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Werder geht kleberfrei ins Spitzenspiel

Handball Oberliga Ostsee-Spree Werder geht kleberfrei ins Spitzenspiel

Das Handball-Harz gehört eigentlich zum Spiel, doch in der Halle des Oberligisten SG OSC-Schöneberg-Friedenau ist der Kleber nicht erlaubt. Das bedeutet für die Spieler von Grün-Weiß Werder vor dem Spitzenspiel gegen die Berliner eine Umstellung. Ein Akteur der Grün-Weißen ist das kleberfreie Spiel allerdings gewohnt – er wechselte vor der Saison von Berlin nach Werder.

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VfL Potsdam hat die Spitze im Visier

Nico Cornelius wechselte von OSF nach Werder.

Quelle: Verein

Werder. Die Handballer von Grün-Weiß Werder haben eine unangenehme Trainingswoche hinter sich. Nicht unbedingt, weil Trainer Silvio Krause vor dem Spitzenspiel bei der Spielgemeinschaft OSC-Schöneberg-Friedenau am Samstag (19 Uhr) seine Schützlinge besonders forderte. Vielmehr machte den Spielern des Oberligatabellenführers der fehlende Kleber an den Bällen zu schaffen. Denn in der Halle des Gastgebers darf das Handball-Harz nicht benutzt werden. „Da reicht schon ein kleiner Schweißtropfen auf dem Ball und der geht an die Decke. Man drückt oder schleudert den Ball mehr, als dass man ihn wirft“, schildert Nico Cornelius die Umstellung, die er und seine Kollegen in dieser Woche vornehmen mussten. „Du trainierst zwar eine Woche ohne Kleber, aber so schnell kriegst du das nicht in die Köpfe rein“, so Krause.

Cornelius: „Zeigen, wer an die Spitze gehört“

Wobei für seinen Spieler Nico Cornelius die Umstellung nicht ganz so groß ist, schließlich spielte der 24-Jährige bis zur vergangenen Saison noch für die Berliner und kennt die Gegebenheiten in der Sporthalle Schöneberg. „Es wird komisch werden, aber ich freue mich sehr darauf, die alten Leute wieder zu sehen und vielleicht zu zeigen, wer an die Spitze gehört“, sagt der linke Rückraumspieler.

Werder-Handballerinnen empfangen Doberlug-Kirchhain

Die Frauenmannschaft von Grün-Weiß Werder empfängt in der Brandenburgliga den VfB Doberlug-Kirchhain.

Die Werder-Frauen, die nach einem Jahr Pause in dieser Saison wieder in den Spielbetrieb eingestiegen sind, belegen derzeit Rang zwei.

Am vergangenen Wochenende musste das Team von Trainergespann Ralf Spiesicke/Jörg Piske bei der HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst (22:24) die erste Niederlage in dieser Spielzeit einstecken.

Zuvor hatte das Team die ersten drei Saisonpartien gewonnen.


Anpfiff gegen den Tabellenachten Doberlug-Kirchhain ist um 16 Uhr in der Werderaner Sporthalle am Ernst-Haeckel-Gymnasium.

Gerade im Rückraum ist er von den harzfreien Händen besonders betroffen. „Jetzt spiele ich ja immer mit Kleber, das ist schon schöner. Man kann viel mehr machen, viel präziser werfen“, sagt Cornelius. Dieser Unterschied macht für Trainer Krause das Duell Erster gegen Zweiter auch zu einem ungleichen. „Von der Tabellensituation ist es sicherlich ein Spitzenspiel, aber von den Gegebenheiten nicht. Zu einem Topspiel gehört immer noch der Kleber dazu. Von daher hat OSF einen klaren Vorteil, in deren Halle tun sich alle Mannschaften unheimlich schwer“, erklärt der Coach.

Dabei ist sein Team derzeit richtig gut drauf, der letztjährige Tabellendritte gewann die ersten vier Partien, am vergangenen Samstag holten sie ein 24:24 gegen den Lausitzer HC Cottbus, gegen den Werder noch nie eine Ligapartie gewann. „Ich weiß, dass wir gut starten können. Aber letztes Jahr hatten wir auch 6:0 Punkte und dann 6:6. Wir sind in unserer Zielvorstellung drin, Platz vier bis acht ist möglich“, sagt Krause.

Ein Mittelfußbruch stoppte den Neuzugang in der Vorbereitung

Der kann erst seit zwei Spieltagen auf Neuzugang Cornelius zurückgreifen. In der zweiten Woche der Vorbereitung brach dieser sich den Mittelfuß, musste sechs Wochen einen luftgepolsterten Spezialschuh tragen. Erst bei der Partie gegen die TSG Lübbenau 63 am vierten Spieltag kam er zum Einsatz – als Siebenmeterwerfer. „Ich war sehr erstaunt, dass Silvio mich zwei Tage vor dem Spiel gefragt hat, ob ich im Kader sein möchte. Klar wollte ich das, ich hätte mich sogar einfach nur warm gemacht, um einfach wieder bei der Mannschaft zu sein“, sagt Cornelius, der derzeit sein Abitur nachholt. Das Ergebnis: Drei von vier Versuchen verwandelte er sofort, den vierten im Nachfassen. Gegen Cottbus spielte er dann in jeder Halbzeit für ein paar Minuten.

Gegen seinen Ex-Klub könnten es noch ein paar mehr werden. „Alleine von den Spielzügen bin ich fit, die habe ich alle im Kopf. Von der Kondition her merkt man das noch, dass ich noch etwas im Rückstand bin. Aber das wird schnell wieder kommen“, ist sich der Neuzugang sicher, der sowohl in der Jugend als auch bei OSF mit Julius Dierberg von Drittligist VfL Potsdam zusammenspielte. Den Wechsel nach Werder, der ihm fast vier Stunden Fahrtweg pro Training einbrachte, bereut er absolut nicht. „Ich kannte einige Spieler schon vorher und wurde super aufgenommen. Ich fühle mich hier wirklich sehr wohl“, sagt Cornelius. In Werder kann er – bis auf diese Woche – auch das ganze Jahr mit Kleber spielen.

Von Stephan Henke

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