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SC Potsdam verliert erneut im Tiebreak

Volleyball-Bundesliga SC Potsdam verliert erneut im Tiebreak

Das Tiebreak-Trauma des SC Potsdam in der Volleyball-Bundesliga setzt sich fort. Wie zuletzt gegen Dresden gelang beim VC Wiesbaden nach einem 0:2-Satzrückstand zunächst eine tolle Aufholjagd zum 2:2. Aber im fünften Satz hieß es am Ende erneut 15:13 für den Gegner.

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Potsdams Lisa Gründing (oben) schmettert gegen Wiesbadens blockende Jennifer Pettke

Quelle: Foto: Rene Vigneron

Wiesbaden. Am Nikolaustag steckte bei Trainer Alberto Salomoni eine DVD im Stiefel. Ein Krimi – den hatte er in Überlänge und mit jeder Menge Spannung auch Stunden zuvor mit seinen Volleyballerinnen in der Bundesliga erlebt. Der SC Potsdam unterlag am Samstag beim VC Wiesbaden mit 2:3 (21:25, 23:25, 25:20, 25:21, 13:15) – wieder einmal. Es war bereits die sechste Tiebreak-Niederlage der Saison (siehe Infokasten).

„Ich wiederhole mich“, begann der Trainer seine Einschätzung. „Meine Mannschaft präsentiert sich weiter mit zwei Gesichtern. So stolz ich auf die Aufholjagd bin, desto mehr ärgere ich mich darüber, dass wir wieder eine Chance verspielt haben. Wir hatten Wiesbaden total im Griff, haben es aber wieder nicht geschafft, im Tiebreak die entscheidenden Punkte zu machen.“ Der Killerinstinkt, den Ball tot zu machen, wie die Volleyballer sagen, ist dem Tabellenachten (nur drei Siege in zehn Spielen) abhanden gekommen.

Luisa Sydlik kommt im Zuspiel für Marina Katic

„Wir sind im ersten Satz nicht gut gestartet“, ließ Salomoni die Partie vor 1550 Zuschauern in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit in der hessischen Landeshauptstadt noch einmal Revue passieren. „Im zweiten Satz waren wir schon einen Tick besser, haben unglücklich mit 23:25 verloren. In der dann folgenden Pause habe ich versucht, die Mannschaft aufzurütteln. Sie kam dann mit einem ganz anderen Spirit aufs Feld.“ Auf die Frage, was er den Spielerinnen „eingeimpft“ habe, meinte der 49-Jährige: „Ich habe ihnen gesagt, dass Wiesbaden von unseren Fehlern lebt und die Frage gestellt, wann sie endlich einen Gang höher schalten wollen?“

Die Potsdamerinnen agierten nun mit Luisa Sydlik, die vom Gastgeber-Coach Dirk Groß auch zur wertvollsten Spielerin bei den Gästen gekürt wurde, für Marina Katic im Zuspiel sicherer. Diagonalspielerin Saskia Hippe überragte im Angriff mit 28 Punkten. Auch Wiebke Silge und Lisa Gründing arbeiteten gut im Block, wo der SC noch längere Zeit auf Ivonne Montano wegen einer Knieverletzung verzichten muss.

Eine Mannschaft mit zwei Gesichtern

Nach dem Satzausgleich – wie zuvor daheim gegen Dresden – geriet Potsdam im Tiebreak zunächst in Rückstand, kämpfte sich aber heran und führte 13:12, ehe erneut ein Aufschlagfehler die Niederlage einleitete und das Tiebreak-Trauma fortsetzte.

„Wir sind immer dicht dran, schaffen es aber nicht“, meinte Salomoni. „Da ich ständig zum Wechseln gezwungen bin, fehlt die Stabilität. Diese vielen Tiebreak-Niederlagen sind ein Wahnsinn. Die Mannschaft ist so, mit ihr kann alles passieren.“ Dann gab er den zwei Gesichtern Farbe „Einerseits die Instabilität, andererseits der Kampfgeist und die Moral.“

Der Italiener forderte: „Wir müssen nach vorn schauen von Spiel zu Spiel und weiter an der Schwäche arbeiten. Unser Weg ist noch lang.“

Von Peter Stein

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