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Münchberger: Comeback des VfL-Schwungrads

Handball, 3. Liga Münchberger: Comeback des VfL-Schwungrads

Mit der Einwechslung von Yannik Münchberger dreht der VfL Potsdam das Spiel gegen SV Anhalt Bernburg zu einem souveränen 34:24-Sieg. Der 19-Jährige steuert dabei zehn Tore bei – fünf per Siebenmeter. Damit festigte der VfL seinen 3. Platz in der 3. Liga Nord. Auf Seiten des Gegners glänzte vor allem der Sohn eines ehemaligen VfL-Keepers mit sechs Treffern.

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Yannik Münchberger (r.) gelangen zehn Tore für den VfL Potsdam, davon fünf per Siebenmeter.

Quelle: Julius frick

Potsdam. Über seine eigene Leistung wollte Yannik Münchberger nicht reden, das übernahmen seine Kollegen vom VfL Potsdam. „Es ist sehr wichtig, dass er wieder fit ist“, meinte Keeper Sebastian Schulz, Trainer Jens Deffke bezeichnete ihn als „belebendes Element für den Angriff“. Und der Abwehrchef des Handball-Drittligisten, Robert Weiß, sprach nach der Zehn-Tore-Gala von Münchberger davon, dass es „auch im Training richtig eklig ist, gegen ihn zu spielen, weil er so klein und schnell ist“. Münchberger hatte beim 34:24 (17:10) gegen SV Anhalt Bernburg sein Comeback nach einem Bänderanriss im linken Sprunggelenk gegeben und war sofort das Schwungrad beim VfL.

Zunächst legten die Potsdamer allerdings einen Fehlstart hin. 0:4 stand es nach gut sieben Minuten, da schickte Deffke seinen Spielmacher auf die Platte. Beim Stand von 3:6 drehte Münchberger auf und glich mit drei Toren zum 6:6 (14. Minute) aus, zwei davon per Siebenmeter. Der VfL warf bis zum 9:6 sechs Tore in Folge, Münchberger legte noch einen weiteren Treffer nach. „Der 6:0-Lauf tat uns gut, danach hat fast alles geklappt“, meinte Münchberger. Anschließend zog Bernburg-Coach Christian Poehler entnervt seine erste Timeout-Karte (17.).

Sohn von Ex-Keeper Gabor Pulay spielt bei Bernburg

Doch auch davon ließ sich der Tabellendritte aus Potsdam nicht aus dem Konzept bringen, sie hatten nun Fahrt aufgenommen und waren vor 737 Zuschauer in der MBS-Arena absolut spielbestimmend, so dass sie mit einer souveränen 17:10-Führung in die Kabine gingen. Auch in der zweiten Hälfte kamen die Gäste nicht mehr zum Zug. Gabor Pulay junior, Sohn des Ex-VfL-Keepers, war mit seinen insgesamt sechs Treffern (fünf Siebenmeter) bester Werfer für die Gäste. Beim VfL erwies sich neben dem 19-jährigen Münchberger auch Daniel Deutsch (7) als treffsicher.

„Das war eine Trotzreaktion nach der Niederlage gegen den Tabellenführer“, sagte Robert Weiß süffisant in Anspielung auf die Niederlage am Spieltag zuvor gegen den Tabellenletzten Usedom. Dass allerdings jetzt zwei Wochen spielfrei ist, käme unpassend. „Pausen tun uns nicht gut“, meinte Weiß. Wobei Münchberger diesem Umstand etwas abgewinnen konnte: „Da können die angeschlagenen und kranken Spieler sich wieder erholen.“

Von Stephan Henke

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