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Rundumbetreuung in Dahlewitz

MAZ-Serie: Die Stimmen Brandenburgs Rundumbetreuung in Dahlewitz

In der MAZ-Serie „Die Stimmen Brandenburg“ stellen wir diesmal Enrico Philipp vor. Der 49-Jährige fungiert als Hallensprecher bei den Handball-Männern des Verbandsligisten Dahlewitz.

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Bei den Dahlewitzer Handballern am Mikro: Enrico Philipp.

Quelle: Foto: Lars Sittig

Dahlewitz. Ein bisschen Show muss sein, bevor es ernst wird: Das Licht geht aus in der Sporthalle in Dahlewitz, Musik dröhnt aus den Lautsprechern. Auf eine Großbild-Leinwand werden per Beamer die Namen der Spieler geworfen, die von einem Spot auf das Parkett geleitet werden. „Als ich 2013 als Hallensprecher angefangen habe“, sagt Enrico Philipp, „habe ich mir gesagt: Wenn, dann mache ich es auch richtig.“

Wenn man so will, vertritt der 49-Jährige, der neben Spielen der ersten Dahlewitzer Handball-Männermannschaft in der Verbandsliga auch Turniere begleitet, den ganzheitlichen Ansatz des Hallensprechers: Es gibt Vereinsnews, Musik, Geburtstagsgratulationen, Termine, Infos, Statistiken und eben auch eine für diese Spielklasse ungewöhnliche Einlaufpräsentation. Drei bis vier Stunden dauert die Vorbereitung auf einen Einsatz, erzählt Philipp. In den wenigen Sekunden, die vor dem Spiel bleiben, wenn die Akteure in der Dunkelheit den Hallenboden betreten und der Anpfiff naht, muss jedes Wort sitzen.

Das Motto? „Nicht zu wenig reden und nicht zu viel reden, Stimmung machen, dabei muss aber die Fairness oberste Priorität haben.“

Den Weg an das Mikrofon fand Philipp, der seit 24 Jahren als selbstständiger Versicherungskaufmann tätig ist, vor drei Jahren. „Es haben immer mal wieder Leute gesagt: ,Mensch, du quatscht doch immer so viel und bist immer gut drauf, versuch es doch mal als Hallensprecher’“, erinnert sich der Dahlewitzer. „Ich hatte schon beruflich Vorträge vor bis zu 400 Leuten gehalten, deshalb habe ich mir das zugetraut.“ Zuvor hatte er eigentlich Beachvolleyball beim SV Blau-Weiß gespielt, durch Freunde war er zum Handball gekommen. Inzwischen gehört Philipp als Sponsorenbetreuer sogar zur Abteilungsleitung und spielt bei den Alten Herren des Vereins.

Nach der Premiere als Hallen-Entertainer wurde das Repertoire stetig verfeinert, die Performance erweitert. „Ich habe mir viele Gedanken gemacht, was man besser machen kann. In dieser Hinsicht bin ich Perfektionist. Es ist schön, dass ich bei dem Job auch die Leidenschaft ausleben kann, Menschen zu unterhalten. Ich mache das einfach gerne.“ Herzensangelegenheit statt Pflichtaufgabe.

Auch manch gegnerischer Spieler und Fan weiß Philipps Einsätze durchaus zu schätzen. „Das größte Kompliment“, sagt er, „ist es, wenn der Gegner sagt, das hast du gut gemacht.“ Das Trikot, das Philipp während der Moderation trägt, ist mit den Spielzeiten beflockt, in denen er als eine der Stimmen Brandenburgs fungiert: „2013/14, 2014/15, 2015/16“. In Zukunft werden noch einige Ziffern-Kombinationen dazukommen. „Ich möchte das noch sehr lange machen.“ Natürlich, „the Show must go on“.

Von Lars Sittig

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