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Rolle rückwärts: Schulz bleibt beim VfL Potsdam

Handball, 3. Liga Nord Rolle rückwärts: Schulz bleibt beim VfL Potsdam

Überraschung beim VfL Potsdam: Nachdem der Vertrag von Keeper Sebastian Schulz von Seiten des Vereins nicht verlängert wurde, gab es nun eine Kehrwende. Der Schlussmann unterschrieb vor dem 29:28-Heimsieg im letzten Saisonspiel einen neuen Zweijahres-Vertrag. Bei der Partie wurden zudem fünf Spieler beim Handball-Drittligisten verabschiedet.

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Haase: „Die Kooperation mit Werder ist beendet“

Sebastian Schulz (l.) bleibt, Alexander Schmidt beendet seine Karriere.

Quelle: Julius Frick

Potsdam. In die Abschiedsszenerie für fünf Akteure des VfL Potsdam nach dem letzten Saisonspiel am Sonnabend in der MBS-Arena platzte die Überraschung. Der bereits ausgemusterte Torwart Sebatian Schulz bleibt beim Handball-Drittligisten. Das verkündete der stellvertretende´Vereinschef Björn Rupprecht unter dem Jubel der 800 Zuschauer und der verdutzten Mitspieler. Die Rolle rückwärts beim VfL verlief bis zu diesem Augenblick unter Geheimhaltung. Anfang März war Schulz der Abschied zum Saisonende verkündet worden. Am Donnerstag der Rückzieher. Der sportliche Leiter Alexander Haase legte dem Keeper einen neuen Zweijahresvertrag vor. „Ich bin über die Verlängerung natürlich glücklich“, so Schulz, auf dessen Leistungsvermögen der Verein doch noch positiv reagiert hat. „Ich wollte in den vergangenen Wochen unbedingt demonstrieren, wie gut ich bin.“

Schmidt wirft in seinem letzten Spiel das entscheidende Tor

Ein Happy End gab es in der Abschlusspartie gegen den TS Großburgwedel auch für den VfL und einen weiteren Akteur. Sechs Sekunden waren noch zu spielen. Tobias Frank, der zu Grün-Weiß Werder wechselt, bediente Alexander Schmidt, und der Rechtsaußen, mit dem härtesten Wurf bei den Potsdamern ausgestattet, warf die Kugel dicht am Kopf des gegnerischen Torhüters vorbei zum 29:28 (9:12)-Erfolg in die Maschen. „Ich habe einfach raufgeballert“, so Schmidt. Damit untermauerten die Havelstädter den dritten Tabellenrang, vier Plätze und zehn Punkte besser als Vorjahr.

Spektakulärer hätte „Schmidti“ seine Laufbahn nicht abschließen können. Der 27-jährige Grundschullehrer, der seit drei Monaten an der Luxemburgschule in den Fächern Sport, Mathe und Sachunterricht vermittelt, zieht das Trikot mit der Nummer 15 für immer aus. „Sport und Schule lassen sich schwer vereinbaren“, sagte der passionierte Angler nach 13 Jahren beim VfL. Schmidt ist überzeugt: „Die Weichen im Verein sind gut gestellt.“

Das letzte Saisonspiel offenbarte noch einmal das Auf und Ab auch in anderen Partien der vergangenen Spielzeit. Zur Pause hielt VfL-Trainer Jens Deffke eine laute Ansprache nach dem Schlafwagen-Handball in den ersten 30 Minuten. Dann spielte ein aufgewachter VfL auf.

Von Detlef Braune

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