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Ryder Cup soll nach Brandenburg kommen

Martin Kaymer wirbt für Bad Saarow Ryder Cup soll nach Brandenburg kommen

Die Spannung steigt: Am 8. Dezember werden die Veranstalter des Ryder Cups die Entscheidung über den Austragungsort für das Golf-Großereignis verkünden. Es geht um das Jahr 2022 und eines der größten Sport-Events der Welt, wenn die besten US-Golfer gegen europäische Spitzenspieler antreten. Brandenburg hat mit dem A-Rosa-Resort in Bad Saarow die besten Chancen,

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Nick Faldo zeigt, wie es geht: In Bad Saarow demonstrierte die Golf-Legende den perfekten Schlag aus einem Bunker.

Quelle: Fotos: Uwe Steinert

Bad Saarow. Die Entscheidung über den Austragungsort des Ryder Cups im Jahr 2022 fällt am 8. Dezember. Heißer Kandidat ist nach wie vor das A-Rosa-Golfresort im märkischen Bad Saarow (Oder-Spree). „Wir sind guter Hoffnung, dass der Zuschlag nach Brandenburg geht“, sagte Vanessa Herbon am Mittwoch der MAZ. Die Sportdirektorin des Resorts und ehemalige Nationalspielerin ist die treibende Kraft der Bewerbung vor Ort. Das prestigeträchtige Golfturnier, bei dem ein US-Team gegen die besten europäischen Golfspieler antritt, würde zum ersten Mal in Deutschland stattfinden. Konkurrenten sind Golfanlagen in Italien, Österreich und Spanien.

Ursprünglich wollte die „European Tour“ als Veranstalter des Ryder Cups bereits im Oktober bekanntgeben, wo sich die Golfelite in sieben Jahren messen wird. Die Verschiebung auf den Dezember-Termin deutet darauf hin, dass es ein knappes Rennen zwischen Deutschland und dem ebenfalls aussichtsreichen Kandidaten Österreich geben wird. Experten der „European Tour“ werden Bad Saarow nun Ende Oktober noch einmal einen Besuch abstatten, um sich ein abschließendes Urteil machen zu können.

Erstmals in Deutschland

Der Ryder Cup ist ein Golfmannschaftsturnier, das im Zwei-Jahres-Turnus ausgetragen wird. Bei dem Wettkampf treten die besten Golfer Europas und der Vereinigten Staaten gegeneinander an.

Seit seiner ersten Ausrichtung im Jahre 1927 hat sich der Ryder-Cup zum bedeutendsten Golfmannschaftsturnier der Welt entwickelt.

Der Austragungsort wird zwischen den Kontinenten gewechselt. 2014 wurde der Cup im schottischen Gleneagles ausgespielt, Sieger war die europäische Auswahl.

Die USA hat bislang 25 Duelle gewonnen, Europa 13, zwei endeten Remis.

Die A-Rosa-Golfanlage in Bad Sarow (Oder-Spree) besteht aus drei 18-Loch-Plätzen und einem neun Löcher umfassenden Übungsplatz.

Für den Ryder Cup würde durch Umbau ein kompletter Platz in Bad Saarow wegfallen, weil Raum für Tribünen und Zuschauerplätze benötigt wird.

Trotz der Unsicherheit – alle Zeichen weisen inzwischen in Richtung Brandenburg. Prominente Schützenhilfe gab Deutschlands derzeit bester Golfer Martin Kaymer . „Nachdem, was ich gehört habe, wäre ich extrem überrascht, wenn der Ryder Cup 2022 nicht nach Deutschland käme“, sagte Kaymer vor wenigen Tagen. Nach Gesprächen mit Verantwortlichen der „European Tour“ schätzt Kaymer die Chancen für Bad Saarow auf „95 Prozent“. Insbesondere die von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zugesagte Steuerbefreiung für das Sport-Event – analog zur Fußball WM 2006 – war laut Kaymer „ein Riesenschritt“ für die deutsche Bewerbung.

Inzwischen sind auch die für den Ryder Cup notwendigen Umbaupläne der Golfanlagen in Bad Saarow wesentlich konkreter geworden. Golf-Legende Nick Faldo – als langjähriger Kapitän des europäischen Ryder-Cup-Teams ebenfalls ein Pluspunkt für die Brandenburger Bewerbung – wird den neuen Platz gestalten. „Die Anlage wird für die Spieler eine Herausforderung sein, muss aber auch den Zuschauern etwas bieten“, sagte Faldo der MAZ. Acht Spielbahnen des von ihm selbst gebauten Kurses in Bad Saarow will Faldo erhalten. Auf dem Gelände des jetzigen Stan-Eby-Platzes entstehen zehn neue Bahnen. Dadurch bleibt viel Raum für Tribünen und andere Zuschauerplätze. Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre kann Bad Saarow an den vier Tagen des Ryder-Cups mit rund 250 000 Zuschauern rechnen. Der Umbau, den die Eigentümer des A-Rosa-Resorts komplett finanzieren, könnte bereits im Frühjahr 2016 beginnen und im Herbst 2018 abgeschlossen sein.

„Es ist uns wichtig, dass der Platz nicht nur für die Woche des Ryder Cups umgebaut wird, sondern auch täglich Freizeitgolfer begeistert“, so Sportdirektorin Vanessa Herbon. Sie zählt dabei auf die rund 25 000 aktiven Golfer in der Region Berlin und Brandenburg. Aber auch die Chefs der übrigen 19 Golfanlagen in der Hauptstadtregion wollen vom Ryder Cup profitieren. Wenn internationales Publikum anreist, um auf dem neuen Nick-Faldo-Kurs eine Runde zu drehen, würden auch die übrigen märkischen Anlagen in den Fokus geraten, so die Hoffnung. Das könnte für die immer noch mit einem Exoten-Status belegte Sportart ein enormer Schub sein.

Von Jürgen Stich

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