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Andreas Dorst wieder in der Wüste

Ultra-Trail Wüstenlauf Andreas Dorst wieder in der Wüste

Der Luckenwalder Andreas Dorst nimmt Ende Oktober als einziger Starter aus Ostdeutschland an der Premiere des Ultra-Trail Marokko durch die Sahara teil. Es ist nicht das erste Wüstenabenteuer für den Ausdauerläufer.

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Richtungsweisendes Duell

Andreas Dorst schnürt Ende Oktober die Laufschuhe in Marokko.

Luckenwalde. Andreas Dorst (Total-Team/Engel-Laufsport) will es noch mal wissen. Der Luckenwalder Ausdauerläufer geht nach sechs Jahren wieder in die Wüste. Genauer gesagt in die Sahara, die größte Trockenwüste der Erde. Dort findet Ende Oktober die Premiere für den Ultra Trail Marocco Eco Sahara statt. Dabei handelt es sich um einen rund 110 Kilometer langen Nonstoplauf, der in 35 Stunden absolviert werden muss. Gestartet wird circa 365 Kilometer entfernt von Marrakesch. Es geht durch die Sahara vorbei am Atlas-Gebirge ins Landesinnere. Der Lauf führt auf einem uralten Weg der Salz-Karawanen entlang, dessen Ende in Timbuktu liegt. Passiert werden von den Teilnehmern Berge, Oasen und die höchsten Sanddünen von Marokko.

Dorst, der 2007 mit dem Marathon des Sables den wohl bekanntesten Wüstenlauf gemeistert hat und zwei Jahre später erfolgreich am andalusischen Ultra-Trail an der spanischen Sierra Nevada teilnahm, freut sich auf die neue Herausforderung. „Ich fühle mich gut. Die Spannung steigt. Es wird mal wieder Zeit. Es ist ein außergewöhnlicher Lauf“, sagt der 53-Jährige.

Akribisch hat er sich in den zurückliegenden Monaten auf sein neues Sahara-Abenteuer vorbereitet. Erste Pläne, an der Premiere des Wüstenlaufes in Marokko teilzunehmen, gab es im Herbst 2014. Konkreter wurden sie zu Beginn dieses Jahres. Fast alles managte Dorst seitdem in Eigenregie. Er ging auf Sponsorensuche, um das Abenteuer zu finanzieren. Für die fast 1500 Euro, die als Startgeld hinzublättern sind, hätte er sich auch einen mehrwöchigen Cluburlaub leisten können. Hinzu kamen Kosten für Flüge und Hotelübernachtungen.

Große Teile seines Alltags wurden zuletzt von einem zeitintensiven Training bestimmt. „Vier bis fünf Stunden pro Einheit waren keine Seltenheit“, erzählt Dorst. Trainiert hat er hauptsächlich im Ausdauerbereich. Ausgedehnte Läufe und lange Radtouren standen für ihn fast täglich auf dem Programm. Hinzu kamen speziell in jüngster Zeit zahlreiche Besuche im Fitnessstudio. Die Trainingsbelastungen steckte er gut weg. Den für den Lauf in Marokko obligatorischen Medizincheck bestand er vor wenigen Tagen mit Bravour.

Einem ersten Härtetest auf sein Marokkoabenteuer unterzog sich Dorst im Juli beim Zehdenicker-29-Stunden-Lauf. 130,8 Kilometern standen für ihn am Ende im Protokoll. Damit belegte er den 8. Platz der Gesamtwertung.

Richtig ernst wird es für Dorst nun am Sonntag kommender Woche. Am Morgen des 25. Oktober besteigt er in Berlin den Flieger. Via Madrid geht es dann für ihn nach Marrakesch.

Bis dahin heißt es für den Wüstenläufer locker in Bewegung zu bleiben und immer wieder die Ausrüstung zu checken. Die kann in der Wüste unter Umständen überlebenswichtig sein.

Von Frank Neßler

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