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SG Brieselang vermittelt Kindern Kampfsport und soziale Werte

MAZ-Serie: Mein Verein SG Brieselang vermittelt Kindern Kampfsport und soziale Werte

In der Serie „Mein Verein“ stellt die MAZ diesmal die Sportgemeinschaft Brieselang vor. Der junge Verein hat sich vor allem dem Kampfsport verschrieben. Über 100 Kinder trainieren hier Karate oder Kickboxen.

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Kinder beim Training im Kickboxen.

Quelle: Foto: Verein

Brieselang. 20 Kinder flitzen über die Matte. In fünf Staffeln á vier Kinder laufen sie mal rückwärts, mal im Krebsgang, mit Vorwärtsrollen oder Huckepack mit einem anderen Kind über die rot-grüne Matte. Den Spaß sieht man ihnen förmlich an. Mit vielen spielerischen Elementen gestaltet Dominique Pieczinski die Erwärmung der Trainingseinheit. Anschließend wird an den Pratzen und mit dem Partner geübt. „Beim Kickboxen sind viele Fertigkeiten wie Beweglichkeit, Koordination und Reaktionsschnelligkeit gefragt“, sagt Dominique Pieczinski, die mit Christian Schulze das Kinder- und Jugendtraining im Kickboxen bei der SG Brieselang leitet.

Insgesamt trainieren knapp 100 Kinder bei der SG Brieselang. Kickboxen bildet dabei die größte Abteilung. Karate, Aikido, Indoor Cycling und Selbstverteidigung bietet der Verein außerdem an. „Wir sind ein sehr familiärer Verein“, sagt Dietmar Pieczinski. Der Vorstandsvorsitzende hat gemeinsam mit seiner Frau Dominique und Kassenwartin Barbara Kozok den Verein vor sieben Jahren mitgegründet. Zudem ist der 47-Jährige nicht nur selber noch aktiv, sondern auch als Trainer der Erwachsenen-Gruppe tätig. „Es gibt im Verein viele Leute, die sich engagieren“, sagt er. „Ohne die würde es auch gar nicht funktionieren.“

Ehemalige Getränkehalle wird zur Trainingsstätte

Aus einer ehemaligen Getränkehalle haben sich die Brieselanger Kampfsportler 2011 ihre eigene Trainingsstätte im Forstweg hergerichtet. „Wir haben alles mit Eigenleistung umgebaut“, erzählt Pieczinski. Die kleine Halle wird seitdem ausschließlich von der SG benutzt. Mittwoch und Freitag finden die Kickbox-Kurse statt. Dienstag und Donnerstag sind Karatetage. „Die Karateka sind erst 2014 zu uns gekommen, als sich deren alter Verein in Brieselang aufgelöst hatte“, berichtet der Vorsitzende.

Alexandra Latocha und Sohn Adrian wurden deutsche Meister

Alexandra Latocha und Sohn Adrian wurden deutsche Meister.

Quelle: Verein

So kam auch Familie Latocha in den Verein. Heiko Latocha, früher ein erfolgreicher Radfahrer, ist Karatetrainer, seine Frau Alexandra aktuell die erfolgreichste Kickboxerin bei der SG Brieselang. „Ich wollte nach der Arbeit etwas machen, was mir Spaß macht“, sagt sie. Anfang Dezember holte die 41-Jährige bei der Weltmeisterschaft in Dublin die Bronzemedaille. „Das war ein tolles Erlebnis und es hat in dem deutschen Team richtig Spaß gemacht“, sagt sie. „Im nächsten Jahr werde ich erneut angreifen.“

Alexandra Latocha holt WM-Bronze

Einige Monate zuvor trumpften die Latochas schon bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin groß auf. Alexandra Latocha gewann im Vollkontakt der Frauen (bis 60kg) und im Leichtkontakt der Frauen Ü36 (bis 65kg) den Titel und ihr 12-jähriger Sohn Adrian wurde in der Gewichtsklasse bis 28kg deutscher Meister. Die 11-jährige Terry Wallstab und Maik Barutzki komplettierten mit ihren dritten Plätzen das erfolgreiche Abschneiden der Brieselanger.

Den Schwerpunkt setzt die SG Brieselang jedoch auf den Breitensport. „Wir möchten den Kindern nicht nur den Spaß am Sport, sondern vor allem auch soziale Werte vermitteln“, sagt Pieczinski. „Wir sind zwar ein Kampfsportverein, aber Fairness, Miteinander und Respekt sind bei uns am allerwichtigsten.“

So trainieren Mädchen und Jungen, Große und Kleine, Anfänger und Fortgeschrittene bei der SG Brieselang zusammen. „Es profitieren immer beide Partner davon. Die Stärkeren müssen beispielsweise gegen Schwächere lernen, sich zurückzunehmen“, weiß auch Sylva Wallstab, Jugendwartin des Vereins.

Zum Abschluss der Trainingseinheit bittet Dominique Pieczinski noch einmal alle 20 Kinder an die Linie. Sie stellen sich nebeneinander auf, winkeln die Arme dicht am Körper an und machen eine schnelle, kleine Verbeugung. „Mit dem typischen japanischen Verabschiedungsritual beenden wir jede Trainingseinheit“, erklärt Dominique Pieczinski.

Von Luisa Müller

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