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Im Galopp durch den Nebel

34. Uenzer Reitjagd Im Galopp durch den Nebel

Mit den Glockenschlägen der Kirche setzte sich Punkt 11 Uhr am Sonnabend der Tross mit zwölf Reiterinnen und Reitern, sieben Kremsern und fünf geschmückten Traktoren mit Anhängern durch das schmucke Dörfchen Uenze vor den Toren Perlebergs in Bewegung.

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Friedhelm Finschow führt als Master das Feld der Reiterinnen und Reiter an.

Quelle: Andreas Pantel

Uenze. Es ging in Richtung Uenzer Waldrand zu den ersten Sprüngen im tristen Wetter-Grau. „All die Jahre hatten wir mit dem Wetter Glück. Diesmal hat es uns getroffen, aber zum Glück regnet es nicht mehr und schließlich ist Herbst“, begrüßte Friedhelm Finschow, Vorsitzender des Reit- und Fahrvereins Uenze, die „aktiven und passiven“ Gäste der Reitjagd. Bereits zum 34. Mal bedankten sich die Mitglieder des Reitvereins bei allen fleißigen Helfern und Sponsoren, die alljährlich die Durchführung des traditionellen Reitturniers im Sommer unterstützen. „Wir möchten allen danke sagen und wünschen eine schöne Jagd mit viel Spaß, Entspannung und Spannung an den einzelnen Hindernissen“, eröffnete Finschow die Reitjagd, die anschließend ohne weitere Regeneinlagen durchgeführt werden konnte. Dann stieg der 65-Jährige auf seine etwas nervöse Luna und führte mit der zehnjährigen Stute als Master die Reiter an. „Schade, dass es in diesem Jahr nicht so viele Teilnehmer sind. Aber einige Reiter sind schon zu Hallenturnieren unterwegs, einige sind vielleicht auch vom Wetter abgeschreckt“, bedauerte Finschow. Die Reiterinnen und Reiter von RFV Havelberg hingegen waren trotzdem über die Landesgrenze nach Uenze gekommen, wie schon seit über zehn Jahren.

Die 16 Kilometer lange Jagd-Strecke führte durch Wald und Flur und war bestückt mit knapp 50 Hindernissen. Noch am Abend zuvor wurde die Route geändert, denn die Waldwege waren durch den Fahrzeugverkehr und den Dauerregen der letzten Tage aufgeweicht, so die Erklärung für kleine Kursänderungen. Die Wagen mit den Zuschauern hielten an den Hindernissen und warteten bis die Reiter im dichten Nebel auftauchten, immer näher kamen und gelassen über die Sprunghindernisse galoppierten, um dann wieder in den Nebel einzutauchen. Nicht ausgelassen wurden auch diesmal der Ritt den Sandberg hinab und das abschließende Rennen um den Sieg. Schnellste waren zwei Amazonen. Bei den Großpferden siegte Vivien Rogge auf Ricardo, bei den Ponys hatte Anica Thormann auf Friedessa die Nase vorn, beide vom gastgebenden Reit- und Fahrverein. Wie immer gab es heiße Erbsensuppe und zum Abschluss leckeren, von den Dorffrauen gebackenen Kuchen. Seit etwa 20 Jahren begleiten die Westprignitzer Jagdhornbläser mit passender Musik die Reitjagd, auf der natürlich kein Wild gejagt wird. Diese traditionellen Hubertusjagden werden zum Abschluss der grünen Saison durch die Pferdesportler als Dank an den heiligen Hubertus, den Schutzpatron aller Kreaturen, durchgeführt.

Von Andreas Pantel

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