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Nachwuchs schnuppert internationales Flair

Ringen Nachwuchs schnuppert internationales Flair

Das internationale Frauen- und Mädchenturnier im Berliner Sportzentrum Adlershof zählt zu den Topadressen im weiblichen Ringkampf. Auch drei Kämpferinnen des ESV Wittenberge stellten sich der Konkurrenz von 183 Sportlerinnen aus zwölf Nationen.

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In Runde zwei und drei erfolgreich

Die ESV-Nachwuchsringerinnen Franziska Bechmann, Alicia Speck und Alina Döring (von links) schnupperten in Berlin internationale Wettkampfatmosphäre.

Quelle: Lutz Böhm

Wittenberge. ESV-Ringerin Alina Döring (Schüler/bis 31 kg) konnte in der ersten Runde die Schwedin Hilda Förare zweimal werfen, aber nicht auf die Schultern zwingen. Mit einer 8:4-Punkteführung für die Wittenbergerin ging es in die Pause. Danach gewann die Skandinavierin die Oberhand und Alina Döring bekam die internationale Härte zu spüren. Sie verlor trotz harter Gegenwehr. Noch leicht geschockt bezwang die ESVerin dann aber die diesmal nicht so starke Französin Lilya Cohen und erreichte den 13. Rang. Auch Franziska Bechmann (bis 37 kg) kam über den 13. Rang nicht hinaus.

Bei der Jugend bis 52 kg bekam auch Alicia Speck gegen Olivia Andicht (Luftfahrt Berlin) ihre Möglichkeiten nach einem Kopfhüftschwung den Kampf erfolgreich zu gestalten, doch die Berlinerin befreite sich und punktete selber. Eine entscheidende Punkteführung gelang der Wittenbergerin nicht. Trotz großartigen Kampfes verlor sie nach Punkten. Auch gegen Elizbet Juhasz (Team Dorogi) zeigte Alicia Speck eine gute Leistung und belegte am Ende den 12. Platz.

Ein weiterer Höhepunkt für die jungen Wittenberger Ringer war der Sichtungslehrgang mit dem 3. Talentcup in Frankfurt/Oder. Die Sportler mussten zunächst in einer Trainingseinheit Techniken und Übungen zeigen. Am folgenden Tag stand als erstes der Athletikwettkampf an. Nach den vier Disziplinen (Klimmzüge, Rumpfaufrichten, Schlussweitsprung und 3x10-m-Lauf) erreichte Franziska Bechmann bei den Schülerinnen den vierten Platz und Fabrice Krüger den dritten in der D-Jugend. Mit 15 Klimmzügen stellte Fabrice Krüger eine persönliche Bestleistung auf.

Im Ringkampf belegte Alina Döring (bis 31 kg) den undankbaren vierten Platz. Sie verlor das entscheidende Duell gegen Leonie Kames (Frankfurt). Dafür stand Franziska Bechmann (bis 36 kg) endlich wieder auf dem Treppchen. Mit einem Schultersieg über Lena Bellmann (Luftfahrt Berlin) sicherte sie sich Bronze.

Die D-Jugendlichen, darunter die ESVer Maurice und Fabrice Krüger, kämpften im griechisch-römischen Stil. Nach einem Freilos schulterte Maurice (34 kg) Jan Helms (Dynamo Hoppegarten) und auch Lukas Kolbe (RC Potsdam). Im Finale unterlag der
ESVer in der für ihn ungewohnten Stilart gegen Jonathan Schöne (Weißwasser) mit 7:12 Punkten und belegte den zweiten Platz.

Sein Bruder Fabrice Krüger (29 kg) schulterte zu Beginn Diego Kästner (Frankfurt) nach einer 4:0-Führung in der ersten Runde. Im Finale gegen Curie Ceban (Luftfahrt Berlin) lag der ESV-Kämpfer nach der ersten Runde 0:5 zurück. In der Pause wurde eine andere Taktik festgelegt und er kämpfte sich Punkt um Punkt heran. Beim Stand 6:7 wurde der Kampf Mitte der zweiten Runde unterbrochen. Fabrice Krüger und Curie Ceban hatten sich verletzt, der Berliner konnte nicht weiterkämpfen. So kam Fabrice Krüger im wahrsten Sinne mit einem blauen Auge davon und holte die Goldmedaille

Von Lutz Böhm

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