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SC Potsdam sucht Weg aus der Krise

Volleyball SC Potsdam sucht Weg aus der Krise

Das ist schon bitter: Bereits zum vierten Mal haben die Bundesliga-Volleyballerinnen des SC Potsdam inklusive Pokal in dieser Saison eine 2:0- oder 2:1-Führung nach Sätzen noch aus der Hand gegeben. Nun sucht der Verein einen Weg aus der Psycho-Krise.

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Durchlebt schwere Zeiten mit dem SC: Trainer Alberto Salomoni.
 

Quelle: Foto: Verein

Potsdam.  Inklusive Pokal haben die Volleyballerinnen des SC Potsdam in dieser Bundesliga-Saison in vier von acht Spielen eine klare Führung noch aus der Hand gegeben und mit 2:3 nach Sätzen verloren, dreimal – wie zuletzt am Sonntag in Hamburg – führten sie gar schon mit 2:0.

Da ist guter Rat teuer, wenn die Mannschaft das Trauma nicht weiterhin wie eine Monstranz vor sich hertragen will. „Ich bräuchte einen Zauberstab wie Harry Potter“, hat der leidgeprüfte Trainer Alberto Salomoni wenigstens seinen Humor nicht verloren und hofft auf ein Ende der Negativserie am Mittwoch (18.30 Uhr) beim VC Olympia Berlin. „Das wird daher ein ganz wichtiges Spiel für uns. Wir brauchen endlich wieder den Geschmack des Sieges.“

So eine Negativ-Serie hat Salomoni noch nicht erlebt

So eine Negativ-Serie hat der Coach in seiner Trainerlaufbahn noch nie erlebt. „Natürlich bin ich enttäuscht und frustriert, trotzdem versuche ich, positiv nach vorn zu denken“, meint der Italiener, der auf der Suche nach dem Warum drei Punkte ausgemacht hat. „Wenn wir immer 0:3 verlieren würden, dann läge es einfach am fehlenden Können. Aber wenn du den Gegner beherrschst und dann so abbaust, ist das nur schwer zu verstehen.“ Die erste Baustelle sieht er im taktisch-technischen Bereich: „Wenn der Gegner unsere Spielweise knackt, dann sind wir nicht in der Lage umzustellen“, hat der 49-Jährige erkannt.

Viel zu schnell verletzbar

Er stellt sich zur Selbstfindung der Mannschaft Frage Nummer zwei: „Liegt es an der fehlenden Kondition?“ Und gibt die Antwort sofort: „Dann würden wir im fünften Satz nicht mit 12:8 führen. Das musst du dann einfach abschließen. Ist uns in Hamburg aber wieder nicht gelungen.“ Drittens fehle ganz klar die Gewinnermentalität. „Wir sind viel zu schnell verletzbar. Das ist sicherlich ein Kopfproblem.“

Salomoni bittet um Geduld: „Es wird dauern, wieder in das psychische Gleichgewicht zu kommen. Die Erwartungen zu Saisonbeginn waren komplett anders. Nun müssen wir versuchen, aus dem Tief herauszukommen.“ Er weiß, mit der Brechstange sei nichts zu machen, einen Zauberstab à la Harry Potter habe er nun mal nicht. Aber er stehe zu seiner Verantwortung: „Ich bin der Trainer und wenn es schief läuft, bin ich dafür verantwortlich.“

Der Tabellenzehnte hat noch einen langen und steinigen Weg vor sich, will auch die Trainingsprozesse verändern.

Von Peter Stein

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