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VfL Potsdam: Handball-WG der jungen Garde

Handball, 3. Liga VfL Potsdam: Handball-WG der jungen Garde

Linksaußen Caspar Jacques und Spielmacher Yannik Münchberger setzen die etablierten Kräfte des VfL Potsdam in dieser Saison mächtig unter Druck. Die beiden Eigengewächse des Handball-Drittligisten bekommen immer mehr Spielzeit und glänzen als regelmäßige Torschützen. Seit Mitte Juni wohnen beide auch noch in einer gemeinsamen WG.

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Münchberger: Comeback des VfL-Schwungrads

Die Collage war ein Geschenk des VfL Potsdam an Caspar Jacques (l.) und Yannik Münchberger.

Quelle: foto: verein

Potsdam. Ihr Geburtstagsgeschenk haben Caspar Jacques und Yannik Münchberger offenbar der Hartnäckigkeit des ersteren zu verdanken. Als der Linksaußen Jacques mit dem Geschäftsstellenleiter des VfL Potsdam Christian Barth Plakate für die Heimspiele des Handball-Drittligisten aufhängte, äußerte er den Wunsch, auch gerne eines zu haben. „Er meinte, das kann ich vergessen, aber ich habe immer wieder nachgebohrt, allerdings mehr im Spaß“, erinnert sich Jacques. Und weil es ein Spaß war, hatten beide, die am selben Tag Geburtstag haben, auch nicht mit dem Plakat-Geschenk gerechnet. Inzwischen hat die Collage der besten Bilder der beiden einen Ehrenplatz über der Couch der gemeinsamen Handball-WG.

Seit Mitte Juni wohnen beide zusammen in der WG im Bisamkiez. „So viel sehen wir uns gar nicht. Am Wochenende mal. Und unter der Woche, wenn Caspar nach dem Training kocht“, erzählt Münchberger. Einen Putzplan gibt es nicht, „die Spülmaschine war meine Bedingung“, erzählt Jacques mit einem Lachen. Daneben schauen sich beide gemeinsam Serien an oder spielen auf der Spielekonsole Basketball.

Trainer Jens Deffke: „Sie geben der Mannschaft viel“

Doch nicht nur den Geburtstag und ihre Adresse haben Jacques und Münchberger gemeinsam, auch ihre Rolle im Team ist ganz ähnlich. „Sie haben beide eine richtig gute Entwicklung genommen. Wenn sie die Chance mit Einsatzzeiten bekommen haben, haben sie die wirklich gut genutzt und ihre Rolle gefunden. Sie geben der Mannschaft auch viel“, sagt ihr Trainer Jens Deffke.

Auf ihren Positionen haben die beiden Eigengewächse des VfL etablierte Kräfte vor sich. Auf Linksaußen duelliert sich Jacques mit Julius Dierberg, in den vergangenen beiden Spielzeiten der beste Schütze der Adler. „In der Zeit, in der Julius gefehlt hat, habe ich, denke ich, den Job gut gemacht. Aber ich habe klar mehr Fehler gemacht als er, auch wenn ich mit der Torausbeute ganz zufrieden war“, sagt der 20-Jährige. Deffke: „Caspar hat gezeigt, dass er ein adäquater Mann ist, der nicht nur ein Backup ist, sondern Julius schon verdammt viel Druck macht.“

VfL Potsdam vor Bernburg-Spiel mit Personalproblemen

Den Handball-Drittligisten VfL Potsdam plagen vor dem Heimspiel am Samstag (19 Uhr, MBS-Arena) gegen Anhalt Bernburg Personalprobleme.

Neben dem noch nicht sicheren Einsatz von Spielmacher Yannik Münchberger (Bänderanriss im linken Sprunggelenk), ist auch der Einsatz von Alexander Schmidt noch nicht gesichert.

Der Rechtsaußen hatte bereits die Auftaktpartie nach der Winterpause am vergangenen Samstag bei HSV Insel Usedom (28:31) aus Krankheitsgründen verpasst.

„Es sieht in dieser Woche nicht viel besser aus. Aber dafür haben wir die Bank und auch die Jugendspieler, da sind viele gute Spieler mit dabei“, sagte Trainer Jens Deffke.

Gegen Bernburg kassierte der VfL am dritten Spieltag der Hinrunde eine 23:30-Auswärtsniederlage, Daniel Deutsch war damals mit sechs Toren bester VfL-Werfer.

„Zu Hause muss man in allen Bereichen auch eine Leistungssteigerung zum Usedom-Spiel erwarten“, sagte Deffke vor der ersten Heimpartie des Jahres.

Gleiches gilt für Münchberger, der nominell Spielmacher ist, aber auch auf den beiden Halbpositionen zum Zug kommt. In der Mitte spielt meist Philipp Reuter, der aktuell beste Werfer der Adler. „Eine gewisse Konkurrenz gibt es natürlich, weil wir beide spielen wollen. Aber wir können auch gut zusammen spielen. Jeder hat seine Lieblingsspielzüge, so sind wir als Mannschaft nicht so ausrechenbar“, erklärt Münchberger, der kürzlich auch zum ersten Mal für einen Lehrgang der Junioren-Nationalmannschaft nominiert wurde. „Er hat einen guten Schritt nach vorne gemacht. Aber er hat weiterhin viel Luft nach oben, gerade im körperlichen Bereich. Aber er arbeitet an sich und ist auf einem guten Weg, ein noch wichtigerer Bestandteil der Mannschaft zu werden“, sagt Deffke über den 19-Jährigen.

Erstes Heimspiel nach der Winterpause gegen Bernburg

Diese Rollen wollen die beiden auch am kommenden Samstag (19 Uhr, MBS-Arena) gegen SV Anhalt Bernburg ausfüllen. „Es ist das erste Heimspiel 2016, auswärts war das viel zu deutlich, das wollen wir ändern“, sagt Jacques, nachdem es in der Hinrunde in Bernburg eine überraschend deutliche 23:30-Niederlage setzte. Ob Münchberger mitwirken kann, ist allerdings noch nicht ganz sicher. Im vergangenen Spiel gegen HSV Insel Usedom (28:31) fehlte er mit einem Bänderanriss im linken Knöchel.

Von Stephan Henke

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