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Rekordflut bei Prignitzer Leichtathleten

Erfolgreiches Jahr 2015 Rekordflut bei Prignitzer Leichtathleten

Das Jahr 2015 war wohl das erfolgreichste in den letzten 25 Jahren. Die Prignitzer Leichtathleten, ob jung oder alt, erreichten eine Vielzahl von Bestleistungen und Rekorden, die alle bisherigen in den Schatten stellen. Mit 28 Kreis- und 36 Altersklassenrekorden in einer Saison ist damit wohl das Maß der Dinge erreicht worden.

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Mit 49,99 s die bisher schnellste weibliche Prignitzer 4x100-m-Staffel: Eva Burmeister, Lea Bahl, Lena Küster, Ersatzläuferin Charlotte Völzer und Laura Nadolleck (v. l.).

Quelle: Stefan Peglow

Perleberg. Nicht nur die Rekordflut der Prignitzer Athleten überrascht, auch die Platzierungen bei Landesmeisterschaften, in den Landes- und Bundesbestenlisten sind ein Spiegelbild dieser Leistungsentwicklung. So holten die Leichtathleten 17 Landes-Meistertitel in die Prignitz. Dabei war Nathalie Loock mit drei Titeln am erfolgreichsten. In der Landesbestenliste sind Prignitzer Athleten neunmal auf Platz 1, achtmal auf Platz 2 und elfmal auf Platz 3. Dieses hohe Niveau spiegelt sich auch darin wider, dass erstmals Leichtathletinnen vom Gottfried-Arnold-Gymnasium Perleberg am Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ in Berlin teilnahmen.

Aber auch die Teilnahme an norddeutschen Meisterschaften, deutschen Jugendmeisterschaften, deutschen Meisterschaften im Blockmehrkampf und deutschen Meisterschaften der Senioren muss erst erkämpft werden, denn ohne Normerfüllung gibt es keine Teilnahme. Diese Normen liegen sehr hoch, was folgende Tatsache belegt. Erstmals in der Geschichte der Prignitzer Leichtathletik blieb eine weibliche 4x100-m-Staffel mit 49,99 s unter der ominösen 50-s-Grenze. Mit dieser Zeit schafften Eva Burmeister, Lena Küster, Laura Nadolleck und Lea Bahl die Norm für die Deutschen Jugendmeisterschaften. Auch wenn beim Wettkampf in Jena die Zeit nicht mehr erreicht wurde, ist den Mädchen dieses Erlebnis nicht zu nehmen. Ein großes Talent ist der 15-jährige Nikolas Much von Hertha Karstädt. In seiner Spezialdisziplin, dem Hochsprung, wurde er in die Auswahlmannschaft Brandenburgs berufen, um an den IX. Baltic Sea Youth Games teilzunehmen. Im internationalen Teilnehmerfeld belegte er mit 1,81 m einen ausgezeichneten zweiten Platz. Dieses Ergebnis toppte er bei den Landesmeisterschaften mit 1,82 m und dem Titelgewinn. Mit dieser Vorleistung hatte er gute Aussichten bei den Deutschen Meisterschaften der U16 in Köln. Leider kam es nicht dazu, denn eine Verletzung zwang ihn zur Aufgabe. Wenn man bedenkt, dass die Plätze zwei bis vier mit 1,83 m weg gingen, wäre eine vordere Platzierung möglich gewesen.

Die erfolgreichsten Rekordjäger waren Luca Starck (M9/Einheit Perleberg), Zoe Stephan (W12/Hertha) und Elias Labus (M13/ ESV Wittenberge) mit je drei Rekorden in ihren Altersklassen. Dabei sind die 7,68 s im 50-m-Sprint von Luca Starck, die 24,28 m im Diskuswurf von Zoe Stephan und die 14,40 m im Kugelstoßen von Elias Labus ganz oben anzusiedeln. Aber nicht nur bei den Kindern und Jugendlichen, auch bei den Erwachsenen gab es eine Leistungsexplosion. Die Läuferinnen und Läufer warteten mit Topleistungen und Topergebnissen auf. So verbesserte Julia Bausemer den Marathonrekord aus dem Jahr 1990 in diesem Jahr gleich zweimal um insgesamt 19 min. Im April lief sie in Hamburg 3:38.00 h und im September in Berlin 3:30:03 h. Yvonne Loock (Einheit) trug sich gleich dreimal in die Rekordliste mit Bestleistungen über 5000 m, über 15 km und mit einer starken Halbmarathonzeit von 1:33:03 h ein. Dazu kommen noch zwei weitere Altersklassenrekorde. Wenn man die Leistungsentwicklung der Prignitzer Senioren betrachtet, kommt man an dem scherzhaften Ausspruch „je oller, je doller“ nicht vorbei. 36 Alterklassenrekorde, fast nur im Laufbereich, weisen auf ein sehr hohes Niveau hin. Melanie Gragert (W30/Pritzwalker LT) schaffte es auf sagenhafte sieben neue Rekorde in ihrer Altersklasse. Das reicht von den 10 km bis zum Marathon. Hier lief sie mit 3:40:20 h die zweitbeste jemals in der Prignitz gelaufene Zeit. Die Herren standen den Damen in keiner Weise nach. Allen voran der Älteste, Ernst Wehrstedt (M80/Pritzwalker LT). Er brachte es auf fünf Bestleistungen, von 5 km bis zum Halbmarathon.

Jörg Schulze (M45/ESV) lief beim Prag-Marathon 2:54:21 h und nur 14 Tage später in Würzburg beim Halbmarathon neuen Kreisrekord mit 1:21:23 h. Ebenfalls auf zwei Rekorde kam Toralf Jastram (M50/Einheit) im Kugelstoßen und Speerwurf. Manfred Krakow (M60/Perleberg) lief über 15 km und im Halbmarathon zu neuen Bestzeiten. Das gelang auch Werner Jung, (M65/Quitzow) der über 7,5 km und 15 km neue Rekorde aufstellte. Dabei verbesserte er die Bestzeit über 15 km von Atze Höger um über drei Minuten.

Von Manfred Pelen

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