Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 5 ° Sprühregen

Navigation:
SC Potsdam trotzt Meister Dresden einen Punkt ab

Volleyball SC Potsdam trotzt Meister Dresden einen Punkt ab

Den Volleyballerinnen des SC Potsdam gelang im Heimspiel gegen den Meister Dresdner SC eine kaum mehr für möglich gehaltene spielerische Steigerung. Nach einem 0:2-Satzrückstand glichen die Gastgeberinnen aus und unterlagen erst im Tiebreak knapp mit 13:15.

Voriger Artikel
VfL Potsdam schlägt Staffelfavorit Dessau-Rosslau
Nächster Artikel
Shows zeigen den Spaß am Turnen

Potsdams Manuela Roani (r.) gegen Dresdens Block.

Quelle: Foto: Gerhard Pohl

Potsdam. Selten wurden die Volleyballerinnen des SC Potsdam von ihren Fans trotz einer Niederlage so gefeiert wie am Samstagabend. Hatte die Mannschaft von Trainer Alberto Salomoni in dieser Bundesliga-Saison zuvor oftmals eine 2:0-Satzführung verspielt, so zeigte sie diesmal, dass es auch anders herum geht. Nach einem 0:2-Rückstand gelang den Gastgeberinnen gegen den deutschen Meister Dresdner SC ein kaum mehr für möglich gehaltener Satzausgleich. Erst im Tiebreak musste sich der Salomoni-Sechser knapp zum 2:3 (14:25, 14:25, 25:21, 25:22, 13:15) nach zwei dramatischen Stunden geschlagen geben. Die 895 Fans in der MBS-Arena fühlten sich nicht nur wegen der zahlreichen Präsente, die die Supermarktkette Rewe verteilte und verloste, reich beschenkt, sondern auch weil den Potsdamerinnen justament zum 1. Advent ein Lichtlein aufging.

Die Blamage abgewendet

Dabei sah es in den ersten beiden Sätzen noch zappenduster aus, kündigte sich eine Fortsetzung des verkorksten Saisonstarts an. Weshalb im dritten Satz plötzlich der Knoten platzte und die Havelstädterinnen dem Titelträger der letzten beiden Jahre Paroli bieten konnten, begründete Salomoni hinterher so. „Ich habe der Mannschaft in der Pause vor dem dritten Satz gesagt, dass wir uns vor dem eigenen Publikum nicht so blamieren können. Ich habe im Prinzip die Taktik von Stuttgart bei unserer letzten 2:3-Niederlage gewählt und immer wieder durchgewechselt, bis wir Stabilität hatten.“ Der italienische Coach drückte immer wieder auf die Reset-Taste, um den Spielfluss seines Teams neu zu programmieren. Ständig wechselte er, kam zum Beispiel Luisa Sydlik für Marina Katic im Zuspiel und umgekehrt. Aber es half lange nichts und die Dresdnerinnen schienen sich wie bei einem Spaziergang auf dem heimischen Striezelmarkt zu fühlen. Doch aus dem Drei-Punkte-Fest wurde nichts, weil die Potsdamerinnen endlich Biss und die lange vermisste Angriffswucht zeigten.

Tolle Stimmung in der MBS-Arena

Saskia Hippe, die mit ihren 17 Punkten von Gäste-Coach Alexander Waibl („Mit Saskia habe ich 2010 mit dem deutschen Pokal meinen ersten Titel als DSC-Trainer geholt“) zur wertvollsten Spielerin gekürt wurde, meinte: „Das Publikum war fantastisch. Im dritten Satz hatten wir ja nichts mehr zu verlieren. Dann hat’s funktioniert.“ Auf die Frage, ob das nun der Durchbruch war, antwortete die Diagonalangreiferin: „Ich hoffe das.“

Salomoni stellte fest: „Mit dem Punktgewinn hatte keiner mehr gerechnet. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Eine gute Stimmung in der Halle ist wichtig für uns. Ich habe immer an die Mannschaft geglaubt. Ich denke, die Fans haben jetzt auch mehr Vertrauen. Es war nicht leicht, wochenlang in der Kritik zu stehen.“

Kapitän Regina Mapeli Burchardt sagte: „Ab dem dritten Satz hatten wir mehr Blockpunkte und konnten mehr Druck über die Aufschläge ausüben. Trotz der Niederlage gehen wir diesmal mit keinem schlechten Gefühl aus dem Spiel. Das war eine enge Kiste und für uns wieder ein Schritt nach vorn.“ Aber die routinierte Spielerin mahnte zugleich: „Wir müssen Geduld haben, es geht nicht so schnell vorwärts, wie manche glauben.“ Auch Gäste-Trainer Waibl meinte: „Wir wollten schon gewinnen.“ Deshalb zog er im Tiebreak noch seinen Joker und brachte die US-amerikanische Topangreiferin Michelle Bartsch.

Von Peter Stein

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokalsport
MAZ Sportbuzzer
Lindow-Gransee feiert Meisterschaft

Der größte Vereinserfolg der Volleyballer des SV Lindow-Gransee perfekt. Mitte April 2015 konnten sie die Meisterschaft in der 2. Volleyball-Bundesliga fiern.