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Neuer Job an alter Wirkungsstätte

Handball, 3. Liga Neuer Job an alter Wirkungsstätte

Am Freitag (19.30 Uhr) steht für die Drittliga-Handballer des VfL Potsdam ein ganz besonderes Heimspiel auf dem Programm. Gegen die Mecklenburger Stiere Schwerin (Tabellensiebter) geht es für die Adler nicht wie gewöhnlich in der MBS-Arena, sondern in der Sporthalle Heinrich-Mann-Allee zur Sache. „Das ist schon eine besondere Situation“, erklärt Alexander Schmidt.

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Als Rechtsaußen, wie hier 2011 gegen Hildesheim, absolvierte Alexander Schmidt in der Sporthalle Heinrich-Mann-Allee zahlreiche Partien.

Quelle: Olaf Möldner

Potsdam. Am Freitag (19.30 Uhr) steht für die Drittliga-Handballer des VfL Potsdam ein ganz besonderes Heimspiel auf dem Programm. Gegen die Mecklenburger Stiere Schwerin (Tabellensiebter) geht es für die Adler nicht wie gewöhnlich in der MBS-Arena, sondern in der Sporthalle Heinrich-Mann-Allee zur Sache. „Das ist schon eine besondere Situation, war bislang in der Mannschaft aber noch kein großes Thema“, erklärt Alexander Schmidt. Der 28-Jährige beendete im vergangenen Sommer seine aktive Laufbahn beim VfL und unterstützt Jens Deffke seit der laufenden Saison als Co-Trainer.

Werder mit Vier-Punkte-Spiel gegen Mitaufsteiger

Handball-Drittligist HV Grün-Weiß Werder empfängt am Sonnabend (19 Uhr, Sporthalle Ernst-Haeckel-Gymnasium) den MTV Braunschweig.

Trainiert wird der MTV von Volker Mudrow, der 2003 mit dem TBV Lemgo Deutscher Meister wurde, und nach langen Jahren in der Bundesliga im Dezember 2013 zu seinem Stammverein zurückkehrte.

„Die Niedersachsen sind unsere direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Aufgrund ihres mächtigen Kaders und unseres Verletztenstands genießen sie dennoch Favoritenstatus“, erklärt Werders Trainer Silvio Krause vor dem Spiel gegen den Mitaufsteiger.

Der liegt in der Tabelle aktuell drei Punkte und Plätze vor dem Schlusslicht aus Werder.

Krause zeigt sich mit Blick auf den Heimvorteil optimistisch, dass man das Vier-Punkte-Spiel nach dem jüngsten Remis (24:24 in Flensborg) erfolgreich bestreiten kann.

„Mithilfe unserer ’Ernst-Haeckel-Hölle’ ist alles möglich, wenn wir abrufen, was in uns steckt. Wir brauchen unsere Fans, um endlich mit einem Sieg auftrumpfen zu können“, so Krause.

In der Heinrich-Mann-Allee, von der die Potsdamer im Januar 2012 in die neue Arena am Luftschiffhafen umzogen, feierte Schmidt seine größten sportlichen Erfolge. In der Spielzeit 2008/09 stieg das Team unter Trainer Peter Melzer mit einer makellosen Bilanz von 60:0 Punkten in die 2. Bundesliga auf. „Das letzte Heimspiel dieser Saison werde ich nie vergessen. Den Vorraum der Halle haben wir zur Disco umfunktioniert und hatten einen sehr schönen Abend“, erinnert sich Schmidt an die ehemalige Spielstätte, in der immer eine „sehr besondere Atmosphäre herrschte“. Nicht selten hätten die gegnerischen Teams beim Betreten der Halle verdutzt geguckt. Der VIP-Raum im Keller, die Pressekonferenz im Vorraum der Halle – Heimspiele hatten immer ihren ganz eigenen Charme. Von den aktiven Spielern kennt nur noch Jan Piske die Spielstätte am Freitag.

Schmidt setzt Priorität auf Lehrerjob

Ob der 28-Jährige nach seiner Daumenverletzung mitspielen kann, wird sich aber erst im Laufe der Trainingswoche entscheiden. Alexander Schmidt hat sich in seiner Rolle als Co-Trainer schon gut eingelebt. „Die Entscheidung, als Spieler aufzuhören, habe ich ja bewusst getroffen. Vom körperlichen Zustand und der Motivation her hätte ich sicher noch zwei, drei Jahre mitspielen können“, sagt Schmidt und räumt ein: „Es gibt schon Momente, in denen es in der Hand zuckt, aber ich habe die Prioritäten auf den Beruf gelegt.“ Als Grundschullehrer ist er für seine eigene Klasse verantwortlich und hätte den sportlichen Anspruch nicht mit den Anforderungen im Vollzeit-Job vereinbaren können. Im Heimspiel gegen den Oranienburger HC kehrte Schmidt aufgrund der vielen Verletzten aber noch einmal auf die Platte zurück und brachte seine drei Würfe eiskalt im OHC-Tor unter.

Das soll aber die Ausnahme bleiben. Als Co-Trainer von Jens Deffke ist er zwei- bis dreimal pro Woche beim Team. Dann gibt der ehemalige Rechtsaußen seine Erfahrungen an seine jungen Nachfolger Ridha Trabelsi und Nils Gugisch weiter. Vor dem anstehenden Spiel wird er das Team mit Sicherheit auch auf die Begebenheiten in der Heinrich-Mann-Allee vorbereiten – und erzählen, wie gut es sich dort nach einem Sieg feiern lässt.

Von Mirko Jablonowski

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