zeit in der beide Akteure fehlen, gering gehalten werden. Maximal sechs Pflichtspiele (Bundesliga und EHF-Pokal) steht der 22-jährige Europameister und Clubweltmeister seinem Team noch zur Verfügung. „Ich habe mir die Verletzung am 28. September zugezogen, dann zwei Spiele pausiert und danach unter Schmerzen gespielt.“

Duell mit Marvin Sommer

So wird es auch im Ostderby am Mittwoch gegen den SC DHfK Leipzig (20.15 Uhr, Max-Schmeling-Halle) sein. „Das wird für uns eine sehr, sehr schwere Aufgabe“, weiß der 1,94 Meter große und wurfgewaltige Wiede. Seine Abschlussstärke kann er aufgrund seiner Verletzung aber kaum ausspielen. „Ich bin beeinträchtigt. Das wissen die Gegner und gehen mich nicht mehr so aggressiv an. Da muss ich mir andere Lösungen einfallen lassen und mit umgehen können“, erläutert Wiede. Leipzig hält er für einen starken Gegner, den man keinesfalls unterschätzen dürfe. Nach dem Unentschieden in der Bundesliga gegen den SC Magdeburg – wollen die Füchse wieder doppelt punkten. Wiede freut sich vor allem auf das Duell mit dem Leipziger Marvin Sommer, der wie er aus Bad Belzig kommt und früher ebenfalls für den VfL Potsdam aktiv war. „Wir sind beide froh, uns bei einem Erstligisten durchgesetzt zu haben und haben ein gutes Verhältnis“, sagt der gelernte Bankkaufmann.

Die WM findet ohne Wiede statt

Mit Blick auf die rund sechsmonatige Pause, die ihm nach seiner Operation droht, steckt Wiede den Kopf nicht in den Sand. „Verletzungen gehören zum Sport dazu. Das ist ärgerlich, aber kein Weltuntergang.“ Dass Wiede die im Januar in Frankreich stattfindende Weltmeisterschaft verpasst, „ist natürlich ärgerlich. Ich hätte mit dem Team gerne an die jüngsten Erfolge angeknüpft“.

Zu den Spekulationen, dass Erfolgs-Bundestrainer Dagur Sigurdsson seine Tätigkeit beim DHB eventuell schon im Januar beendet, gibt sich der Linkshänder diplomatisch. „Ich kenne ihn ja aus gemeinsamen Zeiten in Berlin und habe ihm viel zu verdanken. Er ist ein sehr guter Trainer und deshalb zurecht auf der ganzen Welt begehrt. Wir hoffen natürlich alle, dass er bleibt. Letztendlich muss aber jeder für sich persönlich wissen, was er will.“

Von Mirko Jablonowski

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