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Torhüterkarussell beim VfL Potsdam dreht sich

Handball, 3. Liga Torhüterkarussell beim VfL Potsdam dreht sich

Nächster Torhüter-Abgang beim VfL Potsdam: Nach Matthias Frank verlässt auch Sebastian Schulz am Ende der Saison den Verein. Der VfL verzichteten darauf, den auslaufenden Vertrag mit dem 26-Jährigen zu verlängern. Diese Entscheidung kann Schulz allerdings nicht ganz nachvollziehen. Dagegen bleibt Trainer Jens Deffke auch in der kommenden Saison in Potsdam.

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Der eine bleibt, der andere geht: Trainer Jens Deffke (l.) und Keeper Sebastian Schulz.

Quelle: fotos: Benjamin Feller, julius Frick

Potsdam. Das Torhüterkarussell beim Handball-Drittligisten VfL Potsdam dreht sich weiter: Nachdem Matthias Frank Anfang Januar sein Karriereende zum Saisonende verkündet hatte, wurde nun auch der Vertrag von Sebastian Schulz nicht verlängert. „Sebastian spielt eine sehr gute Saison und ist mit seiner Einstellung und seinem unbedingten Einsatz ein vorbildlicher Sportler unseres Vereins“, sagte Alexander Haase. Der sportliche Leiter bescheinigte Schulz, eine bessere Saison als im vergangenen Jahr zu spielen, ergänzte aber: „Dennoch denke ich, dass wir auf der Torwartposition eine Veränderung brauchen. Im Leistungssport müssen harte Entscheidungen getroffen werden, diese gehört in jedem Fall dazu. Ich wünsche Sebastian in allen Bereichen nur das Beste.“

Haase: „Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen“

Schulz hatte in dieser Saison deutlich mehr Spielanteile als Frank erhalten und war in den meisten Spielen ein sicherer Rückhalt des Tabellendritten, teilweise mit starken Auftritten wie zuletzt gegen den TSV Hannover-Burgdorf II (23:21). „Ich kann ihm nichts vorwerfen. Ich kenne ihn, seit er 13 Jahre alt ist. Man kann mir wirklich glauben, dass es mir nicht leicht gefallen ist, diese Entscheidung zu treffen. Das war für mich ein extrem schwieriges Gespräch, aber das gehört nun einmal dazu“, sagte Haase.

Schulz äußerte sich vor dem Derby am Sonnabend (19 Uhr) bei den Füchsen Berlin II: „Überraschend ist die Entscheidung unter der Warte, dass es einfach handballerisch und leistungstechnisch dafür keine Begründung gibt. Sie wurde getroffen und ich kann sie nicht nachvollziehen. Es ist kein gutes Gefühl, wenn man Leistung bringt und dann nicht weitermachen darf“, sagte der 26-Jährige, der schon in der Jugend für die Adler spielte und seit 2013 wieder für Potsdam aufläuft.

VfL sucht Keeper für kommende Saison

Von seiner Seite aus hätte er den Vertrag verlängert. „Hier gab es eine Perspektive, hier wurde gut gearbeitet. Zumal für mich wichtig war, bei einem guten Drittligisten mit Aussicht auf die 2. Bundesliga viel zu spielen“, erklärte der Physiotherapeut. Motivationsprobleme für die letzten acht Spiele sieht Schulz trotz des Abschieds aber nicht: „Deshalb werde ich nicht aufhören, Leistung zu bringen. Ich will weiterhin Spaß am Handball haben, bin gerne in dieser Mannschaft. Man macht das für den mannschaftlichen Erfolg.“

Für die kommende Saison hat der VfL Potsdam damit bislang den A-Jugend- und Junioren-Nationalkeeper Paul Twarz unter Vertrag, der in dieser Saison mit einem Zweitspielrecht auch beim Oberligisten Grün-Weiß Werder spielt. Haase kündigte an, einen weiteren Keeper zu verpflichten.

Trainer Jens Deffke bleibt bis 2017

Darüber hinaus gab der VfL Potsdam am Freitag bekannt, dass der Vertrag mit Trainer Jens Deffke um ein weiteres Jahr bis 2017 verlängert wird. „Jens ist jetzt im dritten Jahr bei uns und leistet aus meiner Sicht gute und verlässliche Arbeit. Er verfügt über eine ausgesprochen gute Analyse. Das konnte man auch in den letzten Partien sehen, als er im Spiel die richtigen Entscheidungen getroffen hat, um das Spiel in die richtige Richtung zu leiten“, erklärte Haase die Verlängerung mit Deffke, der 2013 vom Oranienburger HC zu den Adlern wechselte.

„Ich glaube, dass er junge Spieler weiterbringen kann, wie man beispielsweise bei Yannik Münchberger sieht“, sagte Haase. Auch Deffke äußerte sich zufrieden über die weitere Zusammenarbeit. „Ich freue mich sehr auf die kommenden Aufgaben und Herausforderungen in der nächsten Saison. Die Mannschaft hat in dieser Saison eine tolle Entwicklung genommen und ich freue mich, nun den nächsten Schritt gehen zu können“, sagte der 40-jährige Coach. Ob Sven Keck als Co-Trainer der Adler weiter an der Seite von Deffke arbeiten wird, stehe noch nicht fest, so Haase.

Von Stephan Henke

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