Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 8 ° Sprühregen

Navigation:
Jetzt regnet es Geld für den Luftschiffhafen

Brandenburg fördert Potsdamer Sportstätten Jetzt regnet es Geld für den Luftschiffhafen

Zwar sind es noch ein paar Tage bis zum Weihnachtsfest, für den Luftschiffhafen gibt es aber jetzt schon ein Geschenk. Und das hat es in sich. Das Land Brandenburg beteiligt sich an der weiteren Dach-Sanierung der Leichtathletikhalle und der Schwimmhalle. Dafür lässt das Land 875 000 Euro springen. Jetzt gibt es ausreichend Sicherheiten. Der Zeitplan steht auch schon.

Luftschiffhafen Potsdam 52.3776418 13.0148162
Google Map of 52.3776418,13.0148162
Luftschiffhafen Potsdam Mehr Infos
Nächster Artikel
Werder baut Zielhaus an der Föhse

Leichtathletikhalle im Potsdamer Luftschiffhafen.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Frohe Botschaft für die Potsdamer Sportfamilie: Mit 875000 Euro beteiligt sich das Sportministerium an den weiteren Sanierungsarbeiten an den beiden Hallen für Schwimmen und Leichtathletik im Potsdamer Luftschiffhafen. Den Bewilligungsbescheid dafür hat Sportminister Günter Baaske (SPD) jetzt unterzeichnet. Baaske: „Am Luftschiffhafen wird Spitzensport betrieben. Hier zogen schon viele Weltmeister und Olympioniken ihre Bahnen. Wir wollen, dass dieser Standort zukunftsfest wird. Deshalb unterstützen wir die dringend notwendigen Arbeiten“.

Das Bundesinnenministerium trägt etwa 1,57 Millionen Euro und die Stadt Potsdam etwa 1,92 Millionen Euro der Kosten. Damit werden die äußeren Dachtragwerke saniert. Das gewährleistet eine sichere Nutzung der Hallen in den kommenden 20 Jahren.

„Das ist ja eine richtig frohe Botschaft vor Weihnachten. Wir sind auf die Leichtathletikhalle dringend angewiesen. Das ist überlebenswichtig. Als die Halle wegen der Dachsanierung von Dezember 2013 bis November 2014 geschlossen war, hat das unseren Verein bis an die Schmerzgrenze belastet. Wir haben auf einen Schlag 600 Mitglieder verloren, weil sie ja nicht mehr unsere Sportangebote nutzen konnten. Der finanzielle Schaden betrug 150000 Euro“, sagt Peter Rieger, Geschäftsführer SC Potsdam.

Luftschiffhafen Potsdam

Der Luftschiffhafen Potsdam entstand 1911 auf einem 25 Hektar großen Areal an der Pirschheide in Potsdam.

1924 erwarb die Stadt das Gelände und errichtete den Land- und Wassersportplatz Luftschiffhafen, auf der bereits im Mai 1925 die Allgemeine Wassersportausstellung stattfand.

Ab 1952 trainierten hier die Sportler der Kasernierten Volkspolizei und später der Nationalen Volksarmee (NVA). Es entstand der ASK Vorwärts Potsdam.

1990 entstand aus dem ASK Vorwärts Potsdam der Olympische Sportclub Potsdam-Luftschiffhafen. Das Gelände öffnete sich für die breite Öffentlichkeit.

Heute befinden sich hier der Olympiastützpunkt Brandenburg und zahlreiche Bundesstützpunkte.

Andreas Klemund, Geschäftsführer Luftschiffhafen GmbH erklärt: „Der Zuwendungsbescheid gibt uns die Sicherheit, die Sanierungsarbeiten fortzuführen. Für die Schwimmhalle werden wir die Arbeiten an der Sanierung der Betonpylonen, die die Dachkonstruktion halten, noch in diesem Jahr beenden. Da bleiben wir im Kosten- und Zeitrahmen. Auch die Betonträger der Leichtathletikhalle werden wir bei laufendem Betrieb sanieren und wollen das auch 2016 abschließen. Die Halle ist ja ein einmaliger Bau, also nichts von der Stange, daher sind auch die Sanierungsarbeiten schwierig. Aber ich bin mir sicher, die Hallen dann auf lange Sicht nutzungsfähig zu halten.“

Die Sportstätten wurden 1978 errichtet und im Zeitraum 1997 bis 2003 grundsaniert. Es sind stark frequentierte Kernsportanlagen mehrerer Bundes- und Landesstützpunkte sowie der Spezialschule Sport, der Universität Potsdam und des Breitensports.

Aufgrund erheblicher Baumängel mussten die Hallen Ende 2013 geschlossen werden. Die Abhängestäbe an den Dachkonstruktionen der Schwimmhalle und der Dachaufbau der Leichtathletikhalle wurden im Rahmen eines ersten Bauabschnitts erneuert. Die Kosten in Höhe von fünf Millionen Euro wurden von der Stadt Potsdam getragen. Die Schwimmhalle wurde im Juni 2014 und die Leichtathletiksporthalle im November 2014 wieder eröffnet.

Eine vollständige Sanierung der Dachtragwerke fand jedoch nicht statt. Das erfolgt jetzt bei laufendem Sportbetrieb. Die erheblichen Schäden an den äußeren Dachtragwerken (Betonpylone, Betonriegel, Spannseile) der Hallen werden behoben. Diese Schäden sind insbesondere durch Witterungseinflüsse in der fast 40jährige Standzeit der Gebäude entstanden.

Von MAZonline

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport in Brandenburg
MAZ Sportbuzzer
Lindow-Gransee feiert Meisterschaft

Der größte Vereinserfolg der Volleyballer des SV Lindow-Gransee perfekt. Mitte April 2015 konnten sie die Meisterschaft in der 2. Volleyball-Bundesliga fiern.