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Zugpferd gastiert beim VfL Potsdam

Handball, 3. Liga Zugpferd gastiert beim VfL Potsdam

In der dritten Handball-Liga bekommt es der 1. VfL Potsdam am Sonntag (16 Uhr, MBS-Arena) mit dem HSV Hamburg zu tun. In Reihen des ehemaligen Champions-League-Siegers aus der Hansestadt steht mit Lasse Kohnagel auch ein ehemaliger Potsdamer, der sich auf das Treffen alter Bekannter freut und gegen den VfL eine ganz schwere Partie erwartet.

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Emotionale Rückkehr mit Happy End

Rückraumspieler Lasse Kohnagel (M.) gastiert mit dem HSV Hamburg am Sonntagnachmittag bei seinem Ex-Verein 1. VfL Potsdam.

Quelle: Foto: Sylvia Göres

Potsdam. „Wir hatten damals immer ordentlich Spaß innerhalb der Mannschaft – deshalb lief es auch so erfolgreich“, sagt Lasse Kohnagel vom HSV Hamburg mit Blick auf seine Zeit bei den Handballern des 1. VfL Potsdam. Von 2009 bis 2011 stand der gebürtige Flensburger für die Adler auf der Platte und warf in 60 Zweitliga-Partien 145 Treffer. „Allzu viele Spieler von damals sind ja nicht mehr im Team, aber ich freue mich ein paar bekannte Gesichter wiederzusehen.“ Mit Rückraumspieler Jan Piske, Co-Trainer Alexander Schmidt und Physiotherapeut Stephan Mellack spielte er früher zusammen. Im Laufe der Zeit ist der Kontakt weniger geworden, Kohnagels Vorfreude auf die Rückkehr in seine alte sportliche Heimat, in der er seine Ausbildung zum Immobilienkaufmann erfolgreich abgeschlossen hat, ist dennoch groß.

Geburtstagskind Münchberger wird operiert

VfL-Spielmacher Yannik Münchberger feiert am Dienstag seinen 20. Geburtstag.

Am Mittwoch unterzieht sich Münchberger einer Operation an seinem lädierten Knie.

Münchberger, der bei den Adlern einen Vertrag bis 2018 hat und in der Geschäftsstelle des Vereins ein freiwilliges soziales Jahr absolviert, hatte sich Anfang November gegen den Oranienburger HC schwer am Knie verletzt.

Er zog sich in einem Zweikampf einen Kreuzbandriss zu (Meniskus und Innenband sind ebenfalls beschädigt) und fällt für den Rest der Saison aus.

Münchbergers Teamkollege und Mitbewohner Caspar Jacques, der aktuell mit einem Bandscheibenvorfall ebenfalls ausfällt, wurde Dienstag 21 Jahre alt.

Sportlich sieht der 29-Jährige, der nach seiner Zeit beim VfL und vor seinen Wechsel zum HSV Hamburg im Sommer 2015 für den SV Henstedt-Ulzburg und den SV Beckdorf aktiv war, sich und seine Mannschaft am Sonntag (16 Uhr, MBS-Arena) vor einer ganz schweren Aufgabe. „Viel schwerer geht es in dieser Liga nicht. Zudem hat man schon das Gefühl, dass gegen uns alle Teams noch einen Tick heißer sind. Die Geschäftsführer der Gegner freut unser Kommen meistens auch, da wir immer viele Fans mitbringen“, plaudert Kohnagel, dessen jüngerer Bruder Per bei Ligakonkurrent SG Flensburg-Handewitt II als Spielmacher aktiv ist. Mit Tabellenplatz drei und erst drei Niederlagen aus zwölf Spielen könne man beim HSV laut Kohnagel gut leben. „Uns war allen klar, dass es dauert, bis sich die neue Mannschaft gefunden hat und wir nicht durch die Liga marschieren“, erklärt der Student, der 2004 als A-Jugendlicher in der Champions League sein Debüt in der Herrenmannschaft der SG Flensburg-Handewitt gab.

Ex-Nationalspieler in Reihen des HSV Hamburg

„Wir freuen uns auf das Spiel und darauf, das Zugpferd der Liga bei uns in der Halle begrüßen zu können“, blickt VfL-Trainer Jens Deffke auf die Partie gegen den HSV Hamburg. Der prominente Gast gewann vor drei Jahren die Champions League und musste nach der Insolvenz einen Neuanfang wagen. Der große Name verleiht der dritten Handball-Liga aber noch immer einen besonderen Glanz. Nach der Abmeldung der HSV-Profimannschaft musste sich der Verein neu aufstellen. „Sie haben im Sommer sehr gut eingekauft und genügend Qualität auf allen Positionen. Wir wollen dem HSV ein unangenehmer Gegner sein“, gibt Jens Deffke die Marschroute vor. Gegen die Hanseaten, mit den Ex-Nationalspielern Stefan Schröder und Torsten Jansen (Co-Trainer) in den Reihen, muss er weiter auf die Langzeitverletzten Yannik Münchberger (Kreuzbandriss), Caspar Jacques (Bandscheibenvorfall) und Dominik Steinbuch (Knieprobleme) verzichten.

Von Mirko Jablonowski

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