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Ärgerliche erste Saisonniederlage

Handball, Verbandsliga Süd Ärgerliche erste Saisonniederlage

Ausrutscher für den SC Trebbin. Die Clauerststädter verlieren bei Grün-Weiß Finsterwalde mit 36:38. Es ist die erste Saisonniederlage für die Trebbiner Handballer, ärgerlich ist sie noch dazu.

Trebbin. Im neunten Saisonspiel setzte es die erste Niederlage: Die Trebbiner Handballmänner unterlagen am Samstagabend beim BSV Grün-Weiß Finsterwalde mit 36:38. Besonders ärgerlich erscheint die erste Verbandsliganiederlage der Spielzeit vor dem Hintergrund, dass die SC-Sieben einen Sieben-Tore-Rückstand innerhalb von fünfzehn Minuten zum Anschlusstreffer verkürzte, dann aber ihre Chancen nicht nutzte. „Wir haben uns heute selbst geschlagen“, gab SC-Kreisläufer Silvio Kahle geknickt zu Protokoll, „wenn wir sehen, dass selbst in der 57. Minute noch alles möglich ist, müssen wir einfach den Kopf oben behalten.“

Ohne Torhüter Maximilian Schulze gingen die Clauertstädter vor gut 140 Zuschauern in der Sängerstadt in ihre bisher kniffligste Aufgabe. Die Hausherren, Vorjahresfünfter, starteten angesichts dreier knapper Niederlagen gegen die Spitzenteams aus dem Spreewald und vor allem Spitzenreiter Cottbus beachtlich in die Saison.

Die Gäste nahmen dagegen den Schwung aus dem Derbyerfolg gegen Luckenwalde vor Wochenfrist nicht mit in die Niederlausitz. In der Anfangsphase ermöglichte die passive SC-Abwehr insbesondere dem Finsterwalder Toptorschützen Albert Langer (9 Tore) einige ungestörte Würfe. Mit einem 5:0-Lauf setzten sich die Grün-Weißen auf 10:4 ab (12. Minute). Erst nach einer Viertelstunde erlangten die Trebbiner mehr Selbstvertrauen in Abwehr und Angriff: Der nicht an die Topform der letzten Wochen anknüpfende ehemalige Finsterwalder Torsten Wagner verkürzte nach 20 Minuten auf 14:16. Zwar fand die Gästeabwehr in der temporeichen Partie selten zu ihrem Spiel, beim Halbzeitstand von 19:17 für Finsterwalde schien ein Anhalten der SC-Siegesserie aber noch im Bereich des Möglichen.

Den besseren Start nach der Pause erwischten wieder die Niederlausitzer. Ein 5:1-Lauf in Überzahlsituationen brachte den Hausherren mit ihrem gut aufgelegten Torhütergespann wieder eine komfortable Führung. „Dass wir in beiden Halbzeiten die ersten Minuten verpennt haben, war der Knackpunkt“, erklärte SC-Spielmacher Arne Pfaender.

Auch nach der ersten Sieben-Tore-Führung für Grün-Weiß war das Spiel jedoch nicht verloren. Angeführt vom sicheren Siebenmeterschützen Benjamin Stollin (12/7 Tore), Aushilfs-Torhüter Chris Schönebeck mit einigen guten Paraden und Linksaußen Dustin Emmermacher (6 Tore) mit Treffern aus schwierigem Winkel gelang den Trebbinern nach einer Dreiviertelstunde der 27:29-Anschluss. Insbesondere eine mannbezogene Deckung gegen den BSV-Halbrechten Maximilian Lenz (8 Tore) erwies sich als probates Mittel.

Eine doppelte Überzahl-Situation zehn Minuten vor dem Schluss ließ die SC-Sieben gar auf 32:33 herankommen. Zwei unnötige eigene Zeitstrafen und das folgende Vier-gegen-Vier auf dem Parkett verhinderten allerdings ein endgültiges Aufschließen, zwei vergebene Tempogegenstöße taten ihr Übriges. „Da hatten wir das Momentum eigentlich auf unserer Seite“, haderte Kahle mit der Cleverness der Trebbiner, „vielleicht kam es auch aufgrund der kräftezehrenden Aufholjagd zu den leichten Fehlern.“ Am Ende stand mit der 36:38-Niederlage der erste Punktverlust der Clauertstädter in dieser Saison fest. Vor dem Spitzenspiel in Cottbus am 20. Dezember treten die Trebbiner am kommenden Sonntag (16 Uhr) beim starken Aufsteiger in Bad Belzig an. Dort dürfte allerdings nur mit einer über 60 Minuten konzentrierten Leistung eine Rückkehr auf die Siegerstraße möglich sein.

Von Fabian Stollin

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