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Cottbus verliert in Dresden

Böller und Feuerwerkskörper fliegen aus Fanblock Cottbus verliert in Dresden

Der 1:0-Sieg der Gastgeber aus Dresden stürzte die Lausitzer am Sonntag in die Gefahrenzone der 2. Bundesliga. Sie bleiben weiter ohne Auswärtssieg und liegen auf Rang 15 nur noch einen Punkt vor dem Relegationsplatz entfernt. Die Partie war zweimal unterbrochen, weil in Dresden aus dem Gästeblock Pyrotechnik auf das Spielfeld flog.

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Energies Torwart Rene Renno klärt einen Ball auf der Linie. Dynamo Dresden gewinnt jedoch sein Heimspiel gegen Energie Cottbus 1:0.

Quelle: Thomas Eisenhuth

Cottbus/ Dresden. Vor 29.593 Zuschauern im Glücksgas Stadion traf der 29-Jährige Poité in der 72. Minute. Mit dem erst zweiten Saisonsieg kletterte das bisherige Schlusslicht aus Sachsen auf Platz 16 direkt hinter Cottbus. «Es ist sein sehr emotionaler Moment für mich. Ich bin überglücklich», sagte Poté in den Katakomben des Stadions, ehe er zur Dopingkontrolle musste. Zuletzt hatte der Stürmer am 28. Oktober 2012 getroffen.
Überschattet wurde das Spiel durch Vorkommnisse im Energie-Block. In seinem ersten nationalen Einsatz nach der Phantomtor-Partie musste Schiedsrichter Felix Brych zweimal für mehrere Minuten unterbrechen. Grund waren Böller und Feuerwerkskörper, die Cottbuser Fans auf den Rasen geworfen hatten. Dabei begann die Begegnung mit einen besonderen Zeichen. Der Gastgeber lief mit einem Sondertrikot und dem Schriftzug «Love Dynamo. Hate Racism» auf.
Bei der zweiten Unterbrechung - unmittelbar nach dem Führungstor von Poté - schickte der Schiedsrichter beide Teams in der 75. Minute für zehn Minuten in die Kabine. Energie-Kapitän Uwe Möhrle kam 15.07 Uhr auf den Rasen und bat die Fans, sich zu beruhigen, damit das Spiel wieder aufgenommen werden konnte. «Der Schiedsrichter hat zu mir gesagt, dass ich deeskalierend auf die Fans einwirken soll. Das habe ich dann versucht», sagte Möhrle und betonte: «Ich habe eigentlich keine Lust, über solche Aktionen zu sprechen. Das ist eine Schande für den Fußball und dem Verein.»

Fans von Energie Cottbus zünden Pyrotechnik in ihrem Block.

Quelle: Thomas Eisenhuth

Um 15.10 Uhr kamen beide Teams wieder aus der Kabine, das Spiel wurde fortgesetzt. «Die, die das machen, sind nicht unsere Fans. Sie machen den Verein kaputt», war Alexander Bittroff enttäuscht von den eigenen Anhängern. Auch der Sportliche Leiter von Dresden zeigte sich entsetzt. «So etwas ist einfach nur traurig. Das wollen wir im Fußball nicht sehen. Jürgen Klopp hat gestern eigentlich alles zu dem Thema gesagt», erklärte Steffen Menze. Auch beim Dortmunder Bundesligasieg in Gelsenkirchen hatte es Fan-Ausschreitungen gegeben.
Sportlich begann die Partie schwungvoll und mit hohem Tempo auf beiden Seiten. Dresden schoss in den ersten vier Minuten gleich dreimal in Richtung Tor, doch René Renno, der für den erkrankten Robert Almer im Tor stand, parierte jeweils.
Energie näherte sich mit zunehmender Spielzeit dem gegnerischen Gehäuse, doch auch Rückkehrer Boubacar Sanogo und Iviva Banovic blieben glücklos (17./31.). Nach einer guten halben Stunde übernahm Cottbus langsam die Spielinitiative, doch zu viele Ungenauigkeiten und Fehlpässe verhinderten ein konsequentes Angriffsspiel. Die beiden besten Chancen sahen die Zuschauer kurz vor der Halbzeit. In der 40. Minute faustete Kirsten einen Freistoß von Banovic von der Linie. Vier Minuten später hielt Renno einen Kopfball von Poté.
In der zweiten Hälfte wurde die Partie hitziger und emotionaler. Energie hätte zweimal durch Charles Takyi in Führung gehen können (52./59.), doch der glänzend aufgelegte Kirsten rettete. In der Schlussphase erlöste Poté sich und sein Team mit einem Kopfballtreffer, den Bitroff noch abgefälscht hatte.

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