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Shows zeigen den Spaß am Turnen

Märkischer Turnerbund Shows zeigen den Spaß am Turnen

Nach dem Fußball ist der Märkische Turnerbund der zweitgrößte Fachverband im Landessportbund Brandenburg. Die Interessen der Mitglieder haben sich gewandelt. Statt klassischem Gerätturnen stehen mehr und mehr Showelemente im Vordergrund. Die Vereine treten mit ganzen Programmen öffentlich auf und begeistern das Publikum mit ihrem Können.

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Auf dem Pauschenpferd ist es besonders schwer wie hier in Oranienburg.

Quelle: Foto: Robert Roeske

Falkensee. Rund 21 000 Turnerinnen und Turner sind im Landessportbund Brandenburg organisiert. „Damit sind wir nach Fußball der zweitgrößte Landesfachverband in Brandenburg“, sagt Birgit Faber. Die Präsidentin des Märkischen Turnerbundes ist stolz auf diese Zahl, sieht aber auch Probleme in der Entwicklung des Turnsports – besonders im Gerätturnen.

„Die erfolgreichste Zeit im brandenburgischen Gerätturnen liegt hinter uns“, so Faber. „In den vergangenen 25 Jahren ist es schwer geworden. Gerade im Leistungssportbereich haben wir zu wenige Mitglieder.“ Die Gründe dafür sind vielfältig: Es fehle an gut ausgebildeten Trainern, außerdem ließen die Hallenausstattungen zu wünschen übrig und „wir bräuchten wieder ein qualitativ hochwertiges Schulsport-Turnen. An vielen Schulen wird kaum noch geturnt“, so die Präsidentin. „Zudem geht die Tendenz zum Spaß und zur Abwechslung. Um einen perfekten Handstand zu können, braucht es aber fünftausend Wiederholungen.“ Wie schwer und doch beeindruckend das Turnen ist, weiß jeder aus dem Sportunterricht. Doch zur Perfektion gelangt man nur mit Talent, Ehrgeiz und Förderung.

SC Cottbus als Aushängeschild

Der SC Cottbus als mehrfacher deutscher Mannschaftsmeister ist nicht nur Bundes- und Landesstützpunkt männlich sondern als Bundesligist das Turn-Aushängeschild. Die größten Hoffnungen auf eine Olympiateilnahme in Rio 2016 kann sich momentan der Cottbusser Christopher Jursch machen. Er gehörte in diesem Jahr bei der Weltmeisterschaft in Glasgow zum Kader des deutschen Turn-Teams, kam jedoch als Ersatzmann nicht zum Einsatz.

Von den 322 Turnvereinen in Brandenburg bieten 51 Vereine Gerätturnen an. Denn auch Trampolinturnen, Rhythmische Sportgymnastik, Rhönradturnen, Gymnastik/Tanz und Aerobic zählen zum Märkischen Turnerbund. „Auch eine Abwanderung in die anderen rhythmisch-kompositorischen Sportarten können wir beobachten. Manche wollen dann lieber tanzen“, beschreibt Birgit Faber. Deswegen schätzt sie den Schritt hin zum Show-Turnen als sehr entscheidend für die Mitgliederbindung ein. Dabei werden ganze Choreografien der Trainingsgruppen einstudiert und dann vor großem Publikum präsentiert. „Wir müssen weg von den knallharten Bewertungskriterien. Damit können viele Kinder und Jugendliche nicht umgehen. Sie wollen Spaß haben.“

Weihnachtsgala mit turnerischen Leckerbissen

Der TSV Falkensee, als größter Turnverein im Land Brandenburg, dem Birgit Faber als geschäftsführender Vorstand vorsitzt, hat bereits vor zehn Jahren eine eigenständige Tanz- und Showgruppe gegründet. Die Mitgliederzahl ist stetig gewachsen und so treten sie mittlerweile nicht nur auf Stadtfesten und Sportlerehrungen in der Region auf, sondern sind auch bei internationalen Events und Galas dabei. Eine Weihnachtsgala ist in vielen Turnvereinen in Brandenburg mittlerweile fest im Jahreskalender integriert.

Doch auch die großen Traditionsturniere konnten sich behaupten. Das Oranienburger Pokalturnen, der Falkenseer Sommer, der seit 45 Jahren ausgetragen wird, das Turnier der Meister in Cottbus und das Eberswalder Turntreffen zählen dazu. „Wir müssen es schaffen, moderne Sport- und Bewegungsangebote für die verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu schaffen“, lautet der Appell von Birgit Faber. „Das Eltern-Kind-Turnen wird gut angenommen und auch die Angebote für ältere Menschen im Gesundheitssport finden regen Anklang.“

Von Luisa Müller

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