Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
VfL Potsdam: Abschied von sechs Adlern

Handball, 3. Liga Nord VfL Potsdam: Abschied von sechs Adlern

Das letzte Saisonspiel des Handball-Drittligisten VfL Potsdam wird gleichzeitig zur Abschiedspartie für sechs Adler. Sebastian Schulz, Matthias und Tobias Frank, Yannick Schindel, Alexander Schmidt und Robert Schütz verlassen den Verein. Bei zwei Spielern steht der neue Verein bereits fest, zwei sind in Verhandlungen. Matthias Frank schlägt einen ungewöhnlichen Weg ein.

Potsdam 52.37947646846 13.018455505371
Google Map of 52.37947646846,13.018455505371
Potsdam Mehr Infos
Nächster Artikel
Rolle rückwärts: Schulz bleibt beim VfL Potsdam

Sebastian Schulz kam 2013 zum VfL Potsdam zurück und spielte bereits in der Jugend für die Adler.

Quelle: Verein

Potsdam. Yannick Schindel und Tobias Frank gab es bislang im Doppelpack. Die beiden Handballer des Drittligisten 1. VfL Potsdam wohnten zusammen in einer WG, im Sommer wechseln sie gemeinsam zum Oberligisten Grün-Weiß Werder, der kurz vor dem Drittliga-Aufstieg steht. Dann ist die WG allerdings Geschichte, Frank zieht zum 1. Mai aus. Und auch die VfL-Karriere der beiden findet mit dem letzten Saisonspiel am Samstag (19 Uhr) gegen die TS Großburgwedel ein Ende. „Ich bin schon ein bisschen traurig darüber, dass ich gehen muss. Trotzdem denke ich, dass es ein cooles Spiel wird. Und es ist natürlich geil, dass das letzte Spiel für den VfL auch in Potsdam ist“, sagt Schindel.

Schindel spielte bereits 2013/14 für Grün-Weiß Werder

Für den 23-Jährigen ist es nur ein Teilabschied, der Student wird im VfL-Jugendbereich als Athletiktrainer arbeiten. Für Werder spielte er per Zweitspielrecht schon vor drei Jahren. „Damals bin ich hingekommen, um nach dem Aufstieg in die Oberliga zu helfen, den Klassenerhalt zu schaffen. In der Zwischenzeit habe ich viel gelernt und gehe jetzt wieder zurück und will, wenn Werder aufsteigt, wieder dabei helfen, dort die Liga zu halten“, sagt der Kreisläufer.

Schindel und Frank sind nicht die einzigen, für die das Spiel zur Abschiedspartie wird. Franks Bruder Matthias (Torwart) beendet seine Karriere. Er will sich künftig auf seinen Job konzentrieren und nur noch spaßeshalber beim SC Trebbin in der Verbandsliga Süd auflaufen – als Rückraumspieler. Er war von 2002 ununterbrochen beim VfL, machte zwei Zweitligaaufstiege mit. Das gilt auch für Rechtsaußen Alexander Schmidt, der eine Vertragsoption zog und sich künftig auf seine Lehrertätigkeit fokussiert. Beide zählten zu den VfL-Urgesteinen.

Schulz ärgert sich über die verpasste Aufstiegschance

Eine Vergangenheit an der Sportschule hat auch Sebastian Schulz. Über das letzte Spiel im Adler-Trikot will der 26-Jährige nicht nachdenken. „Ich bin eher noch verärgert über die verpasste Chance. Wir hatten echt die einmalige Chance auf eine Relegation. Ich hätte schon gerne aktiv meinen Beitrag dazu geleistet, in die 2. Liga aufzusteigen. Wir hatten gegen Magdeburg ein richtiges Endspiel“, sagt der Keeper, dessen Vertrag ebenso nicht verlängert wurde wie der von Rechtsaußen Robert Schütz.

Doch durch die Niederlage von Eintracht Hildesheim ist der VfL Potsdam immerhin wieder auf Platz drei vorgerückt. „Ich bin fest davon überzeugt, dass das noch mal einen Anschub fürs letzte Spiel gibt. Platz drei wollen wir jetzt halten. Das spiegelt einfach auch die Leistungssteigerung im Vergleich zu den Vorjahren wieder“, sagt Schindel.

Von Stephan Henke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus VfL Potsdam
VfL-Kader 2016 / 2017