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Werder schafft Ausgleich in letzter Sekunde

Handball, 3. Liga Nord Werder schafft Ausgleich in letzter Sekunde

Es wurde zwar wieder nichts mit dem ersten Sieg in der 3. Liga, doch die Werderaner Handballer feierten ihr 25:25 (11:15) gegen den MTV Braunschweig wie einen. Denn eine Minute vor Schluss lagen die Gastgeber gegen den Mit-Aufsteiger noch mit zwei Toren zurück. In der letzten Sekunde schlug die Stunde von Dominic Nehls, von dem besondere Nervenstärke gefordert war.

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Dominic Nehls (r.) warf in der Schlusssekunde den Ausgleich per Siebenmeter.

Quelle: Sylvia Göres

Werder. Ohne Folterkammer geht es beim HV Grün-Weiß Werder nicht. Qualen stacheln den Handball-Drittligisten erst recht an. Erneut rissen die Obststädter ein fast verloren geglaubtes Spiel aus dem Feuer. Mit zwei Toren in der Schlussminute schaffte der Gastgeber vor 200 Fans in der Halle des Haeckel-Gymnasiums beim 25:25 (11:15) gegen den MTV Braunschweig das dritte Remis. Aus dem eingeplanten ersten Sieg gegen den Mitaufsteiger wurde es allerdings wieder nichts.

Trainer Krause: „Vor der Pause den Faden verloren“

Mit zwei Toren führte der Gastgeber im ersten Abschnitt, dann schlich sich der Wurm ein. „Erneut haben wir vor der Pause den Faden verloren“, bemängelte Werders Trainer Silvio Krause. Die Abwehr erstarrte bei den Gewaltwürfen des Braunschweigers Johannes Krause, der fünfmal hochstieg und alle Bälle versenkte.

Peu à peu wandelte sich das Geschehen nach dem Pausen-11:15. Johannes Krause wurde an die Kette gelegt, für den glücklosen Tom Göres rückte Tom Lessig ins Tor. Er erwischte einen Sahnetag und entnervte mit seinen Paraden die Niedersachsen. Beim 18:21 (47.) keimte wieder Hoffnung auf, doch der Taktgeber in Abwehr und Angriff Robin Huntz verwarf einen Siebenmeter.

Nehls verwirft Siebenmeter und trifft in der Schlusssekunde

Mit der zweiten Lunge schafften die Werderaner dennoch den Ausgleich zum 23:23 (56.). Der erste Punktezweier lag auf dem Tablett. Pustekuchen. Sekunden später hieß es 23:25 (58.). Als Dominik Nehls per Siebenmeter nur die Latte traf, schien auch die Punkteteilung dahin. Doch welch Donnerschlag. In der Schlussminute traf Christoph Drescher und in der letzten Sekunde Nehls mit einem Siebenmeter. „Wahnsinn, was hier in der Halle los ist“, atmete Coach Krause auf. Die Anhänger schrien sich heiser.

„Wir sind Moralmonster“, bemühte sich Drescher um eine Wortschöpfung. „Beim 24:24 zuletzt in Flensborg schafften wir auch in der letzten Minute zwei Tore.“ Der Einzelhandelskaufmann bei Kaufland in Werder war gerade noch in die Mannschaft gerutscht. Der Beruf verhindert ein regelmäßiges Training. Er warf sich ins Zeug, kam nach der Pause, warf fünf Tore und meinte: „Stück für Stück kämpfen wir uns in der Liga heran.“

Von Detlef Braune

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