Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Matthias Frank als neuer Einpeitscher beim VfL

Handball, 3. Liga Matthias Frank als neuer Einpeitscher beim VfL

Im vergangenen Sommer verlängerte Torhüter Matthias Frank seinen Vertrag beim Handball-Drittligisten aus Potsdam nicht. Bei den Heimspielen seiner ehemaligen Teamkollegen ist der 25-Jährige dennoch vor Ort und unterstützt die Mannschaft von Trainer Jens Deffke als Hallensprecher. Komplett beendet hat er seine aktive Laufbahn zudem auch noch nicht.

Voriger Artikel
VfL Potsdam feiert in Braunschweig Start-Ziel-Sieg
Nächster Artikel
Yannik Münchberger führt VfL zum Sieg

Mit Feuereifer dabei: Matthias Frank als Hallensprecher..

Quelle: Sylvia Göres

Potsdam. Sich die Spiele seiner ehemaligen Kollegen vom VfL Potsdam als Zuschauer von der Tribüne in der MBS-Arena anzuschauen, konnte sich Matthias Frank nur vorstellen. Bis zum vergangenen Sommer stand er im Tor des Handball-Drittligisten, entschied sich dann aufgrund eines berufsbegleitenden Studiums, seinen Vertrag nicht zu verlängern und das Kapitel VfL Potsdam zu beenden. „Das war rückblickend die richtige Entscheidung“, sagt der 25-Jährige heute.

Ganz gelöst hat er die Verbindung zu seinem ehemaligen Verein aber nicht. Frank engagiert sich bei Heimspielen der Adler als Hallensprecher und hat eine neue Passion gefunden. Als „Megaspaß“ bezeichnet er es, wenn er die Fans anpeitscht und die Halle zum Kochen bringt. „Mein Mitbewohner Sven Keck hatte mich angesprochen und erzählt, dass der etatmäßige Hallensprecher verhindert ist“, berichtet der gebürtige Hennigsdorfer (Oberhavel), der 2005 in die siebte Klasse der Potsdamer Sportschule wechselte und schon mit 17 Jahren in der zweiten Liga zwischen den Pfosten stand.

Werder gastiert in Fredenbeck

Die Handballer des HV Grün-Weiß Werder sind am Sonnabend (19.30 Uhr) beim VfL Fredenbeck gefordert.

Beim Tabellenvierten will das punktlose Schlusslicht an die Leistung vom vergangenen Heimauftritt gegen den HSV Hamburg (19:23) anknüpfen.

„Fredenbeck ist ungefähr auf dem Niveau des HSV – es erwarten uns also ähnliche Verhältnisse. Da wir aber auswärts antreten, wird es noch eine Nummer schwerer“, weiß Silvio Krause.

Der zuletzt fehlende Tobias Frank steht seit Montag wieder im Training, Nils Jürschke soll am Mittwoch zurückkehren.

Da Marcus Boljahn, der eigentliche Hallensprecher der Handballer, auch die Ansagen beim Basketball-Zweitligisten RSV Eintracht Stahnsdorf macht und es in dieser Spielzeit oft zu Überschneidungen im Spielplan beider Clubs kommt, hat Frank sich der Sache angenommen. Die Sonntagsspiele seiner alten Mitspieler hat die ehemalige Identifikationsfigur fest eingeplant. „Meine Veranstaltungen in der Uni sind Freitagabend und am Sonnabend – das passt“, so der Student der Betriebswirtschaftslehre, der unter der Woche als Assistent der Geschäftsführung der Energie und Wasser Potsdam GmbH arbeitet

Frank: „Mir macht es Spaß, mich auch mal zum Appel zu machen“

In seine neue Rolle am Spielfeldrand hat er sich, trotz gemischter Gefühle im Vorfeld, nach zwei Heimspielen gut eingefuchst. „Mir macht es Spaß, mich auch mal zum Appel zu machen. Vor allem geht es aber darum, das Publikum zu animieren und dafür zu sorgen, dass es die Mannschaft nach vorne treibt. Zudem sehe ich meine alten Kumpels und kann sie weiter unterstützen“, erläutert der gelernte Industriekaufmann. Im Heimspiel gegen Flensburg-Handewitt II (30:29) hat das bestens geklappt. Für sein Engagement am Spielfeldrand bekam Frank ein Extralob von Ex-Trainer Jens Deffke. „Es ist schön zu sehen, dass sich ehemalige Spieler für den Verein engagieren. Das ist ein Baustein des Erfolgs.“

Steigerungsbedarf sieht Frank bei den „einleitenden, formellen Worten“, vor der Partie. „Daran muss ich feilen.“ Bei strittigen Entscheidungen oder hitzigen Szenen auf dem Parkett muss er sich zudem manchmal auf die Zunge beißen, um nicht zu emotional zu reagieren. Da steckt in ihm noch zu viel Handballer.

Auf Torejagd beim SC Trebbin

Ganz beendet hat er seine aktive Laufbahn ohnehin nicht. Gemeinsam mit Sven Keck, beim VfL Vereinskoordinator, geht er für den SC Trebbin in der Verbandsliga Nord auf Torejagd – als Feldspieler. „Das macht mir auf jeden Fall Spaß und ist eine Herausforderung. Das nötige Spielverständnis muss sich aber noch entwickeln“, berichtet der gelernte Torhüter. In Trebbin agiert er im halblinken Rückraum, musste zuletzt aber zwischen den Pfosten aushelfen. „Nach drei, vier Monaten Pause musste ich mich da erst einmal wieder reinfinden, kam aber schnell zurecht.“

Für den kommenden Sonntag (16 Uhr) erwartet Frank in der dritten Liga wieder eine enge Partie. Der VfL empfängt als Tabellensechster (8:4 Punkte) den Zwölften Flensborg (6:8). „Das ist eine Wundertüte. In der vergangenen Saison haben wir bei Flensborg gewonnen, aber zu Hause eine Niederlage kassiert“, erinnert sich Frank. Dafür wollen sich die Landeshauptstädter revanchieren und den Anschluss an das obere Tabellendrittel nicht verlieren. Matthias Frank wird am Mikrofon wieder alles geben und will seinen Teil zum dritten Sieg in Folge beitragen.

Von Mirko Jablonowski

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus VfL Potsdam
VfL-Kader 2016 / 2017