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Pritzwalker Bahnhofstunnel bleibt wie er ist

Sanierunfast abgeschlossen Pritzwalker Bahnhofstunnel bleibt wie er ist

Noch sind die Bauleute vor Ort, doch die Sanierung der Bahnsteige auf dem Pritzwalker Bahnhof nimmt zunehmend Gestalt an: Zumindest die wesentlichen Arbeiten sind bereits erledigt. Der Tunnel soll so bleiben, wie er ist.

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Die Arbeiten am Pritzwalker Bahnhof sollen demnächst beendet sein.

Quelle: Claudia Bihler

Pritzwalk. Noch sind die Bauleute vor Ort, doch die Sanierung der Bahnsteige auf dem Pritzwalker Bahnhof nimmt zunehmend Gestalt an: Zumindest die wesentlichen Arbeiten sind bereits erledigt.

Komplett neu gebaut wurde zunächst der so genannte Hausbahnsteig, an dem Reisende in den Zug steigen können, ohne den Bahnsteig zu wechseln. Der stand auch im Fokus bei den Sanierungsarbeiten der Deutschen Bahn: Auf 100 Metern Länge und 2,75 Metern Breite wurde er erneuert. Da er 76 Zentimeter über der Schienenoberkante liegt, ist der Zustieg vereinfacht, ein stufenfreier Zustieg zu den Zügen ist ebenfalls möglich. Dazu dient eine Rampe am Vorplatz des Bahnhofsgebäudes.

Ebenfalls erneuert wurde der Bahnsteig am zweiten Gleis. Wie beim Hausbahnsteig gehört die alte und spröde Betondecke nun der Vergangenheit an, stattdessen ist der Bahnsteig nun mit Betonsteinen gepflastert.

Barrierefreier ist der Pritzwalker Bahnhof nun auch für Blinde und Sehbehinderte. Um diesen die Orientierung zu erleichtern, wurde ein sogenanntes taktiles Leitsystem installiert. Zur Abrundung spendierte die Bahn neue Wartehäuschen auf den Bahnsteigen, neue Papierkörbe und vor allem auch eine ausreichend dichte Beleuchtung. Reisende werden nun durch ein neues Leitsystem in die richtige Richtung gelenkt.

Ob der derzeitige Fußgängertunnel völlig ersetzt wird, ist noch nicht klar. Die Beseitigung des Tunnels wünschen sich vor allem auch solche Reisenden, die mit einem Fahrrad oder Kinderwagen den Bahnsteig zu Gleis 2 erreichen möchten. Die Treppe zu dem Fußgängertunnel zum anderen Bahnsteig ist vergleichsweise steil, eine Schieberampe für Räder und Kinderwagen existiert nicht, was vor allem dann problematisch ist, wenn Züge an einem unerwarteten Gleis einfahren. Das Eisenbahnbundesamt hatte allerdings mit einem ebenerdigen Übergang diverse Sicherheitsauflagen verknüpft: Sofern dieser den Gleiskörper überquert, müssten seine Sicherheitsanforderungen denen entsprechen, die auch der derzeitige Tunnel erfüllt.

Ein ebenerdiger Zugang erfüllt diese jedoch nicht unbedingt: Die Überquerung des Bahnsteigs ist dann nur möglich, wenn die Querung von Personal gesichert ist, das beim Eintreffen der Züge auf den Bahnsteig kommt und die Fahrgäste auf das gegenüberliegende Gleis wechseln lässt. Oder aber es müsste ein elektronisches System installiert werden, das eine Überquerung immer dann ermöglicht, wenn kein Zugverkehr zu erwarten ist.

Diverse Modelle wurden bereits untersucht. Eine endgültige elektronische Lösung ist jedoch erst mit der Installation eines elektronischen Stellwerks möglich, dessen Neubau jedoch frühestens im Jahr 2020 zu erwarten ist.
Dennoch kündigt Burghardt Ahlers, Sprecher der Bahn in Berlin an, dass noch im Juni diesen Jahres ein Überweg zwischen den Bahnsteigen 1 und 2 neu gebaut werden soll. Der Tunnel, der bis dahin in Betrieb bleiben soll, ist so auch noch nicht in die Bahnhofssanierung einbezogen worden.

Von Claudia Bihler

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