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Vierte Niederlage im vierten Saisonspiel

Handball, VfL Potsdam Vierte Niederlage im vierten Saisonspiel

Die Talfahrt für die Drittliga-Handballer des VfL Potsdam geht weiter. Am Sonntag kassierte das Team gegen den HSV Hamburg die vierte Niederlage im vierten Spiel. Am kommenden Freitag treten die Adler erneut in der heimischen MBS Arena an: Zu Gast ist dann der auf Rang neun liegende Ex-Verein des VfL-Trainers Daniel Deutsch.

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Zum Verzweifeln nach vier Niederlagen: Potsdams Trainer Daniel Deutsch.

Quelle: foto: Julius Frick

Potsdam. Dagegen war kein Kraut gewachsen. Handball-Drittligist VfL Potsdam unterlag am Sonntag gegen den Staffelfavoriten Handball Sport Verein (HSV) Hamburg mit 21:30 (9:16). Damit erhöhten die Havelstädter die Negativbilanz in der Tabelle auf 0:8 Punkte. Dennoch meinte VfL-Akteur Jan Piske nach der Partie vor 809 Zuschauern in der MBS-Arena: „Wir haben wieder einen Schritt nach vorn gemacht.“

Gegen den in jeder Beziehung überlegenen Gegner hätte den Havelstädtern bei konsequentem Nutzen der Torchancen ein besseres Abschneiden gewinkt. Nach dem schnellen 2:6 (9.) scheiterte Christian Schwarz zweimal frei am Kreis. So war die Spannung schnell aus der Begegnung. Mit kernigen Würfen warfen die Elbstädter bis zum 12:5 (21.) fünf Tore hintereinander. „Die VfL-Deckung erinnerte in dieser Phase an ein Schweizer Käsemodell“, bemerkte der ehemalige sportliche Leiter Ralf Kutzner.

Viele Fehlwürfe frei vor dem Torwart

Dem Gastgeber fehlte bis zur Pause die ordnende Hand. Ging es mal schnell vertikal, verbauten Phil-Lukas Winter, Moritz Ende und Levi Schwark frei vor dem Torwart mit Fehlwürfen eine bessere Ausbeute. „Der Gegner war nicht übermächtig“, sagte Rückraumakteur Piske, „aber zum Erfolg müsste alles stimmen. Uns fehlte das Selbstvertrauen.“ Kreisläufer Schwarz meinte: „Wir waren zu aufgeregt.“

Münchberger erzielt sieben Treffer

Im zweiten Abschnitt drehte Spiellenker Yannik Münchberger auf. Er war mit sieben Treffern erneut bester Potsdamer Schütze. Der HSV drosselte zwar das Tempo, baute aber den Vorsprung mit leicht aus dem Arm geschüttelten Würfen aus. „Wir müssen uns zu viel erarbeiten, es fehlt die Leichtigkeit“, bemerkte VfL-Trainer Daniel Deutsch. „Zwei guten Szenen folgen fünf schlechte. Das Selbstvertrauen kriegen wir nicht zu kaufen. Wir müssen es uns erarbeiten.“ Deutsch räumt ein: „Ich hatte gehofft, dass wir schon weiter wären.“

Noch gibt es keine Unruhe. „Im Tabellenkeller haben wir nichts zu suchen. Am Freitag holen wir gegen Burgdorf II die ersten Punkte“, so Teammanager Sven Keck. Die VfL-Handballer suchen jetzt die Aufholspur.

Von Detlef Braune

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