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Wiedersehen mit Jaroslava

Volleyball: Bundesliga-Heimspiel gegen den Dresdner SC Wiedersehen mit Jaroslava

Mit zwölf und 14 Zählern war Volleyballerin Nikola Radosova in den ersten beiden Bundesliga-Partien die punktbeste Spielerin des SC Potsdam. Doch die jüngste 1:3-Niederlage in Stuttgart konnte auch der Neuzugang nicht verhindern. Nun freut sie sich auf das Heimspiel am Sonnabend gegen den Dresdner SC.

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Die slowakische Außenangreiferin Nikola Radosova.

Quelle: Verein

Potsdam. "Das hat mich und die anderen mächtig geärgert. Ich bin immer sehr kritisch mit meinen Leistungen. Als wir im zweiten Satz noch eine 22:17-Führung aus der Hand gaben, habe auch ich Fehler gemacht." Dass Trainer Alberto Salomoni am Montagabend noch einmal eine Videoanalyse des Stuttgart-Spiels vornahm, empfand sie ein wenig als seelische Folter.

Daher schaut sie viel lieber nach vorn auf das nächste Heimspiel in der Volleyball-Bundesliga. Am Sonnabend (18.30Uhr, Arena im Luftschiffhafen) kommt Vizemeister Dresdner SC, der morgen noch in der Champions League in Omsk/Russland antritt. Die Salomoni-Sechs pocht auf Wiedergutmachung. Nikola Radosova nimmt sich keineswegs aus. Die Slowakin trägt nach dem Ausfall der Argentinierin Lucia Fresco die Hauptangriffslast. Fresco ließ sich vorgestern noch einmal von Potsdams Mannschaftsarzt Henning Leunert untersuchen. Fazit: Eine Operation an der lädierten Schulter des Schlagarms ist unausweichlich. Fresco dürfte mindestens ein halbes Jahr ausfallen. Umso mehr kommt es nun auf Radosova an.

Die 21-Jährige, die bereits mit 16 Jahren ihre slowakische Heimatstadt Prievidza verließ, um in Österreich beim SVS Post Schwechat in Wien Volleyball zu spielen, ist froh über ihren Wechsel in die Bundesliga: "Die sportliche Qualität ist viel höher, die Organisation professioneller. Ich bin hier mehr gefordert. Das will ich auch so." Das Training ‒ zweimal am Tag ‒ sei ziemlich hart. "Der Trainer fordert viel von uns. Aber deshalb bin ich ja nach Potsdam gekommen", erzählt die 1,88 Meter große Außenangreiferin, die mit Kapitän Elisa Muri in einer WG wohnt. "Wir kommen gut miteinander klar. In der Mannschaft fühle ich mich wohl. Wir unternehmen auch mal was zusammen. Gehen im Schlosspark spazieren, mal einen Kaffee trinken oder shoppen." Am meisten freut sie sich aber über die vielen Zuschauer. In Wien seien zu den Punktspielen nicht mal 100 gekommen. "Die Stimmung in der Potsdamer Halle ist fantastisch."

Mutter Denisa und Stiefvater Vladimir haben sie kürzlich in Potsdam besucht, als sie die zwei Jahre jüngere Schwester Adriana zum Studium nach Regensburg brachten.

Heimatliche Gefühle werden bei Nikola Radosova nicht ganz ausbleiben, wenn ihr auf Dresdner Seite Mittelblockerin Jaroslava Pencova gegenübersteht. Beide kennen sich nicht nur aus der slowakischen Nationalmannschaft. "Es ist immer schön, wenn man sich mit einer Landsfrau ein bisschen auf Slowakisch unterhalten kann", meint Radosova, die längst ganz gut deutsch spricht.

Von Peter Stein

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