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Zitternde Hände

Basketball Zitternde Hände

Der Basketball-Zweitligist RSV Eintracht verliert in Itzehoe – weil er die schlechteste Freiwurfquote der Liga hat. Trainer Jan Sauerbrey sieht das Problem jedoch nicht in den Händen seiner Spieler.

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Auch die Quote von Jeff Harper ist ausbaufähig.

Quelle: B. Feller

Kleinmachnow. Die alte Leier an der Linie: Wenn die Basketballer des Zweitligisten RSV Eintracht zum Freiwurf gehen, zittert ihnen die Wurfhand. Das Team hat in der ProB-Liga mit 60,3 Prozent die schwächste Quote verwandelter Freiwürfe aller Teams. Nur 255 von 423 zischten in der laufenden Saison durch das Netz. Bei einer besseren Quote könnte der Tabellenneunte sogar auf einem Playoff-Platz, also unter den ersten Acht, stehen.

Zwölf von 25 Freiwürfen verwandelt

Am Samstag bei der 76:80-Niederlage nach Verlängerung in Itzehoe verwandelten die Schützlinge von Trainer Jan Sauerbrey sogar nur zwölf von 25 Freiwürfen. Das sind unterirdische 48 Prozent. Deshalb hat Sauerbrey die Niederlage „noch lange nicht verdaut. Daran haben wir ganz schön zu knabbern“, sagt der Coach. „Die Jungs hätten eine Belohnung verdient gehabt. Sie haben aufopferungsvoll gekämpft.“

Das Thema Freiwürfe steckt in den Köpfen der Spieler

Doch Freiwürfe sind keine Sache von Einstellung. Sauerbrey hat bereits auf die schwache Bilanz reagiert. „Wir trainieren über die ganze Saison vermehrt Freiwürfe“, erzählt er und schiebt mit einem Augenzwinkern nach: „Vielleicht sollten wir damit aufhören.“

Denn das Thema Freiwürfe steckt in den Köpfen der Spieler. „Das ist uns bei knappen Spielen schon häufiger auf die Füße gefallen“, erinnert sich Sauerbrey. Er trauert den verlorenen Zählern nach, die die Freiwurfschwäche bereits gekostet hat. „Das ist eine mentale Geschichte“, sagt der Coach. „Die Jungs setzen sich eh schon unter Druck. Sie können alle Freiwürfe werfen, deshalb sollten wir uns nicht zu viele Gedanken machen und das Thema nicht zu Tode analysieren.“ Wichtig sei, in den Trainingsformen ex-trem fokussiert zu sein und so die Belastung des Spiels nachzuahmen. Allerdings könne er den Freiwurf auch nicht zu sehr in den Trainingsfokus stellen. „So viel Zeit haben wir im Training gar nicht.“

Heimspiel gegen MTV Wolfenbüttel

Denn Sauerbrey muss seine Mannschaft schon wieder auf das Heimspiel am Samstag (18.30 Uhr) gegen den MTV Wolfenbüttel vorbereiten. Bei vier ausstehenden Spielen in der regulären Saison ist die Stoßrichtung des RSV klar: „Wir hauen alles rein, um noch auf Platz acht zu kommen“, sagt Sauerbrey. Denn die Playoff-Teilnahme würde gleichzeitig den sicheren Klassenerhalt bedeuten. Sauerbrey: „Wir haben noch alle Chancen, können mit jedem mithalten.“ Nach zwei Siegen aus den letzten drei Spielen sind die RSV-Werfer selbstbewusster geworden. Das soll nun auch der Tabellenzweite Wolfenbüttel zu spüren bekommen. Die Niedersachsen sind Kooperationspartner des Erstligisten Löwen Braunschweig. Da der Bundesligist am Samstag parallel bei Bayern München antritt, sind die personellen Alternativen Wolfenbüttels eingeschränkt. Das nützt dem RSV aber nichts, solange den Werfern an der Linie die Hand zittert.

Von Ronny Müller

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