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Norbert Witzel feiert sein Comeback

SVL Seedorf Norbert Witzel feiert sein Comeback

Beim 2. Internationalen Einladungsturnier der Kegler des SV Löcknitzstrand Seedorf feierte Norbert Witzel, ein Dreivierteljahr nach seiner diagnostizierten Krebserkrankung, mit seinem Sieg in der Einzelkonkurrenz ein nicht für möglich gehaltenes Comeback.

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Seedorfs Neuzugang Matthias Metzdorf (links) und Bundesliga-Stammspieler Max Jannasch beim 2. Internationalen Turnier des SVL Seedorf im direkten Vergleich. Am Ende wurde Metzdorf Gesamtfünfter und Jannasch Zweiter.

Quelle: Torsten Gottschalk

Seedorf. Der emotionalste Moment beim 2. Internationalen Einladungsturnier der Kegler des SV Löcknitzstrand (SVL) Seedorf von 1919 war die abschließende Siegerehrung. „Als Norbert Witzel den Pokal für seinen Sieg überreicht bekam, sind fast allen die Tränen gekommen“, blickt der Vorsitzende des gastgebenden Vereins, Kurt Wilke, auf die bewegendste Szene der zweitägigen Veranstaltung mit Mannschaften aus dem polnischen Srem, vom Verein Itzehoer Sportkegler, aus Brandenburg sowie der Prignitz zurück. Ein Dreivierteljahr nach seiner diagnostizierten Krebserkrankung stand der 56-jährige Berliner, seit 1999 bei den Bundesligakeglern des SVL Stammspieler und immer für einen Paukenschlag seiner Mannschaft gut, erstmals wieder auf der Seedorfer Kegelbahn und feierte mit seinem Sieg in der Einzelkonkurrenz ein nicht für möglich gehaltenes Comeback.

„Ich weiß auch nicht genau warum, aber es läuft ganz gut“, fand Witzel schon vor dem Finaldurchgang mit den besten sieben Deutschen der Vorrunde und dem Polen Tomasz Wojciechowski. Mit starken 940 Holz hatte der Berliner zuvor das beste Resultat der Quali hingelegt und dabei den von Teamkollege Max Jannasch gehaltenen Bahnrekord nur um zwei Hölzer verpasst. Im Endlauf knüpfte Witzel noch einmal fast nahtlos an seine starke Vorstellung an. Der ehemalige Deutsche Meister der Herren A ließ sehr gute 933 Hölzer fallen und gewann den Einzelwettkampf der Herren so knapp vor Jannasch (930), der die Turnierpremiere im Jahr 2015 für sich entschieden hatte, sowie dem Itzehoer Ingo Nowak (916) und Seedorfs Sebastian Rönning (912). SVL-Neuzugang Mathias Metzdorf (909) belegte Rang fünf vor dem Karstädter Sven Koslitz (897), Hans Fulczynski (Seedorf/878) und Wojciechowski (831).

Metzdorf, gerade erst vom SV 90 Fehrbellin an den Löcknitzstrand gewechselt, hinterließ ebenfalls einen guten Eindruck. Auch wenn er seinen 925 Holz in der Vorrunde „nur“ 909 im Endkampf folgen ließ. „Ich habe lange nicht trainiert, in der letzten Woche auch viel gearbeitet. Ich bin schon ganzschön fertig“, gestand der 29-Jährige. Erfolgreichste Spielerin des Turniers war Marianne Wilke. Die Gattin von „Cheforganisator“ Kurt holte sich im Einzel der Damen mit starken 899 Holz den Siegerpokal vor Regina Loewa aus Altdöbern (874) und der Seedorferin Sarah Wilke (868).

Im Damen-Doppel sicherten sich Sarah Wilke und Petra Zipkat aus Itzehoe mit 1712 Holz Platz eins vor Marianne Wilke und der Polin Jolanta Janowicz (1702). Ihren zweiten Sieg in diesem Turnier sicherte sich die die Punktspiele für die Spielgemeinschaft Rolandstadt Perleberg bestreitende Marianne bei den Mixed-Paaren an der Seite von Hans Fulczynski mit zusammen 1830 Holz. Dahinter folgten Regina Loewa mit Teampartner Harry Wilke (Seedorf/1788) und die Seedorfer Sarah Wilke und Uwe Niemann (1758) auf Rang drei. Den Paarwettbewerb der Männer entschieden Max Jannasch/Ingo Nowak (1851) vor der Karstädt-Seedorfer Kombi Sven Koslitz und Frank Wilke (1840) für sich. Dritte wurden Witzel und der Itzehoer Peter Grashoff (1823).

„Das Turnier hat gezeigt, dass alle eingesetzten Spieler unseres Bundesligateams gut drauf sind. Das bestätigen die sehr guten Ergebnisse und lässt für die kommende Saison hoffen“, meinte Kurt Wilke. Doch nicht nur durch die sportliche Brille gesehen zeigte sich der Vereinsvorsitzende mehr als zufrieden mit der Veranstaltung. „Es war einfach top, unsere Gäste waren begeistert“, freute er sich über das Lob aus Polen und Itzehoe. Wann die dritte Auflage des Seedorfer Einladungsturniers steigen wird, ließ Kurt Wilke noch offen. „Erst einmal bereiten wir uns auf unser 100-jähriges Vereinsjubiläum in genau zwei Jahren vor.“

Und dann ist da auch noch die Vorbereitung auf die anstehende Punktspielsaison in der ersten Bundesliga Bohle, für die der Verband am vergangenen Wochenende die Ligaeinteilung und Ansetzungen veröffentlichte. Der Tabellenfünfte der vergangenen Spielserie startet am ersten Doppelspieltag mit zwei Heimspielen. Zum Saisonauftakt am 16. September kommen die Rivalen Hannover an die Löcknitz. Sonntagsgegner ist der schwer auszurechnende VfL Stade. Auch das erste Auswärtswochenende hat es in sich. Am 7. Oktober geht es zum amtierenden Vizemeister SG Union Oberschöneweide. Sonntag spielt man dann bei Hertha BSC. Am sechsten Spieltag (22. Oktober) haben die Prignitzer die Übermannschaft der vergangenen Saison ETV/Phönix Kiel zu Gast.

Das erste Brandenburgderby der Saison steigt am achten Spieltag (19. November) auf der Fehrbelliner Kegelbahn. Zum Rückspiel kommen am letzten Bundesligaspieltag, am 25.  März, die 90er in die Prignitz. Ebenso interessant wie die Duelle der beiden märkischen Mannschaften sind auch die Vergleiche der Seedorfer und Schweriner Bohlekegler. Zwischen beiden Mannschaften gibt es eine uralte Rivalität. Zunächst empfangen die Schweriner am 27. Januar (Sonnabend) die Seedorfer. Am Sonntag sind dann die Prignitzer Bohlekegler Gastgeber für die Mecklenburger.

Von Torsten Gottschalk

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