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Polizei auf der Spur der Brandstifter

Anschlag bei Lokomotive Brandenburg Polizei auf der Spur der Brandstifter

Das Entsetzen war riesig, der Schaden enorm. Nach dem Brandanschlag auf das Vereinsheim von Lokomotive Brandenburg am vergangenen Wochenende war der Schock groß, doch schnell dachte man nach vorne. Und wirklich: Die Fußballfamilie hält zusammen, wie das aktuelle Hilfsangebot zeigt. Und die Polizei scheint auch Fortschritte zu machen.

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Die Fußballer stehen ohne Schuhe und Trikots da.

Quelle: FOTO: MORGNER

Brandenburg an der Havel. Noch immer stehen die Verantwortlichen von Lokomotive Brandenburg sprichwörtlich neben den Schuhen. Zu groß ist weiterhin der Schock nach dem Brandanschlag auf ihr Vereinsheim. „Es ist eine Katastrophe für uns“, bringt es Schatzmeister Udo Pfeiffer auf den Punkt. „Wir wissen nicht, wo uns der Kopf steht“, fügt Vereinschef Jürgen Horst an. „Es gibt so viele Dinge zu klären. Ein Riesenberg Arbeit.“

Am Samstagmorgen bemerkten die Brandenburger in ihrem Vereinsheim Rauchentwicklung. Die Kabine der ersten Mannschaft stand in Flammen. Obwohl die Feuerwehr schnell handelte, konnte nichts mehr gerettet werden. Das „Zuhause“ der Ersten brannte aus ( MAZ berichtete).

Der Rauch war so stark, dass auch andere Räume und die sanitären Einrichtungen zerstört wurden. „Wir dürfen weiterhin nur mit Atemmaske und Schutzkleidung in die Kabine“, meint Präsident Horst. „Wir müssen jetzt die Decken abreißen und den Putz abklopfen. Auch die Mitarbeiter der Firmen dürfen nur mit Maske arbeiten.“

Hilfe von vielen Seiten

Jürgen Horst ist aber optimistisch, dass das klappt. Der Vorsitzende ist zudem überwältigt. „Wir haben von vielen Vereinen Hilfe angeboten bekommen. Der BSC Süd, Alemania Fohrde, Grün-Weiß Klein Kreutz und Stahl Brandenburg haben uns die Nutzung ihrer Plätze und Kabinen zugesagt. Toll. Es gab viele Anrufe von Privatpersonen, die uns helfen wollen. Die Stadt war sehr kooperativ.“

Heimspiele im Quentz-Stadion

Auch deshalb wurde die Frage der Platzbelegung schnell geklärt. Die erste Mannschaft kann ihre Heimspiele im Quenz-Stadion absolvieren, dort wo Stahl Brandenburg spielt. „Die Zweite spielt sonntags auf dem Sportlatz in der Walther-Ausländer-Straße. Trainiert wird am Wiesenweg.“ Auch der Nachwuchs kann weiter trainieren. „In der Berner-Straße“, so Horst. „Dort können sich die Kinder in der Turnhalle umziehen.“

Am Montag war die Polizei wieder vor Ort. „Sie haben wohl zwei Personen im Visier haben, konnten aber noch nichts genaueres sagen. Es wird weiter ermittelt.“

Von Sebastian Morgner

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