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Zwölf Prignitzerinnen fahren nach Berlin

Bundesfinale der Leichtathleten Zwölf Prignitzerinnen fahren nach Berlin

Wenn die Leichtathletinnen des Perleberger Gottfried-Arnold-Gymnasiums am 22. September beim Finale des bundesweiten Schulwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ im Berliner Jahnsportpark antreten, messen sie sich mit den Teams der 15 deutschlandweit besten Schulen.

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Prignitzer Athleten trumpfen auf

Bei den Regionalfinals zeigten die Prignitzerinnen zuletzt stets konstant gute Leistungen.

Quelle: Stefan Peglow

Perleberg. Wenn die Leichtathletinnen des Perleberger Gottfried-Arnold-Gymnasiums am 22. September beim Finale des bundesweiten Schulwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ im Berliner Jahnsportpark antreten, messen sie sich mit den Teams der 15 deutschlandweit besten Schulen. „Dort werdet ihr behandelt wie kleine Stars. Ihr benötigt sogar einen Akkreditierungsausweis. Bei jeder anderen Deutschen Meisterschaft wird weniger Aufwand betrieben“, macht Sportlehrer und Leichtathletik-Trainer Udo Brandl seinen Schützlingen den Stellenwert dieses Wettkampfes deutlich. Mitte Juni hatten sich die Perleberger Gymnasiastinnen in der Wettkampfklasse II (Jahrgänge 1998 bis 2001) in Löwenberg überraschend den Landesmeistertitel und damit die Qualifikation für das Bundesfinale gesichert. Mit insgesamt 7040 Punkten verwiesen Lea Bahl, Zoé Dockweiler, Eva Burmeister, Lina Gercke, Hannah Hesse, Isabell Bank, Emma Schwartz, Julia Ehrhorn, Leonie Küchler, Lea Bethke, Hanna Schröder und Laura Nadolleck die Mannschaften des Bülow-Gymnasiums Stahnsdorf (6735 Punkte) und Bechstein-Gymnasiums Erkner (6607) auf die Plätze. „Schon toll was die Mädchen da geleistet haben“, findet Sportlehrerin Anke Hildebrandt. Und auch Frank Dannehl, Schulsportberater für die Prignitz, lobt die Finalistinnen: „Nachdem die Mädchen des Perleberger Gymnasiums in den vergangenen Jahren schon mehrfach Medaillen gewannen, sollte es auch 2015 der Bronzerang werden. Das allein wäre schon eine tolle Leistung gewesen.“ Doch in diesem Jahr traten die Sportschulen beim Landesfinale der Wettkampfklasse II nicht an. „Als wir davon erfuhren wollten wir natürlich nicht mehr Dritter sondern Erster werden“, erklärt Zoé Dockweiler. Mit ihren 13 Jahren wird sie von Brandl liebevoll als das Küken im Team bezeichnet. Als solches erwies sich Dockweiler jedoch ganz und gar nicht. Denn sportlich war die beim SC Hertha Karstädt unter Axel Richert und Rolf Zimmermann trainierende Sprinterin eine absolute Stütze der Mannschaft. Sie war dreimal gestartet und punktete dreimal. Mit Eva Burmeister, Lea Bahl und Laura Nadolleck holte sie beim Sieg mit der 4x100-Meter-Staffel 1167 Punkte und damit die höchste Wertung des gesamten Wettkampfes in Löwenberg. Dockweiler gewann auch im Weitsprung. Dort stellte sie mit 4,95 Meter ihre persönliche Bestleistung ein. Aus dem Team möchte Brandl jedoch keine Athletin hervorheben: „Die Mannschaft ist geschlossen aufgetreten. Alle haben gekämpft, sich gegenseitig immer wieder Mut gemacht, angefeuert und am Ende verdient gewonnen.“ Jede Athletin gab Alles. So erreichte Isabell Bank im Hochsprung mit übersprungenen 1,55 Metern eine neue persönliche Bestleistung. Leonie Küchler, die beim TuS Dallmin von Dieter Krumm trainiert wird, stellte gleich zwei neue persönliche Bestleistungen mit der Kugel (10,29 Meter) und mit dem Speer (31,79 Meter) auf.

Vor dem abschließenden 800-Meter-Lauf lagen die Prignitzerinnen bereits mit 300 Punkten in Führung. „Bis zum Ende dieses Laufes war da noch eine gewisse Spannung für mich“, erinnert sich Brandl. Er wusste um die Stärke der bis dahin drittplatzierten Stahnsdorfer Läuferinnen. „Auch für uns war das noch spannend“, versichert Leonie Küchler. Doch Lina Gercke und Hannah Hesse, eigentlich Vorzeige-Schwimmerin beim SC Delphin Wittenberge, brachten den Punktevorsprung sicher über die Ziellinie.

„Wir sind jetzt auch offiziell die beste Schule in Brandenburg, zumindest sportlich und in dieser Altersklasse“, freut sich Brandl. Er weiß, dass der Gesamtsieg dem Perleberger Gymnasium zugeschrieben wird, vergisst aber nicht, dass der Erfolg stets viele Väter hat. Neben Sportlehrerin Anke Hildebrandt, „die die Schülerinnen in den Wettkampfklassen schon seit Jahren betreut und dabei als Frau immer den richtigen Ton trifft“, dankt er vor allem den Verantwortlichen in den Prignitzer Vereinen, „ohne deren Vorarbeit ein solcher Erfolg nicht möglich wäre“. Er dankt aber auch dem für den Schulsport so engagierten Frank Dannehl und dem Förderverein des Perleberger Gymnasiums, Lutz Lange, der Sparkasse sowie der Volks- und Raiffeisenbank Prignitz, die den Eigenanteil, den die Athletinnen für die Anreise und Unterbringung aufbringen müssen, übernehmen. „Die Mädchen werden die vier Tage in Berlin genießen“, meint Brandl. Am vergangenen Mittwoch trainierte er mit ihnen im Perleberger Jahnsportpark noch einmal die Staffelübergabe. Alle Sportlerinnen seien gesund und fit, die Stimmung vor dem Wettkampf ausgezeichent, versichert er. Es sei „realistisch, nicht Letzter zu werden“. Die Mädchen selbst peilen nach ihrer zuletzt erreichten Punktzahl den zwölften Platz an – schließlich kämpfe man diesmal auch gegen die Sportschulen.

Von Stefan Peglow

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