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Teltower will bei Alba in die Bundesliga-Mannschaft

Basketball Teltower will bei Alba in die Bundesliga-Mannschaft

Tim Schneider schwebt derzeit. Der Power Forward spielte mit der deutschen U20-Auswahl ein starkes Turnier bei der EM und kehrte mit Platz vier heim. Auch wenn es nicht zu einer Medaille reichte, war es der größte Erfolg seit vielen Jahren.

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Tim Schneider im Trikot der DBB-Auswahl. 

Quelle: DBB

Teltow. Montagmittag ist Tim Schneider wieder in Berlin-Tegel gelandet. Der Basketballer hat die U20-Europameisterschaft in Helsinki am Sonntagabend mit dem vierten Platz abgeschlossen – das ist der größte deutsche Erfolg in dieser Altersklasse seit 30 Jahren. Deshalb schwebte der 18-Jährige auch auf dem Nachhauseweg im Bus noch ein wenig weiter. „Das war ein sehr gutes Turnier, es hat viel Spaß gemacht“, freute sich Schneider, der einst beim RSV Eintracht Stahnsdorf ausgebildet wurde.

Nah an einer Medaille

Er sei mit der Leistung des deutschen Teams sehr zufrieden. „Wir wissen, dass wir mit den Topteams mithalten können. Aber es wäre auch noch mehr drin gewesen.“ Im Halbfinale verlor die Mannschaft von Auswahltrainer Henrik Rödl gegen Spanien mit 52:61. Das Spiel um die Bronze-Medaille verlor Deutschland durch ein schwaches letztes Viertel mit 61:76 (19:17, 17:17, 13:13, 12:29) gegen die Türkei. Das Team des Deutschen Basketball-Bundes wirkte in der finnischen Hauptstadt spielbestimmend, konnte die Türken aber nicht entscheidend auf Distanz halten. Die am Ende deutliche Niederlage spiegelte allerdings nicht die Gesamtleistung der deutschen Jungs im Turnierverlauf wider. „Es ist gut zu sehen, wie nah wir an einer Medaille dran sind. Man muss zugestehen, dass die Türken im letzten Viertel einfach besser waren. Dennoch haben wir zusammengehalten, alles versucht und uns sehr gut präsentiert. Unser Teamgeist war sensationell und hat uns sicherlich auch lange getragen“, bilanzierte Alba Berlins Legende Rödl das Turnier.

Durchschnittlich 13 Minuten auf der Platte

Auch Power Forward Tim Schneider war mit seiner Leistung zufrieden. „Es war ein super Turnier für mich“, schwärmte er. Schneider habe viele Dinge von den stärksten Mannschaften Europas gelernt. Etwa wie die Litauer ihren Körper einsetzten. Bei seinen sechs Turniereinsätzen stand Schneider durchschnittlich 13 Minuten auf der Platte und sammelte insgesamt 13 Punkte. Er gehörte zur festen Rotation des Rödl-Teams.

Beim RSV Eintracht hat man den Weg von Tim Schneider genau verfolgt. Marcus Boljahn, Vorstandsmitglied und Hallensprecher, erinnert sich: „Schon in der Jugend war zu erkennen, dass Tim ein großes Talent ist. Er wusste schon immer was er wollte.“ Schneiders Potenzial fiel früh auf. „Ich war schon immer überdurchschnittlich groß und habe in Berliner Auswahlmannschaften gespielt“, erzählte Schneider, der in Berlin-Schöneberg geboren wurde und vor der Einschulung nach Teltow zog, wo die Familie noch immer lebt. Tim Schneider ist allerdings zur 7. Klasse auf die Sportschule in Berlin-Hohenschönhausen gewechselt und wohnt mittlerweile in einer Alba-Jugend-WG.

Wiedersehen mit dem Jugendverein

In diesem Jahr baute er sein Abitur. Der Vertrag bei Bundesligist Alba läuft noch ein Jahr. „Erstmal will ich mich total auf Basketball konzentrieren“, sagt Schneider. Vor einem Jahr absolvierte er bereits die Vorbereitung bei den Profis, kam aber noch nicht in der Bundesliga zum Einsatz. Mit dem Rückenwind der erfolgreichen EM hofft Schneider, der für NBA-Star LeBron James von den Cleveland Cavaliers schwärmt, nun auf sein Debüt. „Ich werde sehen, was die neue Saison bringt.“ Trainingsstart ist am 8. August. Bis dahin will der 2,05 Meter große Sportler ein wenig ausspannen. Da Alba Berlin mit Lok Bernau aus der 2. Bundesliga Pro B kooperiert, kann er auch dort Spielpraxis bekommen. Schneider: „Ich will mich dort etablieren und Erfahrungen sammeln.“ Am ersten Spieltag der ProB-Saison hätte er eine kurze Anfahrt. Bernau tritt am 25. September bei seinem Jugendverein RSV Eintracht an.

Von Ronny Müller

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