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VfL siegt in der Hitzeschlacht gegen Werder

Handball VfL siegt in der Hitzeschlacht gegen Werder

Bei Temperaturen um die 30 Grad gewann der VfL Potsdam am Sonntag das erste Derby gegen Grün-Weiß Werder in der 3. Handball-Liga. Werder versuchte mit einer offensiven Deckung das Potsdamer Kreativduo Yannik Münchberger und Matti Spengler aus dem Spiel zu nehmen. Dafür überzeugte auf Potsdamer Seite erneut Linksaußen Julius Dierberg.

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Potsdams Kreisläufer Christian Schwarz (l.) und Abwehrchef Robert Weiß versuchen Werders Robin Huntz zu stoppen.

Quelle: Julius Frick

Werder. Für Yannik Münchberger hatte die kurze Anfahrt gleich einen doppelten Vorteil. „Wenn man sechs Stunden Bus fahren würde und dann nicht am Spiel teilnehmen kann, dann wäre das schon ärgerlicher. Aber es ist schon nervig, wenn man zum Spiel kommt und man dann in Manndeckung genommen wird“, sagte der Spielmacher des VfL Potsdam nach dem 32:24 (17:14)-Derbysieg beim Handball-Drittliga-Konkurrenten Grün-Weiß Werder. Die Gastgeber setzten zumeist auf eine offensive Abwehr, „wir wollten die spielstarken Münchberger und Spengler an die Leine nehmen“, sagte Werders Co-Trainer Max Ziegler zur Taktik des Aufsteigers. Die beiden VfL-Spielmacher standen oftmals regungslos auf dem Feld, es entwickelte sich bei Potsdamer Ballbesitz oftmals ein Spiel vier gegen vier Feldspieler.

Julius Dierberg trifft erneut zweistellig

Und zunächst ging die Taktik des Gastgebers vor 250 Zuschauern in der ausverkauften Sporthalle des Ernst-Haeckel-Gymnasiums durchaus auf. 9:9 stand es nach 21 gespielten Minuten, vier Tore trug dabei Spielmacher Robin Huntz für die Grün-Weißen bei, insgesamt war er sechsmal erfolgreich. Auf der Gegenseite bestätigte Julius Dierberg mit insgesamt zehn Treffern seine starke Form, schon beim ersten Saisonspiel traf er zweistellig. „Mit der offensiven Deckung wollten wir sie natürlich zwingen über die Außen zu werfen. Aber Jule hatte immer wieder einen zu guten Winkel, wir waren da nicht aggressiv genug“, bilanzierte Werders Dominik Nehls. So erspielten sich die Potsdamer bis zur Pause einen Drei-Tore-Vorsprung (17:14). „Wir hatten immer Lösungen“, sagte Münchberger. „Wir hatten schon damit gerechnet, dass sie offensiv verteidigen.“

Werder macht 27 Fehler

Dieses Bild änderte sich zur zweiten Halbzeit nicht, die Potsdamer blieben das effektivere Team und machten weniger Fehler. „Immer, wenn wir auf zwei oder drei Tore hätten rankommen können, haben wir Fehler gemacht“, sagte Ziegler, der bei seiner Mannschaft 27 zählte. Zufriedener zeigte sich dagegen VfL-Trainer Jens Deffke. „Wir haben unseren Stiefel durchgespielt. Der Sieg geht auch in der Deutlichkeit in Ordnung“, sagte der 41-Jährige.

Temperaturen um die 30 Grad

Dabei war nicht nur die Stimmung aufgrund des Derbys aufgeheizt, auch die Halle selbst wegen der Temperaturen um die 30 Grad. „Wir hatten zwei Kisten Wasser, sie haben nicht gereicht“, berichtete Nehls über die Hitzeschlacht in der Sporthalle des Gymnasiums. Die verteilten Klatschpappen wurden von den meisten Zuschauern kurzerhand zum Fächer umfunktioniert. Zudem gab es ein Public Viewing für die Zuschauer, die keinen Platz mehr für das erste Derby zwischen den Teams in der 3. Liga ergattern konnten.

Von Stephan Henke

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